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lehde

nhd. bis Lex. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

lehde f.

Bd. 12, Sp. 537
lehde, f. 11) wüst liegendes stück land; aus dem niederdeutschen bis ins östl. mitteldeutsch vorgedrungenes wort, niederl. leeghde vallis, locus humilis (Kilian), später leegte und laagte niedrig gelegene fläche, niederung; niederd. legte niederung, eichwald (niederd. sprichw. 89b); neufries. leegte, laagte Epkema wb. 264; nordfr. dat läiged, läiget die niederung Bendsen 8; ob auch ein von Dietrich in Haupts zeitschr. 13, 28 aufgewiesenes ags. læð gut, grund und boden hierher gehört, ist zweifelhaft. das stammwort ist das sp. 58 aufgeführte läg, niederd. leeg und laag niedrig, dessen guttural in der ins hochdeutsche gekommenen form lehde schwand, in einer nebenform leide sich vocalisirte. läden heiszen bei den landgütern, wüst liegende aber doch brauchbare plätze. Frisch 1, 563b; laite, leide oder leede, heiszt ein ungeschlachtes wüstes und ungebaut - liegendes stücke land, welches keinen nutzen trägt. oecon. lex. (1731) 1358; ledden oder lehden heiszen die wüsten triftrasen und anger an hohen orten vor denen hölzern; welche ledden mit kurzen, scharfen magern gras und grind unter einander überzogen sind. Heppe leithund 90; das thal verbreitet sich und alle leden sind wo möglich zum feldbau umgearbeitet. Göthe 43, 147; Vandaliciens versengte leeden. Gökingk 3, 113. 22) ein anderes wort ist niederd. lehde, leede, lede lagebalken am gebäude, worauf die ständer gesetzt werden, schwelle (vergl. Schütze 3, 18. 19); aus legede, das was gelegt wird, entstanden. 33) noch anders für letten (s. d.): das gerippe lag 6 fusz tief auf thon oder leeden zerstreut. bei Göthe 55, 301.
1612 Zeichen · 31 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Lehde

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Lehde , plur. die -n, in der Landwirthschaft, ein wüstes ungebauetes Stück Landes, welches keinen Nutzen bringet; zu…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Lehde

    Goethe-Wörterbuch

    Lehde brachliegendes, ungenutztes Land In diesen Gegenden [ um Plauen ] sieht man keine Futterkräuter, aber auch keine L…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Lehde

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Lehde , Land, das von jeher sich selbst überlassen war. S. auch Fruchtfolge .

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