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Messer II

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Eintrag · Rheinisches Wb.

Messer II

Bd. 5, Sp. 1100
Messer II das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk męsər Sg. u. Pl. [męs, Pl. -sər Wend-Aulenb (u. męəsər) Winterb (bis 1900, jetzt męsər), Kreuzn-Monzing Pferdsf SchlossBöckelh Winterbg, Simm (meist) (Rheinböllen męs u. męsər), Bernk-Allenb Gutenth Hochschd Rhaunen (u. męsər), Zell-Bärenb Lautzenhsn Reidenhsn (męsər, aber Kichenmęss) Rödelhsn (u. męsər)]; Mosfrk an der Saar męsər; n. ausschl. Saarbg-Sinz Faha Orscholz, Merz-Keuching Mettlach Bessering Rippl Fitten Honzr Hargarten Oppen mEəsər [Merz-Düppenw -ęäs-]; sonst Mosfrk -Es- [vielfach mit der kürzeren Form durchsetzt: Trier-Hetzerath Mehring Schleidw Züsch, Bernk-Andel Graach Crummenau, Zell-Briedel-Bullay Enkirch, Koch mEs, Pl. -sərn; Trier-Aach Kenn, Wittl-GrLittgen mEs u. -sər; Wittl-Bruch mEs u. mEts Taschen m., mEsər Tischm.; Cröv mEs, mEtsər: mEsər; Kobl, May -ę- (in NMay męts); Glees męs u. męts; Moselürsch Kaan męs u. -sər; Catenes Gierschaach (aber Kechenmęs) Naunh OLützing męsər; Bitb-Dudeld Kyllbg NWeis Pickliessem mEs, –Eă-; Trier-Stdt męts u. męsər; Bernk-Dhron Wehlen mEăts; Koch-Gamlen (vereinzelt noch -ę-), Wittl-Meerf, Bitb-Ehlenz OGeckler u. Gindrf (u. mEsər) Rittersd (u. mEătsər) SThomas, Prüm-Ringhuschd Pronsf Schönecken, Daun-Tettschd (u. mEtsər) mEts, Pl. -tsərn; sonst Prüm, Daun męts, Pl. -tsər(ə) (Daun-Roth męts u. -tsər; Eschf Brockschd Mehren Mückeln Stdt mEsər)] [eine Mischform zwischen mEts u. mEsər als mEtsər, Pl. -sərn Trier-Casel, Wittl-Seinsf, Koch-Ulmen (-ę-), Bitb-Gemünd Halsd Hütting Messerich Speicher, Prüm-Jucken Laschd Lützkampen Schönf Seiwerath Wawern Welchenhsn Zendschd; -ęts- GrKampen Steffeln, Malm-Kromb, Daun-Ellschd Lissing Meisbg OEhe Pelm Pützborn Schönb Udler, May-Nachtsh, Aden-Lierstall Müllenb (u. męts); mętsə(r), in der Zs. męts- Aden-Drees Retterath, Ahrw-Bodend]; rrhn. Westerw in mosfrk. Neuw mEs, Pl. -sər, in kurköln. Neuw męts, Pl. -tsərn [Dierd Ehlschd Gladb Linkenb Rockenfels Rüschd Urb (aber KichenmEs) męsər; Rahms mętsər]; Altk meist mEsər, Pl. -rə [Almers Bachenbg Eichelhardt Hilgenr Michelb NErb OWamb mEs; Berzhsn Fluterschen (-E-) Hasselb Neitersen Willr męts; Helmenzen Krunkel Weierseifen męts u. męsər; Birkenbeul Elzb Peterslahr mętsər]; Siegld męs (veralt.), jetzt męsər; n. dieses Geb. męts, Pl. -tsər, die eigentl. Form des Rip, Berg, SNfrk bis einschl. Geld-Leuth Straelen Aldekerk, Mörs-Asbg Neuk Orsoy, rrhn. bis einschl. Duisb, Dinsl-Aldenr, Ess-Holsterhsn reichend [Rees-Wesel męs u. mEts]; n. davon Klevld męs, Pl. -sər [Klev-Asperden, Dinsl-Walsum Pl. -sərs; Dinsl-Gartrop Stdt -stər]; Sol 1870 hat męts u. mEtər; Demin. -ərχə(n), –sχə(n), –tsχə(n), –tskə, –skə n.: 1. wie nhd., jede Art von M. bezeichnend, wie Bart- (Rasier-), Baum-, Brot-, Dolch-, Erdäppels-, Feder-, Feg-, Fleisch-, Garden-, Gemüs-, Gehäck-, Hack-, Häckels-, Häcksels- (an der Häckselbank), Grumbern-, Jagd-, Kappes-, Kneip-, Krumm-, Küchen-, Mus-, Pann-, Pos- (zum Veredeln), Rahmen-, Rand- (des Schusters), Sack- (Taschen-), Säckel-, Schäl-, Scher-, Schlacht-, Schmier-, Schnapp-, Schneid-, Schnitz-, Schrapp-, Spachtel-, Schuh-, Stech-, Stoss-, Strunk-, Tafel-, Taschen-, Tabaks-, Tisch-, Treck-, Wiege-, Wiesen-, Wingerts-, Wirk-, Zigarren-, Zoppenm. (s. d. W.); das Küchenmesser insbesondere ist et klein, spitz M., et hölze Stielchen, Böckes, Flücks-chen, Grösch-chen, Hippchen, Häppchen, Hippchensmesser, Hümmchen, Hümmelchen, Kläs-chen, Klöfchen, Kneipches, Küchenkläs-chen, –peter, –kneip, –schlimmes, Lippchen, Olbertchen, Peter, Petermesser, Plautchen, Plücks-chen, Schälerchen, Schaluppchen, Zoppenmesser (s. d. W.); das aufgeklappte u. dann feststehende M. Blutstecher, Knäcker, Knicker(t), Knickmesser, Genickfänger, Nicker, Nickmesser, Stech-, Stehmesser, Zuleger, Zumesser (s. d. W.), s. auch Flaute, Flitem, Kneipe, Knicker, Krummess (Kremmess), Schlimmess, Schnittes; en dreikantig M. zum Aufstechen des Darmes bei einer kranken Kuh, die zu viel gefressen hat, zum Abzug der Gase Gummb; en strack M. mit feststehender Klinge; e bret M. breites Tischm.; en scharf, stomp(ig), stupp, bott, schleh M. (s. d. W.); en verkerft, usgekerft, hackelig M.; en M. wie en Säg; et M. es voll Kerven (Käften) (s. d. W.); wann en M. tuvill geschlippen würd, kann et en Grot (Gräte, abbiegende Schneide) krieən Gummb; das M. hat enen Still (Griff, Packe, Heft, Hecht) mit Schal (Hornbekleidung) (Schinken, Läuten), in dem der Erl steckt, en Kleng (Blatt, Lammel, Lammes), enen Kropp (Kropf) mit Band (Trennstück zwischen Stiel u. Klinge), en Röcken (de stompe Seit, a jen Deckt va je M. Eup-Raeren), de Schärf(t) (Schneid, Wate); et M. hät genen Schnitt, et es ken Schn. dren; et M. schampte mech af glitt ab; et M. op-, zomachen; et M. am Stohl, op dem Schlifsten schlifen (wetzen); et M. (Rasier-) am Ledder, om Remen aftrecken (afziehen, –streichen); et usgekerfte M. moss widder beigeschleffen werden; gleich et M. ziehen (trecken) im Streite (s. d. W.). — RA.: das scharfe M. schneid wie Geft (on Gall) —, der Deiwel, geschmert, geleckt Allg., — verbrannt Gummb-Berghsn, — Zitz Bitb-Bollend Ehlenz, Trier-Heidw, Goar-Halsenb, Kobl-Bend, — e Gewidder Wittl-Binsf, — Wasser Schleid-Blumenth, — Ollig (Öl) ebd., — de Blitz, e Dunnerwedder Kobl-Bend, — Dreck, Loft, rosen Trier-Kenn, — gerasiert Wend-Aulenb; et M. schneck geftig Sieg-Hennef, — Iser övver Eup-Raeren; et M. es esu scharf, dat ech dir de Sil domet erausholle kann Ahrw-Sinzig. — Ein stumpfes, altes, im Hefte loses M. ist en Abtrittsbutzer, –feger, Ameisengälze, Fröschenfänger, –gickser, –stecher, –sträuper, –kickser, –knip, –knicker, –quik(s)ər, –schinder, Hahnenkneip, –gälzer, –petter, –schächter, –stecher, –knickert, Hammelnicker, Hippendolch, Huckenmesser, Hüppendüəder (Frosch-), -kneip, Katzendolch, –knicker, –stripper, –tüpper, Kradenficker, –feile, –schinde, –schinder, Kruttenbicker, –dolch, –gälzert, –kneip, –lammel, -lammert, –quicker, –quik(s)er, –rämmeler, –schächer, –schinder, –spisser, –stecher, –sticheler, Krutschenklinge, –schinder, –quickser, –schinder, –schlachter, –stecher, Muckenkneip, Mukenschacher, Päddenfiller, –schräpper, –tärger, Pierensteker, Rattengikser, –klinge, –knicker, –messer, –quikser, –stecher, Schleckengälze (Schnecken-), -quicker, –spiss, –steker, –tüpper, Spinnenschacher; en Botterkling, –knipe, –metz, Destelstecher, Käskneip, –fildert, –metz, –rämmel, Schuhkneip, –butzer; en Bleiklinge, ene bleie Mösch (Vugel); en Blutte, Bottlämmel, –schriəkel, Bullebätz, Dulljäcks, Fiddel, Filder, Flaut, Gälze, Gälzert, Gargen, Garrel, Gatschel, Gaul, Gickel, Gitschgatsch, Gikser, Gotsch, Gulli, Häpe, Hippe, Hocke, Juckel, Kapauner, Klämp(es), Klaumen, Kluppe, Kneip, Knicker, Kniper, Kracke, Krotzert, Kruck, Kulter, Lammel, Lämmes, Muckse, Picke, Plaute, Pok, Puck, Putte, Quikert, Quikser, Racker, Rassel, Reisdolch, Säge, Schächer, Scherbe, Schinken, Schläckes, Schlakes, Schläppes, Schlimmes, Schlipe, Schlippes, Schlocker, Schlotter, Schnacker, Schori, Schrammel, Schrapp, Schrapper, Sech, Spiss, Tüpper, Töter, Ulacks, Zachel, Zacken, Seelensucher, -schräpper, –stecher. Dat M. es esu bott (stumpf) wie en Fott (Gesäss) SNfrk, — so stupp wie enen Bessem Mörs, — so stomp wie en Kont (Gesäss) Mörs-Lütting, — so stumpig wie e Sech Simm-Kellenb, — so deck wie en Plogkolter Neuw-Jungeroth, Aach-Herzogenr, Mörs-Ossenbg, Rees-Bienen, — eso stompig wie et Mattheis(er) Beilen Mos; dat M. schneid wie en hölzen Hip (Häpe) Wittl-Manderschd, — en hölze Walz Aach-Broichweiden, — en al Frau beisst Daun-Mehren Stdt, — en duaden Hongk (Hund) bitt Barm, NBerg, Ruhr, Mörs, Geld, Klev, — kalt Wasser bröht (brennt) Neuw, Altk, OBerg, Sieg, Köln, — wärmp Neuw-Kurtschd; dat M. schneid och (kalt) Wasser bes of de Bodem (Grond) Mosfrk, Rip, — dur ene Emmer bös op der Boəm NBergh, — kalt (warm) W. on warm (weche) Botter (on weiche Käs, faule K.) Rhfrk, Mosfrk, — warm Botter on kal W. Prüm-Ihren; — warm B. Mosfrk, — B., wenn se wech ös Sieg, — B. e jen Sonn Aach, Heinsb, — B. bes of de Teller May, Daun, — B. vam T., wann ken drop ös Rheinb-Meckenh, — hart B. on weche Kis Dür-Gürzenich, — weche B. on helle K. Dür-Langerwehe; et M. gäht öm (biegt sich) an (in) warmer B. Daun-Eschf; dat M. schneid alles, wat's sieht Wend-Aulenb, Saarbr, Kreuzn-Hoppstädten; dat M. gäng schneiden, wenn et könnt Saarbg-Soest; dat M. es esu scharf, dat mer drop (met bläckem Arsch, met de blote Kont) (no Kölle) regge (reiten) könnt Rip, Nfrk (no Kowwelenz uMos, no Paris, Rom Gummb, noə Keəvele (Kevelaer) Kemp, — bis of Amerika Kobl-Neuend), — dann hät me noch kenen Schnitt em Hengeschten Gummb-Berghsn; op dem M. wollt ich en de Höll rötsche! Schleid-Blumenth; met dem M. könnten klen Kenger (Kinder) fechten Düss; met dem M. kannste ock keinem Zieəlamm den Hals afschnieə Gummb-Bergneustdt; e M., got, fer de Huhnen (Hahn) ze kastrieren Bitb-NWeis; op dem M. steht droppe: du sas nich töten Gummb-Bergneustdt. — He (der Faulenzer) ärbeit so schärp wie en höltern M. Mörs-Orsoy. De sengt, bie en scharf M. schneid Neuw-Rengsd. En falsche Zong es schlemmer als e schärp M. MGladb, Köln (s. Zunge). Ge M., dat so schärp schiərt (schert), als wenn ene Bur Her würd Kemp-Süchteln. Et M. lit allein dort ist kein Brot im Hause Eup, Aach-Walh (alleng e je Schaf). Dem (Metzger) äs et M. afgebrochen er hat Bankerott gemacht Neuw-Asb. Et M. es em en de Sche (Scheide) gefallen der Mut ist ihm gesunken Gummb-Nümbrecht, — en de Sten g. die Sache schief gegangen Waldbr-Bladersb. Er (der Faulenzer) schafft, dar em's M. im Sack (Tasche) net wackelt Birkf-NHosenb; dem Trägen, Gleichgültigen wiərd et M. en de Teisch net wärm Bergh-Blatzh. De hät e grut M. ist flott im Sprechen u. Handeln Sol, — e schärp M. er überfordert Eup. Et send net all Köək (Köche), die (lang) M.ər drage es sind nicht alle Meister, die sich dafür ausgeben SNfrk, Köln, Schleid-Reifferschd, Daun-Neroth. Er es esu fruh be e Geck, der e M. fend Aden-Kaltenborn; e macht e Gesicht wie an Aff, der en M. fond hatt Merz-Haustdt. Nau sollste doch dein M. verliere! Ausruf der Verwunderung Kobl-Bend. De hät op den Tit dat M. op de Trapp (zum Schleifen, vom Meisterknecht, der die Tischordnung zu führen hatte) er ist sehr pünktlich Kref-Fischeln. Den hat sech e Boch (Bauch) gess, mer kenn e M. drop schleifen Prüm, Allg. Do han ich et M. op geschleffe darauf habe ich es abgesehen Eusk, Köln, Bergh. Et M. göt gewitzt, gewetzt on op mei jong Herz gesetzt Trier-Stdt. Do sett ek ken alt M. tegen (gegen) ich wette nicht, es ist sicher so Mörs. We zörnig es, dem rick (reiche) ke M.! Aach-Warden. Ech setzen dir et M. op et Lif; ech drehn dir et M. em Balg eröm; ech steche dir et M. en de B., tösche de Reppe! (u. ä.) schreckliche Drohung Rip, Allg. E lett (lässt) sich et M. an de Keəhl komme er wartet das Äusserste ab Aach-Merkst. Et M. setz (stech, steht) em am Hals er muss, er kann nicht anders. He bröllt (schreit, käəkt usf.), als wie wann e en M. am H. hätt Rip, Allg., — als of em et M. a jen Keəhl wür Aach. Er hasst et (hat et so deck) wie de Bock (Gäss) et M. geht ihm aus dem Wege Rhfrk, Mosfrk. Et M. en et Ferke (en de Sau) steəke (stohn) loəte eine Arbeit nicht vollenden SNfrk, Sieg, Eusk. — He stellt sich an, es wenn he am Metze söat MülhRuhr, — äs of he am M. heng Barm, — äs wenn he an et M. sett Mörs. De Oəss (Ochse) sall an't M. soll geschlachtet werden Rip. De Ferkes freten sich gut an't M. sind bald schlachtreif Emmerich. He es scharp op et M. arg auf die Weiber versessen Rip, Duisb, betreibt eine Sache energisch Kref. He ilt (eilt) we de Sau en et M. Eusk-Billig. Er geht dran wie en Gaul in't M. Simm-Schlierschd. De wöuər got en't M. (zum Schlachten) er ist dick, fett Wermelsk. De lutt (lautet, schreit), als wenn er en't M. hüng SNfrk, Klevld. Met dem grusse M. schniggen (schneiden) prahlen uWupp. He schreit, als wenn se em met dem M. am Hals (an der Kehl) wöre Rip, Allg. Me mott niet te gau (schnell) met et M. in't Ferke sette nichts übereilen Geld, Klev, Rees. Hen os esou frouh mot dir wie de Gess (Ziege) mot dem M.; de verlangert no emmes (jet) wie de G. nom M. Prüm. Goht mär net noə Tetz (Jül-Tetz), doə steiche se met e Metz! Neckspr. De schiərt (schert) de Schof ohne M. er ist unverschämt, übervorteilt Bergh; de sch. engem de Bart o. M. Malm-Montenau; den hant se geschniəden o. M. rein ausgeplündert Elbf. Ritter vum blodige M. scherzh. Metzger Köln-Stdt. — Im Kindersp. Messerches ein Rechteck wird auf die Erde gezeichnet u. in zwei gleiche Felder geteilt; in jedem derselben steht ein Junge; einer von diesen nimmt ein M. u. wirft es in das Feld des andern; wo das M. stecken bleibt, wird eine neue Grenze gezogen; der Inhaber des andern Feldes muss das M. nun so werfen, dass er dem Gegner von seinem Felde abgewinnt: wer nicht mehr so viel Boden hat, dass seine Füsse stehen können, hat verloren Neuw, Altk, Bernk-Wolf, Wend-Heimb. — Im Kinderld. So mol M.! Dei Vadder es en Schinkefresser! Koch-Moselkern. M., Scher, Gowel on Licht dagt (taugt) fir klan Konner nicht! Koch-Laub, Verbr. Ackeleie, selwere Scheie (Scheiden), goldene Messer, selwere Kessel, hoch in de Locht, läg (niedrig) in de Bahn, do kommt A. äwer an! Geld-Kevelaer. In Heischeliedern: Nemmt dat M. in de Hand, losst dat M. blinke, schneid e Stick vom Schinke! zu Fastnacht Hunsr; stell de Leder an de Wand, holl et M. an (in) de recht Hand usf. Wittl-Meerf; lott dat Metzke senke en die fette Schenke; lott dat M. falle en die fette Hamme usf. Heinsb, SNfrk, Jül; lott dat Metzke riən (reiten) dor de dicke Siən (Speckseiten) Kref-Anr; lot dat Metzken rummen (raumen), schnitt dech nit en den Dummen usf. Sol-Höhschdt. Bei Bastlösesprüchen: Huppe, H., Weire, mei M. well net schneire, werf's en de Grawe usf. Saarbr. (s. weiter bei Huppe, Happe). Der Düvel woll e Müəhrke (Möhre) schroppe; heə woss neit, wie heə et M. soll pocke, doə schnet heə sich en der Dumm, dot goəf so en decke, fette Prumm! Kemp-Dülken. — Scherzfr. Woröm hat Adam en den Appel gebete? Hen hatt genn M. Geld. Et hät en Metzger (Schlächter) en Pogg (Schwein) geschlach; wat menste, hät hej doför genohmen? En Mess Mörs. — Volksgl. Legt man das M. auf die Klinge, so leiden die armen Seelen Koch. Fällt einem Familienmitglied das M. beim Schneiden aus der Hand, so gibt es Besuch Allg.; bleibt das M. in der Erde stecken, so gibt es Streit, ebenso wenn das M. mit der scharfen Seite nach oben auf dem Tische liegt Allg. Wer mit einem M. sich die Nägel schneidet, muss es, ehe er es zu andern Zwecken gebraucht, schleifen MGladb-Korschenbr. — 2. übertr. a. de Metzer Pl. das Mühlengewinde in der Kaffeemühle Monsch-Witzerath. — b. Stachel der Biene Geilk-Prummern, Kref-Fischeln. — c. fadenartige Stelle im Schiefer; et os e M. an dem Stan sagt man, wenn der St. beim Spalten plötzlich auseinanderfällt Mayf. — d. Libelle, Wasserjungfer Saarl-Fraulautern. — e. Metzer Pl. t. Blätter der Schwertlilie, zum Krautwisch gehörig Monsch-Rohren Witzerath.
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Cotta, M. (2026). „messerii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/messerii/rhwb?formid=M04139
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Cotta, Marcel. „messerii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/messerii/rhwb?formid=M04139. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „messerii". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/messerii/rhwb?formid=M04139.
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