Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
matta
ō-St.; vgl. Schulte 1993: 268), seit dem 9. Jh. in
Gl.: ‚(Binsen- oder Stroh-)Matte; matta, mat-
tula, psiathium, stratorium‘ <〈Var.: -dd-, -td-,
-tth->〉. Das Wort ist aus spätlat. matta f. ‚Matte,
grobe Decke von Binsen usw.‘ entlehnt. – Mhd.
matte sw./st.f. ‚Decke aus Binsen- oder Strohge-
flecht‘, nhd. Matte f. ‚Unterlage o. Ä. aus gro-
bem Geflecht oder Gewebe aus Binsen, künstli-
chen Fasern o. Ä., (Sport-)Unterlage aus wei-
chem, federndem Material mit festem Überzug
(zur Abschwächung von Sprüngen beim Tur-
nen, als Fläche für Kämpfe im Ringen o. Ä.)‘.
Neben dieser späteren Entlehnung steht auch
eine frühere Entlehnung aus der Zeit vor der
zweiten Lautverschiebung, die in spätmhd. mat-
ze sw.f. ‚Decke aus Binsen- oder Strohgeflecht‘,
nhd. dial. schweiz. matzen f. ‚geflochtene De-
cke, Matte‘, bair. matzen f. ‚Matte, Decke, aus
Stroh, Binsen und dergl. geflochten‘ erscheint.