Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
lîban
part.prät. biliban), in Gl. 1,736,23 (Ende des
S1229bilîban 1230
8. Jh.s, alem.); 2,308,59 (Ende des 8./Anfang
des 9. Jh.s, alem.), in der Sam (1,113,24) und
weiteren Gl., I, T, OT, B, GB, MH, O, Oh,
Os, L, TC und MGB:
‚bleiben, zurückblei-, part.prät.
ben, verharren, übrig bleiben, aufhören, ein
Ende haben, wegbleiben, fehlen, sterben;
cessare, deesse, deficere, desistere, destitere
[= desistere], occumbere, remanēre, residē-
re‘
‚zurückgeblieben; residuus‘,
biliban wesan
‚tot sein‘〈Var.: präs. pi-, pl-,
be-; -lip-, -lib-, -leib-, -liu-; prät.sg. -leip,
-leiph, pl. -lip-〉. Bereits im 9. oder 10. Jh.
finden sich erste Fälle für die Elision des
unbetonten Präfixvokals (Gl. 1,622,40: part.
prät. nom.sg.m. blibenar). – Mhd. belîben,
blîben st.v.
‚bleiben, verharren, unterbleiben,, belîben lâzen
unterlassen werden‘
‚unter-, frühnhd. beleiben, bleiben
lassen‘
‚sich auf-, phras. etw. bleiben
halten, verweilen, verharren, beharren, fort-
dauern, übrig bleiben‘
lassen
‚etw. unterlassen‘, nhd. bleiben st.v.
‚einen Ort nicht verlassen, verharren, einen, in präp. Funktionsverbgefügen wie in
Zustand beibehalten, etw. nicht ändern, übrig
sein‘
Verbindung bleiben.