Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Mitbringsel
Mitbringsel
bringen Vb. ‘herbeischaffen’. Das ursprünglich starke Verb mit schwachen Präteritalformen ahd. bringan (8. Jh.), mhd. bringen, asächs. aengl. bringan, mnd. bringen, engl. to bring, got. briggan hat im Westgerm. ein (ohne Bedeutungsdifferenzierung) im Ablautverhältnis der Kausativa dazu gebildetes schwaches Verb ahd. brengen (9. Jh.), mhd. (md.) brengen, asächs. brengian, mnd. nl. brengen, aengl. brengan (germ. *brangjan) neben sich. Vertreter in den nord. Sprachen fehlen; dän. norw. bringe, schwed. bringa sind aus dem Mnd. entlehnt. Außergerm. Entsprechungen sieht man im Kelt., vgl. kymr. he-brwng ‘bringen, führen’, und in toch. B praṅk-, toch. AB präṅk- ‘entfernen’ und erschließt daraus ie. *bhrenk-, *bhronk- ‘bringen’. Die weitere Herkunft ist nicht geklärt; erwogen wird Zusammenhang mit der Wurzel ie. *bher(ə)- ‘tragen, bringen’. – Mitbringsel n. ‘kleines Reisegeschenk, Souvenir’ (2. Hälfte 19. Jh.), aus mitbringen abgeleitet. umbringen Vb. ‘töten, ermorden’, spätmhd. umbebringen ‘abwenden, abwehren, ums Leben bringen’ (um 1400). unwiederbringlich Adj. ‘unersetzlich, nicht wiederherstellbar’, spätmhd. unwiderbrinclich.