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Mennige

mnd. bis Lex. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
8 in 7 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Mennige

Bd. 13, Sp. 601
Mennige (rotes Bleioxyd, Minium) Pb3O4 findet sich bisweilen auf Bleierzlagerstätten, aber vielleicht nur durch künstliche Erhitzung aus andern Bleierzen entstanden; man erhält M. durch Erhitzen von Bleioxyd oder kohlensaurem Blei (Bleiweiß) an der Luft und beim Erhitzen von schwefelsaurem Blei mit Chilisalpeter und Soda und Auslaugen der erhitzten Masse im Wasser. Im großen wird ungeschmolzenes Bleioxyd auf der gemauerten Sohle eines Flammofens vorsichtig unter Luftzutritt und Umrühren erhitzt; man kann an der heißesten Stelle des Ofens metallisches Blei in Oxyd und dieses an den weniger heißen Stellen in M. verwandeln. Die schönste und lockerste M. (Orangemennige, Bleirot, Mineralorange, Saturnzinnober, Goldsatin oder, Pariserrot) erhält man bei sehr niedriger Temperatur aus Bleiweiß. M. ist ein gelblichrotes Pulver, wird beim Erhitzen dunkler, beim Erkalten wieder heller, zerfällt leicht in Bleioxyd und Sauerstoff und gibt beim Behandeln mit Salpetersäure salpetersaures Blei und Bleisuperoxyd. Man benutzt M. zur Darstellung von Bleiglas, Fayenceglasur, Porzellanfarben, Kitt, Wasser- und Ölfarbe, Pflastern, Bleisuperoxyd und in der Zündwarenfabrikation. In der letztern ist ein Präparat als oxydierte oder abgelöschte M. gebräuchlich, das durch Übergießen von M. mit Salpetersäure und Eintrocknen des Gemisches erhalten wird. Sie wird mit Ziegelmehl verfälscht und dient zum Verfälschen des Zinnobers. Über Nuancierung der M. durch gewisse Zusätze vgl. Mineralfarben.
1494 Zeichen · 17 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    mennigeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    mennige , F. Vw.: s. mēnige L.: Lü 225a (mennige)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    mennigef.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    mennige , f. bleirot; dasselbe wort wie das vorige, aber im geschlecht wol nach farbe umgewandelt ( wahrscheinlich schon…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Mennige

    Goethe-Wörterbuch

    Mennige fem, selten in der (sprachlich älteren) mask Form ‘Mennig’ rotes Bleioxid, für den daraus gewonnenen gelbroten F…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Mennige

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Mennige ( rotes Bleioxyd , Minium) Pb 3 O 4 findet sich bisweilen auf Bleierzlagerstätten, aber vielleicht nur durch kün…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mennige

7 Bildungen · 5 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von mennige

mennen + -ig + -e

mennige leitet sich vom Lemma mennen ab mit Suffixen -ig und -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von mennige 2 Komponenten

men+nige

mennige setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

mennige‑ als Erstglied (5 von 5)

mennigerhande

KöblerMnd

mennig·er·hande

mennigerhande , Adv. nhd. mancherlei, von verschiedener Art Hw.: s. mannigerhande; vgl. mhd. manegerhande E.: s. mennich, hant (2) L.: MndHw…

mennigerleie

KöblerMnd

mennig·er·leie

mennigerleie , Pron. nhd. mancherlei Hw.: s. mannigerlei; vgl. mhd. manegerleie (1) L.: Lü 225a (menni[g]erleie)

mennige als Zweitglied (2 von 2)

ȫliemennige

KöblerMnd

ȫliemennige , F. Vw.: s. ȫliemēnie*