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mähen II

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Eintrag · Rheinisches Wb.

mähen II

Bd. 5, Sp. 735
mähen II das Wort ist allg. (s. u. die Bemerkung zu hauen), u. zwar Rhfrk mEə, –ēə, –Ejə; mosfrk. Saar mE:n [Saarbg vielfach -e·i.-]; sonst WMosfrk in Trier bis Bernk, Wittl, Bitb, SPrüm mī·ə.n, mī:jən, –ij-, dou mis, hE mit u. miχt, Part. gəmit, –miχt; Prüm-Harspelt hE mikt]; sonst Mosfrk mE·ə., mE:jə, ər mE:χt, –št [Neuw mēə, –ē·ə., –E:jə; Altk um NFischb mE:n, zur Sieg hin mE:rə]; Siegld mE; OBerg mEjən, mErən [Waldbr-Obernau -dən]; NBerg męiən; Rip mE:nə –ī·ə.-, mī·ə. [in Dür vielfach, Jül-Fronhv Langend, Aach-Schevenhütte -ī:d-; Dür-Langerwehe mī:dənə, Part. jəmī:t; Bo - Rösbg mī:lə; Malm mī:jə]; SNfrk mī·ə., hE mī:t, –e-, Part. jəmī:t, –e-; Klevld mEən, hę mEt schw.: 1. Gras, Klee, Getreide m., doch nur mit der Sense (mit der Sichel, Krumme afmachen, krauden) [indes in grossen Geb. ist m. je nach dem, was gemäht wird, in der Anwendung beschränkt, so wird im rip., nfrk. Geb. des Sicht, der Schlagsense, nur das Gras, der Klee mit der Sense gemäht, das Getreide gehauen; in Schleid-Kall Heistert Gras m., Klee haue, Getreide schnegge; Freiling: Getreide haue, Hafer op Gemadder m.; Ahrw-Kirchsahr: Gras schneide, Klee m., Getreide haue u. afm.; in Dür-NZier: kleinen Hafer rözen; im rhfrk., mosfrk. Geb. der Flause, Räff, der Korbsense: Gras, Klee, Hafer m., Roggen, Weizen ab-, losmachen, beimähen, bei-, enhauen, widermähen, –hauen, ausserdem flausen, flitschen, flutschen, (wirrer)plätschen; mit der Sichel schneiden; gelagertes Getreide schroden; Gras, Klee niederm., Getreide beihauen Wend-Oberk; kleinen Hafer, Gerste bei-, niederlegen, -machen, herausmähen (Trier-Clüsserath Pluwig), beischeren, werfen, aus-, herauswerfen, ausheben, ausschüdden, of de Gang werfen (schmeissen)]; Neuw-Harschl, Altk m. mit der Sense, schneiden mit der Sichel, hauen mit der Häpe; Altk-Wissen: Gras, Hafer m., Klee, Getreide schneiden; Altk-NFischb: Gras m., Getreide schneiren, Hafer hauen; in Neuw (Rhein): Gras, Klee wegm., Getreide widderm.; in Jül vielfach: Gras, Klee hauen, Getreide m.; in der Selfk Gras, Klee m. (mit der grossen Sense) oder afduəhne, Getreide mit der Schlagsense sechten; in NWErk, WKemp, SWGeld, Mörs, MGladb-Giesenk Steinforth Viersen, Neuss-Heckhv, Dinsl-Gahlen: Gras schniə, Getreide m. (haue, sechte, in Mörs auch afkloppe); in Mörs-Labbeck: m. für jede Art, aber auch Getreide sechte u. seisse (sensen), letzteres auch Klev-Hönnepel; in Grevbr-Hochneuk: Gras schniə, Klee haue, Getreide m.]; im Rip in Ahrw-Vettelhv, Rheinb-Wald, Eusk (durchweg), Bo (vielfach), Köln, Bergh, ODür, Jül-Calr Hamb, Grevbr-Evinghv Kuckum Ökoven, Neuss-Delhv Horrem Rommersk Stürzelbg Zons, Sol-Gieslenbg Leverkusen Monh Opladen, MülhRh-BGladb Holweide, Sülzt fehlt das Wort m. durchaus, dort wird Gras u. Getreide gehaue [allg. ist diese Unterscheidung nach Einführung der Mähmaschine im Verschwinden; mit dieser wird jede Art gemäht (bei Getreide auch gebindert; s. d.)]. — Vor dem M. des Grases wird die Grenze zur Nachbarwiese hin bezeichnet dadurch, dass man den Streifen von Grenzstein zu Gr. niedertritt, indem man mit dem einen Bein schleifend die Grenze einhält, et Mol, et (de) Scheid, de Fur (Furche), de Term, de Pöhl afgohn, aftredden, opgohn, opmachen, opstechen (mit Eichenzweigen), et Mol afschleifen, opschl.; en Schleif machen; de Wies aus-, abgehn (oftreden); de Wad treden, de Mähd tr.; Parsseele make (aftreje), Blöck make (s. d. W.); derjenige der firmeht, seine Wiese zuerst mäht, hat das Recht, die Mähd (Wad) mitzumähen WMosfrk; wer et iərscht miəht, dem gehürt de Fur; wer et les m., der kick derdur Erk-Bellinghv; dat M. werd gestallt eröffnet, durch Gemeindebeschluss Hunsr. — Bei liegendem Gras muss man fluppen, schuppen, schruppen (s. d. W.). — Wer de Wies (et Gras) schlecht (plackig, net nieder, net sauber, blank, rein(lich)) mäht, der strippt (schrappt, roppt, struddelt, sträuft (nur drüvver), stoppelt), löt et Gras langk stohn, lässt Putschen (Spielmänner, Strupperten, Struvve, Hauschore, de Stömp) stohn, mäht (macht) Strippen (Struppen, Bart, Kämm, Trappen), macht Stoppeln, mäht hodderig (franselig, rauh, struppig, struwwelig), hot geroppt gemäht Simm-Ravengiersbg, Sieg-Fussh, — hat gegängt (gebänkt, gekatscht, geköppt) (s. d. W.), — hat et net hart gehollt Prüm-KlLangenf, — hät et Gras gekämmp Bergh-Blatzh, — hät wie en Sau gemähnt Sieg, — het et Gräss afgeplöckt Rees, — hat et Gras los gemihnt Malm-Weywertz, — hat net usgehauen Malm-Amel, — mäht, dat mer gleich Grumet kann m. Zell-Enkirch, — miht för Heu on henge (hinten) Grommet Monsch-Zweifall, — mout (muss) en Böckelchen hinger sek han Gummb-Lantenb, — hat de Wolf gehollt wenn die Sense nicht gut schneidet, so dass er aufhören muss Prüm-KlLangenf. — Dat Gras (de Wies) mäht sech gut (nit g., schlecht, bös) Allg. — Op den Trog m. nicht viel m., nur etwa in der Nähe des Hauses, damit die Kuh etwas Futter im Trog hat Gummb. — Wann't net daut, mäht et net Koch-Leienkaul. Den Dau hölft m. Trier-Mehring. Wenn et rent (regnet), mäht mer, on wenn de Sunn scheunt, mächt mer Hei May-Kollig. Em nasse Weər moss mer m., dat mer em gode W. Heu ka mache Jül-Daubenr. Mer moss m., wann et rent, dann hat mer et af, wann et drögt Malm-Amel. Wammer em jongen Lecht mäht, dann stöft et (staubt es) Altk-Birken. Es Gehansdag do, es det M. no (nahe) Wittl. För sent Jann mähjt Jann en alle Mann, no s. J. mähjt, wej m. kann danach ist es höchste Zeit, die Wiese zu m. Rees, Klev, Eup-Herbesth. Gut gedängelt (die Sense geklopft) es half gemähjt Klev. — Scherzfr.: Wu get Hei (Heu) gemiht? Antw.: Iweral get Gras g. Trier-Gilzem. Wann werd H. gemäht? H. werd net g., nore Gras Nahe. — Vom Getreide m.; es wird zum stehenden Mäher hingemäht, während Gras vom st. M. fortgemäht wird. Wemmer mirer Kapp iwer die Hawer schläht un die Sprau fihrt, is et Zeit zum m. Simm-Laub. Kalt m., def (tief) siən (säen), broch de Bauer de Scheier net zu hihen (erhöhen) Prüm-Willwerath. Wen neist sitt (sät), den neist mitt (mäht) Trier-Schleid; wen neist micht, den n. zerbricht Mehring, Köln (wer got schmert, de got fährt), Eup, Klev, Rees. De fruhch säjt, de fr. mähjt Geld-Kevelaer. — De Äppel logen onger'm Bom wie gemähnt so dicht wie gemähtes Gras, se sen gefalle wie g. Sieg, Allg. — 2. übertr. die Hinterfüsse beim Gehen nach auswärts werfen, von den Kühen, de Kuh mäht (met den Hennerbän); wie solche Kühe gehen, vom Menschen, der mäht beim Gehn; wie der mäht! Rhfrk, Mosfrk, Rip, Berg, Klev-Goch. — Abl.: die Mäherei, dat Gemäh(ts) das schlechte M., das Gemähte.
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Cotta, M. (2026). „maehenii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/maehenii/rhwb?formid=M00478
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Cotta, Marcel. „maehenii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/maehenii/rhwb?formid=M00478. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „maehenii". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/maehenii/rhwb?formid=M00478.
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