Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
manierlich
manierlich
Manier f. ‘charakteristische Art und Weise, Gewohnheit’, Plur. ‘Umgangsform(en), Benehmen’, mhd. maniere ‘Art und Weise, Betragen’, entlehnt aus gleichbed. afrz. maniere (frz. manière), einer Substantivierung der femininen Form des Adjektivs afrz. manier ‘mit der Hand gemacht, geübt, geschickt, gewöhnt’, hervorgegangen aus lat. manuārius ‘zu den Händen gehörig, handlich, passend’, abgeleitet von lat. manus ‘Hand’. Seit dem 17. Jh. steht Manier (dem Frz. folgend) für den ‘typischen Stil’ eines Künstlers und, besonders im Plural, für ‘gutes gesellschaftliches Benehmen’. – manierlich Adj. ‘wohlerzogen, anständig, höflich’ (Ende 15. Jh.). manieriert Part.adj. ‘einen besonderen, einen eigenen Stil aufweisend’ (18. Jh.), dann (entsprechend frz. maniéré) ‘unnatürlich, gekünstelt’ (19. Jh.).