Wossidia MeckWBN
Lewark f. Lerche, alauda arvensis; die
mnd. Lautform lêwerke lebt noch vielerorts: alauda 'Lewerck' Chytr. 375; Pl. 'Lewercke' Gry. Lb. 3, L 1
a; 'de Lewarcke' Schlue 84; Lewahrk Siemss. in Monschr. 3, 630; Lewark Niem. Idiot. 15; Reut. 3, 13; Wu quinkeleert de Lewark schön Bri. 1, 81; De Lewark steg' in 'n roden Abendhimmel Egg. Trems. 7; Wi Wismar@WendorfWend; MaMalchin@GnoienGnoi; Wa; Pa; StaStargard@GranzinGranz; Gü Güstrow@GülzowGülz; SchöSchönberg@WarnowWarn; Mi 50
a;
lęivāk Jac. 1, 50; Kolz 39;
Leiwark Mi 49
a; Wi; RoRostock@DierhagenDierh; Leirk im Eldebogen ö. LuLudwigslust@NeustadtNeust Jac. 2, 151; HaHagenow@LübtheenLübth; Belsch;
Leilk LuLudwigslust@GrabowGrab; PaParchim@BurowBur;
Leink LuLudwigslust@BresegardBres; Lank; AJab; Polz; Schill. Kr. 2, 13
a;
Leij HaHagenow@RedefinRed; Lääsch Ha;
Lierk Ha Hagenow@RedefinRed;
Lark Mi 49
a; Puls Licht 6; Hey. Punsch. 234; LuLudwigslust@LaupinLaup; Lurk H. Schrö
d. Gord. 44; in der neueren Zeit ist Lerch, Lerchen-, auch Leerch in unaufhaltsamem Vormarsch. Ihre Stellung im Volksleben: Jung', stah up, de Lewark piept. Lat s' man pipen — dei hett ok man lütt Ogen, dei kriggt ihrer utslapen as ick GüGüstrow@WarnowWarn; wenn dei Leiwark vör Lichtmissen singt, kümmt sei nah Lichtmissen int Halsisen RoRostock@DierhagenDierh; de Lewark is 'n Lork, je duller dat se schrig't, je duller dat et mig't, de Achternagel (Nachtigall;
s. Me. 1, 34) is de rechte Sommervagel Schill. Nachl.;
vgl. den Spruch des Handwerksburschen: Lerchengesang is Düwelsgesang, aber auf meinen lieben Kuckuck will ich hoffen SchwSchwerin@Klein RogahnKRog; vom Schwerkranken im Winter gesagt: dei hüürt dei Lewark nich wedder singen Pa; vom schlecht gedüngten Acker: de Lewark besingt un bedüngt dat StaStargard@GranzinGranz; dor möt de Lewark messen un de Ritworm plögen Mir; Rda.: lat fleegen, säd' Lehfeld, donn smet he ne dode Lewark in de Luft
V.-H.-Kal. 1879, Aug.; Deutungen des Rufes Wo.
V. 2, 833—57; in Vergleichen: der Magere hett 'n Lif as ne drachtig Lierk HaHagenow@RedefinRed; ne oll Lerch für ein altes Pferd, einen mageren Hammel SchöSchönberg@SchlagsdorfSchlagsd; Aufforderung zum Stechen beim Kartenspiel:
husch die Lerche! RoRostock@Hohenfelde bei DoberanHohenfD. Eine Taxe von 1824 setzt 2 ßl. Schießgeld für eine Lerche im Frühjahr fest Sa. Land.-Ges. 7, 623; andererseits äußerte ein Arbeiter aus WaWaren@FederowFed: wer ne Lerch dot maakt, dee kümmt nah 't Höllenfüer rin Wo.
V. 2, S. 387. Grot Lewark Grauammer, emberiza miliaria Arch. Landesk. 1865, S. 161. Übertr. Lerche Weste (1931) PaParchim@PlauPlau. Zss.: Bom-, Heid'-, Lüd'-, Schit-, Töppel-,
Winterlewark; Ierdleink. FN.
Lewarksbarg. Br. Wb. 3, 59; Dä. 275
a; Da. 126
a; Kü. 2, 307; Me. 3, 462; Schu. 3.