Mäuerer Rhfrk
maiərə, mairə(r), –ęi- [Wend vielfach, Meis, Kreuzn, Saargeb.
mǫuərər, meist hier aber
Steinmetz]; Mosfrk
męirər, –ei- [u.
męiərər, meirərər; Bitb-Rittersd daneben
-ou-; Bitb-Preist
mourər u.
mēərər; Wittl-Bergw
meiənər; Seinsf
meijănər; Koch-Büchel Hauroth (u.
-ǫuj-)
męijərər, dies auch Goar-Manub, Simm-Frankw Leideneck; Koch-Kliding
męiərt; Altk-Fischbacherhütte
mywər; Neuw-Altenbg
myrər u.
mȳər; Neuw vielfach
męiər, –y-, –øy-, dies auch im nicht entrundenden Teil an der Ahr; Trier-Beschd Farschw Orenhf (
mEjənər); Bitb-Dudeld Pickliessem SThomas, Prüm-Zendschd, Daun-Lissing, Bernk-Neunk
męiərnər; Bitb-Speicher
mEărənər; Saarbg, Trier (wo nicht
Steinmetz), an der uMos von Bernk an u. May, Daun, Aden, Ahrw u. Neuw vielfach
mǫurər, –ou-, Pl.
-ęi-, –ei-; Altk-Brachb
-ǫuw-; Breitschd
mǫuər; Aden-Borler
mourər, Pl.
møyərər; Altk-Steineb
myrər, Pl.
-ǫu-]; Siegld
mīərər; sonst
mȳrər [Prüm-Elcherath, Schleid-Lommersd Sistig Üdelhv, Gummb-Schöneborn Stromb, Remschd, Neuss-Stürzelbg, Erk-Elmpt, Mörs-Asbg, Dinsl
-ū(ə)r-; Gummb-Marienhg, Heinsb-Wassenbg
-ūr- u.
-ȳr-; Schleid-Engelgau, Heinsb-Schleiden
mȳə(r); Heinsb-Althaaren Haaren, MGladb-Schiefbahn Viersen, Kref, Kemp, Geld-Hinsbeck Herong
mȳərdər] Allg. [doch Saar, Trier w. Stdt, Bitb
Steinmetz(er); Klevld
mętsələr]; Pl. wie Sg., doch Rip auch
-rərə(r); Selfk
mȳrə(r)š m.: 1. wie
nhd. (verächtl.
Dreckschwalbe, Frasen-, Maimürer, Leihmjäb, Klatschmann, Plästermann, –krämer, Speismöppel, –ratz) [Geräte des
M. s. bei
Aufständel, Durchwurf, Fugeisen, Glitschbahn, Hammer, Klammhaken, Klembrett, Mandel (Korb),
Mutzholz, Plästerbrett, Preil, Reihe, Schachelrute, Schleiberbrett, Senkel, Speisback, –bütte, -hacke, –kratze, –mulde, –pfanne, –trog, –vogel, Streichbrett, Traufel, Vogel, Wasserwage, Zweispitz]. RA.:
Klätsch, minge Mann es M.! MülhRh-Vilkerath.
De sieht aus wie e M. Nahe.
Den hot en Apdit wie'n M. Daun.
De lo schafft bal su flott wie e M. die
M. sind wegen ihrer Trägheit verrufen Bitb-Wiersd.
Er schmiert (die Butter so dick)
wie e M. Birkf-Idar.
Mann, dir schmert got, hatt de Frau iwer den M. gesät, do hatte awwer gesät: dröm han mech och de Leit su gern Westerw.
Et es nicks, wat iweg (ewig)
hält, sagt der M., du fel (fiel)
em der Kellder en, wie er grad ferdig wor Geld. Der
M. zum Bäcker:
Wat ek make, dat kann sek noch no langen Johren siehen loten; äwer, wat du macks, wo blift dat? Besüh (besieh)
dat ens no drei Dagen; dat es Scheisse! Gummb-Berghsn.
E eahrlicher Meller, e flessiger M. on e Affegot, de noch kein Process verloarn hat, dat sin Seldeheide Siegld.
Kalk, Sten on Branndewin, wat et letzte gefrogt es, moss et iərschte hei sen! Wahlspr. der
M. SNfrk (o. O.).
De Tirk feiert de Freidag, de Jud de Samsdag, de Krist de Sonndag un de M. seine bloən Mondag Bernk-Bollenb.
Wenn de M. schwitze, is ebbes passiert Rhfrk.
Wenn e M. springt, dann rent's (regnet es) Kreuzn.
Jo, die anner Woch, wenn de Hirschfelder (Bernk-Hirschf)
M. komme! abschl. Antw., um einen hinzuhalten Zell-Raversbeuren.
Drei M. sind vier Ferken machen viel Schmutz Sol-Burschd.
De M. sin Lumpe, drum gebt's er so viel, versaufe de Hamer un kloppe mem Stiel Meis-Medard.
De M. sin an hen geweəst von einem bisher schwächlichen Jungen, der nun gutes Aussehen zeigt u. kräftiger wird Malm-Bütgenb. Das magere Stück Vieh
hat der M. gehat Monsch-Kalterherbg.
Em Summer (es dem M.) ken Fläsch Wing (Wein)
ze (su) dür (teuer)
(se konnen se bezahle), em Wengkter ken Kusch (Kruste)
Brut ze (su) hart (se k. se knage) Eusk-Billig, Eif, Kreuzn.
De Hammer oggert (eutert),
dann behält mer kene M. mih gesagt im Frühjahr, wenn die
M. die Winterarbeit verlassen, um wieder an ihr Handwerk zu gehen Prüm-Burb.
De M. sitt (sieht)
mer et lefs (liebsten)
op de Röck wegen ihrer Ungehobeltheit, des vielen Schmuzes u. der hohen Kosten wegen Rip, Allg.
Gott bewahr us vor deirer Zeit, vor M. un vor Zimmerleit! Bernk-Bollenb.
Der leve Gott bewahr mich alle Zick (Zeit)
för Zemmer-, Schmidan Mörerschlück (-leute)
! Köln-Stdt. — Rätsel.
Wer es am sau(w)erste, e Neərsch (Näherin)
oder de M.? De M. wäscht sei Hänn, eh e an den Desch gäht, un de N., wenn se von dem D. g. Bernk-Wederath. — Volksbr. Wenn früher (bis 1890) die oberg. Männer im Frühjahr ins
Muərlangd (ins NBerg) gemeinsam zum Häuserbauen zogen, mussten die Neulinge ihre Brust blank machen u. bekamen einen
Rifkuken draufgelegt u. mussten schwören,
nü bi der Mürerarbet te schweten (schwitzen). — In Zs.
Mürə(r)sch Arbeit, — Handwerk, — Gereiden (Gerätschaften), —
Löck (Leute), —
Meister, — Werk Rip, Nfrk;
Mäuresch Fluh blauer Flecken auf dem Fingernagel des
M., infolge eines Schlages Ahrw-Brohl;
ne Stein so klein wie en Fus (Faust)
mer kann bruche för en Mürersch Hus das Haus der
M. ist oft sehr notdürftig gebaut Köln-Stdt;
en Murersch Dagluəhn ömgebroch weəre scherzh. ganz langsam umgebracht werden Erk-Elmpt. — 2. übertr.
Mürer verächtl. die Bewohner der Ratinger Mauer Düss-Stdt (veralt.).