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Lunen

mhd. bis Dial. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
12 in 11 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Lunen

Bd. 5, Sp. 612
Lunen das Wort ist nach Wk. V 11 Rhfrk, Mosfrk, Rip u. in einigen Belegen ins SNfrk hineinreichend, u. zwar Rhfrk lūnə m. Sg. u. Pl. [-ā- Kreuzn-Braunw; -ō- vielfach, z. B. Kreuzn-Dalbg Dörreb Genh Gutenbg Hargesh Langenlonsh Laubenh Mandel Sobernh Sponh Schweppenhsn Spabrücken, Meis-Desloch Hoppstädten Jeckenb Schweinschd, Wend vielfach (u. līnχə, –ē-), Ottw-Fürth Kohlhf Lautenb Münchwies Wiebelsk Stdt; vielfach an der Nahe lūn m., Pl. -nə; lon Kreuzn-Roxh; luxə Kreuzn-Waldlaubersh]; Ottw, Saarbr lūnə u. -u- m. Sg. u. Pl. [lun Saarbr-Guichenb]; der rhfrk. Hunsr lūnə, –u- f. Sg. u. Pl. [lūn f., Pl. -nə Simm-NChumbd; lun Manneb Schnellb; lūn Goar-Beulich Weiler; -u- Buchholz Dommershsn Dellhf Macken Salzig; -ō- NGondershsn u. lōnə wie in Rheinbay Trechtinghsn]; Saarl, Merz, Saarbg, trier. Hochw lu·n.ən m. Sg. u. Pl. [lu·n. Saarl-Düren Differten (f.), Saarbg-Beuren Helfant Kelsen Kirf Köllig Nittel Onsd Palzem Rommelfang, Trier-Crettnach Cönen Lampaden Mesenich Wintersd]; Mos in Trier bis Bernk u. in Wittl, Bitb, SPrüm lūnən m. Sg. u. Pl. [-ō- Trier-Thörnich Zemmer; -ø- Reinsf; lū:n Bernk-Lieser Gornhsn; lu·n.ən, –o- im Teile des Hochw; lu·n.ən Wittl-Bausend Kindel Kinderbeuren Krinkhf OÖffl Reil; -ō- Altrich Binsf Bombogen Dodenbg Dreis Esch Eisenschmitt Gransd Heidw Lüxem Manderschd Pantenbg Platten Pohlb Seinsf; -ou- Arenr Bergw Bruch Rivenich; lō:n OKail; lu·m.(ən) Eckf; lu·n.ən Bitb-Ehlenz; -ō- Beiling Herforst Preist Speicher; -o- Seimerich (u. -ø-) Nasing Auw; -ou- Messerich; lū:n Dockend NWeis Wolsf; -u- Ferschw; lu·m.ən Obersgegen Roth; -o- Outschd; lo·m. Betting Gemünd Halsd Holsthum Koxhsn Neuerbg Nusbaum OGeckler Rodershsn Schankw; -u- u. -i- Körperich Roth]; Zell. Koch, Kobl, May, Daun, Prüm lu·n.ə(n) m, (seltener f.) Sg. u. Pl. [lūnə, –ō- Zell im Teil des Hunsr; lu·n. Liesenich; lu·m. Tellig; nu·n.ə Beilst; lu·n. Koch-Weiler (u. lu·n.t); le·n.ə u. le·l.ə Ernst; le·n.ə Kobl-Horchh; le·n. Stdt; no·n. Pfaffend; lø·n.ə May-Kell; lu·n.əf SJohann; lu·m.ə Ditschd; Daun hat lu·n.ə(n) u. -o-; lø·n.ə Schönb; -ū- Demerath; -ō- Deudesf; lu·n. Bernk Brück Gees Heyroth OEhe Pützborn Üxh Tettschd; -ū- Esch OBetting; -o- Kirchw; Prüm lu·n.ən u. -o-; -ū- Balesf; lu·n. m. Ormont Plütschd Schüller Steffeln; -o- Auw Brandschd Hallschlag Lüneb Olzh Plütschd Radschd Reuth Roth Schlausenb; -ø- Stadtkyll; lu·ŋ. Dackschd; -o- Schwirzh (f.); lo·ŋ.ən Pronsf; lu·m.ən Laschd Olmschd; lu·m. Falkenauel Masthorn Sevenig; -o- Binschd Heckhalenf Irrhsn Jucken Lichtenborn Mauel Waxw; -ø- Leidenborn]; Malm lo·n. f., Pl. n.ə Bülling Schönbg; lōm m., Pl. l:m Herresb Schoppen Lengler Vith Wallerode; lo·u.m Grüffl Hinderhsn; lo·m. Lommersw; lō:n Bütgenb; lo·ŋ. Bracht; Rip lrhn. von NPrüm, NAden an lo·n. m., Pl. lo·n.ə u. lø·n., gern Demin. lø·n.χə [ly·n. Sg. Aden-Arft Kaltenborn; -ø- Müsch Wimb, Schleid-Heimb Schmidth, Ahrw-Ringen Remag, Rheinb-Houverath, Eusk-Dorw Enzen Stdt, Bo-Kardrf, Bergh-Grefr, Dür-Kelz Nörvenich, Jül-Gevelsd Röding Tetz Titz, Aach-Orsb Merkst; -ō:- Jül-Müntz; lø·n.ər Aden-Siebenb; lo·ŋ.k Schleid-Kall; lu·ŋ. Jül-Pattern]; Eup-Stdt lǫ·n.ə; das SNfrk hat lø·n. m. Erk-Körrenz (-:-) Pesch (-y-) Rurich; -y- Geilk-Gangelt Kreuzr (-ȳ·ə.-); -ū·ə.- Süggerath Würm; -o- Loverich Puffend; -ø- Heinsb-Hillensbg; -:- Millen; -y- Wehr (f.); lø·ŋ.əl m. Schafhsn; lø·n. m. MGladb-Stdt; -y- Grevbr-Belmen Delhv Garzw Orken, Neuss-Strabg Laach; rrhn. hat Neuw lø·n.ə(n) im kurköln. Teil [lø·n. Jungeroth; -y- Buchholz Kasb]; das benachbarte Altk ly·n.ən [ly·n. Almersb Seifen; -u- Horhsn; lōnə Elkenr]; Sieg, MülhRh lø·n., –y- m., f. [lu·n.ən OLar Süchterschd]; dazu noch lȳ·ə.n Waldbr-Dattenf; lu·n. Sol-Gieslenbg; lønšə MülhRuhr-Ickten. — Von einschl. Prüm, NDaun, NMay u. von Neuw (kurkölnisch) an verstreuen sich Formen mit -t, u. zwar luntə m. Sg. u. Pl. Prüm-Stdt; -o- Elchr; lunt Schönfeld; -o- Hallschlag; -ou- Wawern; lont Schleid-Baasem Freiling Kronenbg; -u- Ripsd; -ø- Marmag Mülh; løntə Lommersd, Daun-Feusd; lunt OEhe; -ø- Hillesh; -y- Lissend; lunt May-N u. OWeiler Wehr, Aden-Arembg Dorsel Insul; -o- Liers Lind Pitschd; -ø- Stdt; -y- Barw Kirmutschd, Ahrw-Kripp Vinxt; -ø-, –- OWinter Bodend Bengen Coisd Calenborn Neuenahr Vettelhv Walporzh Westum; -o-, –ǫ- Altenahr Hepping Remag Waldrf; -u- Gelsd Sinzig; luntə Bachem; -o- Dernau; lontərə Gelsd; lont Monsch-Höfen, Eusk-Merzenich; -ø- Commern Vernich; løntχə Gymnich Herrig; lont Rheinb-Buschhv Ersd NDrees; -u- Rupperath; -ø- Adend Merl; løntχə Queckenbg; lont Bo-Keldenich Pissenh; -ō- Brenig Walberbg; -u- NBachem; løntχə Duisd Buschd Pützchen Rösbg SchwarzRheind; -o- Lessenich; lunt Köln-Hücheln Hürth; -ø- Sürth; løntχə Grembg Rondrf; lont Bergh-Berrend Heppend; -u- Bottenbr; -o- Dür-Arnoldsw Girbelsr NZier Sievernich; -ø- Poll; loŋkə Gürzenich; lunt Jül-Gereonsw Hamb; -u- Laurensbg; -o- Aach-Merkst Breinig; -ø- Vorweiden; -u- Schevenhütte, Geilk-Würm; -y- Ütterath; -o- Baesw Immend; rrhn. -u-, –y- Neuw-Linz; -ø- Ockenfels, Sieg-Bergh Ranzel Scheiderhöhe Spich; løndə Honnef; løŋk NCassel; lønt MülhRh-Langel; -øy- Katterb; løntə Urb, Gummb-Berghsn. — In Trier, Wittl dazu noch ludən m. Sg. u. Pl. Trier-Waldw; -ū- Olewig; -ō- Wittl-Gipperath; s. noch Lünning, Lünse m. (besonders die Formen ohne -ən neigen zu f.): 1. der Nagel, der durch die Spitze der Achse gesteckt wird, damit das Rad nicht herausfalle, Lünse; et os e Rad ausgangen, mer hatten en L. verlor Daun, Allg. [auch lünsenartiger Nagel, der die Schütz-, Kopfbretter des Wagens festhält, eiserner Zapfen in der Deichsel, gegen den sich das für die beiden Zugtiere gemeinsame Joch legt Nahe; wo RRip die Lünse Lömmel oder Piddel heisst, ist die L. das Loch in der Radachse zur Aufnahme des Stiftes, so Sieg-Scheiderhöhe]. RA.: De Kar (et Rad) schleht op de Lönen die Achse passt ausgezeichnet in die Nabe, dass ein eigentümliches Geräusch entsteht, als gutes Zeichen gedeutet; der Mutz (irdene Mutzpfeife) geht got op de L. zieht gut Erk-Körrenz, Eusk-Dirmerzh. Emes in de Lön fahre jmd. in die Quere kommen Heinsb-Millen. — 2. übertr. a. sachl. α. lǫ·n.ə Pl. grosse Flügel, Schlagfedern der Tauben Eup. — β. lu·n. irdene Mutzpfeife Köln-Sinthern. — γ. lūnə Gescheine der Trauben, junger Sprössling Zell-Trarb; s. Lode. — δ. lūnən wurstähnliches Gebilde Trier-Stdt. — ε. lūnə Samenkapsel der Herbstzeitlose Kreuzn-Hennw. — ζ. lūnə Pl. Launen Birkf. — b. persönl. verächtl. lūnə eigensinniger, widerspenstiger, heimtückischer, übelwollender, boshafter Mensch Nahe; gedrehder L. Mensch, der überall Schwierigkeiten macht u. gegen niemand Wohlwollen hegt Birkf-Idar; gereihder L. Kreuzn-Oberhsn; alder Lunnen alter Junggeselle Saarl-Bilsd.
6822 Zeichen · 181 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    lûnenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    lûnen swv. ib. part. gelûnet, gelaunt j.Tit. (5001) ; sich wechselnd gestalten ib.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    lunen

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    lunen, sw. v. = allunen, mit Alaun gerben.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Lunen

    Campe (1807–1813)

    Lunen , s. Lullen II ).

  4. modern
    Dialekt
    Lunen

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Lone n , Lune n , Liene n [Lónə, Lûnə S. bis Dü. ; Lòanə Dollern ; Lyùnə M. ; Lón Su. ; Lûn Horbg. ; Liènə Mü. St. Mäder…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lunen

21 Bildungen · 19 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

lunen‑ als Erstglied (19 von 19)

Lunennagel

SHW

Lunen-nagel Band 4, Spalte 441-442

Lunen+bohr

PfWB

lunen·bohr

Lunen +✝ -bohr n.? : 'Bohrwerkzeug'; vgl. Bohr . a. 1750: 1 lohnenbohr [Kurpf. 940-942 (KU-Einöll)]; a. 1767: Ein Dengel Hammer Lohnen und S…

Lūnenfechter

WWB

lunen·fechter

Lūnen-fechter m. [ Unn Hellweg Bür MSauerl KSauerl] 1. launische, launenhafte Person. — 2. wählerische, mäkelige Person ( Arn Ah).

Lunenknopf

RhWB

lunen·knopf

Lunen-knopf lūnəknǫp, meist Pl. -ęp Kreuzn-Simmern , Bernk-Rhaunen m.: Samenkapsel der Herbstzeitlose.

Lunenkopf

PfWB

lunen·kopf

Lunen-kopf m. : 'Kopf des Achsnagels', Lonekopp [ Klein Wag. 109]. —

lunenloch

Lexer

lunen·loch

lunen-loch stn. achsloch. columbar Dief. n. gl. 102 a . lanen loch Voc. 1482.

Lunennagel

RhWB

lunen·nagel

Lunen-nagel (s. S.) lōn- Malm-Weywertz ; lø·n.(ən)- Sieg m.: Lunen 1.

Lunenscheibe

PfWB

lunen·scheibe

Lunen-scheibe f. : 'Scheibe zwischen Radnagel und Rad in der Radbüchse', -scheib [ KU-O'alb ], Lahne- [ KL-Fischb ]. Rhein. V 616 .

Lunenseil

RhWB

lunen·seil

Lunen-seil (s. S.) lu·n.ən- Saarl-Büren Itzb n.: deutsche Waldrebe, clematis vitalba.

Lunenvagel

MeckWB

lunen·vagel

Lunenvagel m. dichterisch Laune: Bi di flüggt ümmer hen un her Dei lurig Lunenvagel Seem. Bew. 41.

Lunenweck

RhWB

lunen·weck

Lunen-weck lūnə- Birkf-Algenr Kirnsulzb OWörresb m.: -knopf (s. o.).

lunen als Zweitglied (2 von 2)

allûnen

MNWB

allûnen , swv. , 1. mit Alaun gerben.

sallunen

MNWB

sal·lunen

salûn(en)māker , -mēker (sallunen-) , m. , Hersteller von salûnen.