Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
mancher
mancher
mancher manch Indef.pron. zur Angabe einer unbestimmten Anzahl aus einer größeren Menge, ‘der eine oder andere, einige, etliche’, ahd. manag (8. Jh.), manīg (8./9. Jh.), mhd. manec, manic, menic ‘viel, vielfach, vielgestaltig, manch’, asächs. manag ‘viel, manch’, mnd. mannich, mennich, mnl. mēnich, man(n)ich, mennich, nl. menig, aengl. manig, monig, mænig ‘viel’, engl. many ‘viele’, anord. mangr ‘manch’, schwed. mången, got. manags ‘viel’ (germ. *managa-) lassen sich vergleichen mit aslaw. mъnogo, russ. mnógo (много) ‘viel’ und air. menicc ‘häufig, reichlich’. Daraus läßt sich ie. *menegh-, *monegh-, *monogh- und (für das Slaw.) ie. *mₒnogh- ‘reichlich, viel’ erschließen. Das alte Adjektiv, dessen Bedeutung ‘viel’ das zugehörige Substantiv Menge (s. d.) bewahrt, geht bereits früh in pronominalen Gebrauch über, der im Frühnhd. vorherrschend wird. Schreibung mit ch, in mhd. Zeit zuerst im Md. auftretend, wird im Nhd. (von Luther gestützt) zur Regel, seit dem 15. Jh. auch im Inlaut (mancher). Ursprüngliches -g bleibt erhalten in mannigfach Adj. ‘vielfältig’, spätmhd. manecvach, und mannigfaltig Adj. ‘vielfältig’, ahd. managfaltīg (10. Jh.), manīgfaltīg (um 1000), mhd. manecvaltec, auch ‘ungleich, unbeständig’. – manchmal Adv. ‘hin und wieder, gelegentlich’ (16. Jh.).