Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
morgend adj.
morgend , adj. crastinus. 1 1) diese scheinbare participialform, seit dem 16. jh. gewöhnlich, entsteht, indem das adverbium morgen, cras ( vgl. unter dem subst. morgen sp. 2559 fg. ) zu adjectivem gebrauche gewendet wird. die übersetzung von crastinus als morgen, margen Dief. 155 b ; morgen, crastinus. voc. inc. theut. o 2 a , zeigt den anfang dieses gebrauches bereits im 15. jahrhundert, unter anderen versuchen für morgen in der angegebenen bedeutung ein adjectiv zu gewinnen ( vergl. morgenig, morgig, morgenlich). durch den antritt eines schlieszenden, etymologisch nicht berechtigten d an die…