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¹lêflĩk

mnd. bis Dial. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
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3 in 2 Wb.
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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

¹lêflĩk adj.

Bd. 2-1, Sp. 767
1lêflĩk (leef-, leif-), liͤf-, °lêve- (le[e]ffe- [Paris und Vienna]), adj., lêflĩk(e), lêflĩken, adv., 1. (attrib. auf das Subst. als Obj. bezogen:) liebenswert, von Personen: liebenswert, lieb, l.e vrouwe, l.e süstere, l.e lēvent (Anrede), hübsch, l. van gesicht; — beliebt, gefällig, angenehm, de l. dach, ên l.e anvanc, l. lê(i)tvordrîf angenehme Beschäftigung, l.e wēge viae pulchrae; von sprachl. Äußerungen: êne l.e lêre, êne l.e nâsāge liebenswürdige Nachrede; — von Dingen: lieblich, l. wîn, zierlich, hübsch, anmutig, auch von Musik: l. gesanc, ên l. psalm, l. dãr up (Harfe) spēlen. — 2. (vom Subst. als Subj. ausgehend:) liebevoll, von Personen: liebreich, zugeneigt, freundlich, de l.e hêre, brü̑degam (Christus), mit l.en herten, mit l.er gunst, adverbial sik lêflĩken bewîsen; freundlich, liebevoll. ên l. angesichte, mit l.en ôgen blicken; — von sprachl. Äußerungen: freundlich, leutselig, l. wōrt/rēde, dȫr l.e bēde um freundlicher Bitte willen; Adv. bei Verben des Sagens: lêflĩken sprēken/seggen, l.(en) kôsen/conversêren/snāderen freundlich plaudern, l.(en) trö̑sten; — dat l.e tê(i)ken das Zeichen der (göttlichen) Liebe. 3. Adv. (auf den Inhalt des Verbs bezogen): liebevoll, mit Liebe, gütig, l.(en) entvân/upnēmen empfangen, aufnehmen, []gegennehmenentgegennehmen, l.en ummevân in Liebe umarmen, l.en spēlen Liebesspiel treiben, l.en tôhôpe lēven als Eheleute zusammen leben; willig, gern, sik l.en nö̑gen lâten; *lieblich, angenehm, l. rü̑ken (Lauremberg 28). — 4. (im rechtl. Verfahren:) gütlich, in Freundschaft, in Güte, in gutem Einvernehmen, l.en vordēgedingen/vorhandelen, l.en vorê(i)nigen/vorbinden, (Prozeßparteien) l.en (unde vrüntlĩken) schê(i)den; auch Adj.: êne vrüntlĩke und l.e vorwētinge ein freiwilliger und gütlicher Vertrag.
1790 Zeichen · 56 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ¹lêflĩkadj.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +1 Parallelbeleg

    1 lêflĩk (leef- , leif-) , liͤf- , ° lêve- (le[e]ffe- [Paris und Vienna]), adj. , lêflĩk(e), lêflĩken, adv. , 1. (attrib…

  2. modern
    Dialekt
    lē¹flikAdj.

    Westfälisches Wb.

    lē¹flik Adj. [verstr.] 1. freundlich, nett (zu anderen Personen). Se konn so leewlik praoten schmeichelt sich ein ( WmWb…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit leflik

6 Bildungen · 0 Erstglied · 3 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von leflik 2 Komponenten

lef+lik

leflik setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

leflik als Zweitglied (3 von 3)

ȫverlêflĩk

MNWB

oever·leflik

° ȫverlêflĩk (-leif-) , ōver- , adj. ; ȫverlêflĩken (-leef-) , adv. : sehr angenehm, sehr lieblich, ên ȫ.e unde ȫverwēselĩke gâve unde hôcht…

unlêflĩk

MNWB

unlêflĩk , -lich , adj. : 1. unangenehm, „Ingratum , vnlefflich ” (Chytr. 512), (Geruch:) „Odor grauis, vnleffliker roͤke / de einem thowedd…

Ableitungen von leflik (3 von 3)

gelêflĩken

MNWB

gelêflĩken , lêflĩk , -lĩken , adv. , freundlich, freundwillig.

unlêflĩk

MNWB

unlêflĩk , -lich , adj. : 1. unangenehm, „Ingratum , vnlefflich ” (Chytr. 512), (Geruch:) „Odor grauis, vnleffliker roͤke / de einem thowedd…

unlêflĩken

MNWB

° unlêflĩken , adv. : erbarmungslos, „ so jwe medeborger Hans Tydinghusen mynen seligen broder an den doit unleffliken vorwundede ” (Livl. U…