Lunen das Wort ist nach Wk. V 11 Rhfrk, Mosfrk, Rip u. in einigen Belegen ins SNfrk hineinreichend, u. zwar Rhfrk
lūnə m. Sg. u. Pl. [
-ā- Kreuzn-Braunw;
-ō- vielfach,
z. B. Kreuzn-Dalbg Dörreb Genh Gutenbg Hargesh Langenlonsh Laubenh Mandel Sobernh Sponh Schweppenhsn Spabrücken, Meis-Desloch Hoppstädten Jeckenb Schweinschd, Wend vielfach (u.
līnχə, –ē-), Ottw-Fürth Kohlhf Lautenb Münchwies Wiebelsk Stdt; vielfach an der Nahe
lūn m., Pl.
-nə;
lon Kreuzn-Roxh;
luxə Kreuzn-Waldlaubersh]; Ottw, Saarbr
lūnə u.
-u- m. Sg. u. Pl. [
lun Saarbr-Guichenb]; der rhfrk. Hunsr
lūnə, –u- f. Sg. u. Pl. [
lūn f., Pl.
-nə Simm-NChumbd;
lun Manneb Schnellb;
lūn Goar-Beulich Weiler;
-u- Buchholz Dommershsn Dellhf Macken Salzig;
-ō- NGondershsn u.
lōnə wie in Rheinbay Trechtinghsn]; Saarl, Merz, Saarbg, trier. Hochw
lu·n.ən m. Sg. u. Pl. [
lu·n. Saarl-Düren Differten (
f.), Saarbg-Beuren Helfant Kelsen Kirf Köllig Nittel Onsd Palzem Rommelfang, Trier-Crettnach Cönen Lampaden Mesenich Wintersd]; Mos in Trier bis Bernk u. in Wittl, Bitb, SPrüm
lūnən m. Sg. u. Pl. [
-ō- Trier-Thörnich Zemmer;
-ø- Reinsf;
lū:n Bernk-Lieser Gornhsn;
lu·n.ən, –o- im Teile des Hochw;
lu·n.ən Wittl-Bausend Kindel Kinderbeuren Krinkhf OÖffl Reil;
-ō- Altrich Binsf Bombogen Dodenbg Dreis Esch Eisenschmitt Gransd Heidw Lüxem Manderschd Pantenbg Platten Pohlb Seinsf;
-ou- Arenr Bergw Bruch Rivenich;
lō:n OKail;
lu·m.(ən) Eckf;
lu·n.ən Bitb-Ehlenz;
-ō- Beiling Herforst Preist Speicher;
-o- Seimerich (u.
-ø-) Nasing Auw;
-ou- Messerich;
lū:n Dockend NWeis Wolsf;
-u- Ferschw;
lu·m.ən Obersgegen Roth;
-o- Outschd;
lo·m. Betting Gemünd Halsd Holsthum Koxhsn Neuerbg Nusbaum OGeckler Rodershsn Schankw;
-u- u.
-i- Körperich Roth]; Zell. Koch, Kobl, May, Daun, Prüm
lu·n.ə(n) m, (seltener
f.) Sg. u. Pl. [
lūnə, –ō- Zell im Teil des Hunsr;
lu·n. Liesenich;
lu·m. Tellig;
nu·n.ə Beilst;
lu·n. Koch-Weiler (u.
lu·n.t);
le·n.ə u.
le·l.ə Ernst;
le·n.ə Kobl-Horchh;
le·n. Stdt;
no·n. Pfaffend;
lø·n.ə May-Kell;
lu·n.əf SJohann;
lu·m.ə Ditschd; Daun hat
lu·n.ə(n) u.
-o-;
lø·n.ə Schönb;
-ū- Demerath;
-ō- Deudesf;
lu·n. Bernk Brück Gees Heyroth OEhe Pützborn Üxh Tettschd;
-ū- Esch OBetting;
-o- Kirchw; Prüm
lu·n.ən u.
-o-;
-ū- Balesf;
lu·n. m. Ormont Plütschd Schüller Steffeln;
-o- Auw Brandschd Hallschlag Lüneb Olzh Plütschd Radschd Reuth Roth Schlausenb;
-ø- Stadtkyll;
lu·ŋ. Dackschd;
-o- Schwirzh (
f.);
lo·ŋ.ən Pronsf;
lu·m.ən Laschd Olmschd;
lu·m. Falkenauel Masthorn Sevenig;
-o- Binschd Heckhalenf Irrhsn Jucken Lichtenborn Mauel Waxw;
-ø- Leidenborn]; Malm
lo·n. f., Pl.
-·n.ə Bülling Schönbg;
lōm m., Pl.
l:m Herresb Schoppen Lengler Vith Wallerode;
lo·u.m Grüffl Hinderhsn;
lo·m. Lommersw;
lō:n Bütgenb;
lo·ŋ. Bracht; Rip lrhn. von NPrüm, NAden an
lo·n. m., Pl.
lo·n.ə u.
lø·n., gern Demin.
lø·n.χə [
ly·n. Sg. Aden-Arft Kaltenborn;
-ø- Müsch Wimb, Schleid-Heimb Schmidth, Ahrw-Ringen Remag, Rheinb-Houverath, Eusk-Dorw Enzen Stdt, Bo-Kardrf, Bergh-Grefr, Dür-Kelz Nörvenich, Jül-Gevelsd Röding Tetz Titz, Aach-Orsb Merkst;
-ō:- Jül-Müntz;
lø·n.ər Aden-Siebenb;
lo·ŋ.k Schleid-Kall;
lu·ŋ. Jül-Pattern]; Eup-Stdt
lǫ·n.ə; das SNfrk hat
lø·n. m. Erk-Körrenz (
-:-) Pesch (
-y-) Rurich;
-y- Geilk-Gangelt Kreuzr (
-ȳ·ə.-);
-ū·ə.- Süggerath Würm;
-o- Loverich Puffend;
-ø- Heinsb-Hillensbg;
-:- Millen;
-y- Wehr (
f.);
lø·ŋ.əl m. Schafhsn;
lø·n. m. MGladb-Stdt;
-y- Grevbr-Belmen Delhv Garzw Orken, Neuss-Strabg Laach; rrhn. hat Neuw
lø·n.ə(n) im kurköln. Teil [
lø·n. Jungeroth;
-y- Buchholz Kasb]; das benachbarte Altk
ly·n.ən [
ly·n. Almersb Seifen;
-u- Horhsn;
lōnə Elkenr]; Sieg, MülhRh
lø·n., –y- m.,
f. [
lu·n.ən OLar Süchterschd]; dazu
noch lȳ·ə.n Waldbr-Dattenf;
lu·n. Sol-Gieslenbg;
lønšə MülhRuhr-Ickten. — Von einschl. Prüm, NDaun, NMay u. von Neuw (kurkölnisch) an verstreuen sich Formen mit
-t, u. zwar
luntə m. Sg. u. Pl. Prüm-Stdt;
-o- Elchr;
lunt Schönfeld;
-o- Hallschlag;
-ou- Wawern;
lont Schleid-Baasem Freiling Kronenbg;
-u- Ripsd;
-ø- Marmag Mülh;
løntə Lommersd, Daun-Feusd;
lunt OEhe;
-ø- Hillesh;
-y- Lissend;
lunt May-N u. OWeiler Wehr, Aden-Arembg Dorsel Insul;
-o- Liers Lind Pitschd;
-ø- Stdt;
-y- Barw Kirmutschd, Ahrw-Kripp Vinxt;
-ø-, –- OWinter Bodend Bengen Coisd Calenborn Neuenahr Vettelhv Walporzh Westum;
-o-, –ǫ- Altenahr Hepping Remag Waldrf;
-u- Gelsd Sinzig;
luntə Bachem;
-o- Dernau;
lontərə Gelsd;
lont Monsch-Höfen, Eusk-Merzenich;
-ø- Commern Vernich;
løntχə Gymnich Herrig;
lont Rheinb-Buschhv Ersd NDrees;
-u- Rupperath;
-ø- Adend Merl;
løntχə Queckenbg;
lont Bo-Keldenich Pissenh;
-ō- Brenig Walberbg;
-u- NBachem;
løntχə Duisd Buschd Pützchen Rösbg SchwarzRheind;
-o- Lessenich;
lunt Köln-Hücheln Hürth;
-ø- Sürth;
løntχə Grembg Rondrf;
lont Bergh-Berrend Heppend;
-u- Bottenbr;
-o- Dür-Arnoldsw Girbelsr NZier Sievernich;
-ø- Poll;
loŋkə Gürzenich;
lunt Jül-Gereonsw Hamb;
-u- Laurensbg;
-o- Aach-Merkst Breinig;
-ø- Vorweiden;
-u- Schevenhütte, Geilk-Würm;
-y- Ütterath;
-o- Baesw Immend; rrhn.
-u-, –y- Neuw-Linz;
-ø- Ockenfels, Sieg-Bergh Ranzel Scheiderhöhe Spich;
løndə Honnef;
løŋk NCassel;
lønt MülhRh-Langel;
-øy- Katterb;
løntə Urb, Gummb-Berghsn. — In Trier, Wittl dazu noch
ludən m. Sg. u. Pl. Trier-Waldw;
-ū- Olewig;
-ō- Wittl-Gipperath;
s. noch Lünning, Lünse
m. (besonders die Formen ohne
-ən neigen zu
f.): 1. der Nagel, der durch die Spitze der Achse gesteckt wird, damit das Rad nicht herausfalle, Lünse;
et os e Rad ausgangen, mer hatten en L. verlor Daun, Allg. [auch lünsenartiger Nagel, der die Schütz-, Kopfbretter des Wagens festhält, eiserner Zapfen in der Deichsel, gegen den sich das für die beiden Zugtiere gemeinsame Joch legt Nahe; wo RRip die Lünse
Lömmel oder
Piddel heisst, ist die
L. das Loch in der Radachse zur Aufnahme des Stiftes, so Sieg-Scheiderhöhe]. RA.:
De Kar (et Rad) schleht op de Lönen die Achse passt ausgezeichnet in die Nabe, dass ein eigentümliches Geräusch entsteht, als gutes Zeichen gedeutet;
der Mutz (irdene Mutzpfeife)
geht got op de L. zieht gut Erk-Körrenz, Eusk-Dirmerzh.
Emes in de Lön fahre jmd. in die Quere kommen Heinsb-Millen. — 2. übertr. a. sachl. α.
lǫ·n.ə Pl. grosse Flügel, Schlagfedern der Tauben Eup. — β.
lu·n. irdene Mutzpfeife Köln-Sinthern. — γ.
lūnə Gescheine der Trauben, junger Sprössling Zell-Trarb;
s. Lode. — δ.
lūnən wurstähnliches Gebilde Trier-Stdt. — ε.
lūnə Samenkapsel der Herbstzeitlose Kreuzn-Hennw. — ζ.
lūnə Pl. Launen Birkf. — b. persönl. verächtl.
lūnə eigensinniger, widerspenstiger, heimtückischer, übelwollender, boshafter Mensch Nahe;
gedrehder L. Mensch, der überall Schwierigkeiten macht u. gegen niemand Wohlwollen hegt Birkf-Idar;
gereihder L. Kreuzn-Oberhsn;
alder Lunnen alter Junggeselle Saarl-Bilsd.