Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
maulfranke m.
maulfranke , m. schimpfwort für einen thoren und prahler; das wort ist angelehnt an den stamm der Franken, denen man vollen mund bei ihrem sprechen nachredet (die Franken nehmen das maul gar zu voll, wann sie reden. Simpl. 4, 403 Kurz ); zufrühest als eigenname: darum, Lapp, Götz, Löffel und Droll, Maulfrank, Haunolt, Schlauraff und Knoll, Molkenpauch und wer ir seit, seit mit eur pulschaft vor ungheit ( Venus zu den weibernarren ). fastn. sp. 287, 4 ; der dritt heilig heiszt sand Maulfrank. 540, 12 ; und noch in andenken an den stammnamen: stolze Meichsner, Maulfranken, stumme schwein in Mace…