Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Lebzelten
Lebzelten
Lebkuchen m. landschaftliche Bezeichnung für ‘Honigkuchengebäck’, mhd. lebekuoche, mnd. lēvekōke. Das Bestimmungswort ist nicht sicher zu deuten. Möglich erscheint Entlehnung aus lat. lībum ‘Fladen’, wenn e (statt zu erwartendem mhd. ī, nhd. ei) als volkssprachliche Aussprache eines in den Klosterküchen gebrauchten mlat. libum aufzufassen ist; vgl. gleichbed. mhd. lebezelte neben mhd. libenzelte. Erwogen wird ferner, in Leb- eine ablautende Form zu dem unter Laib ‘Brot’ (s. d.) behandelten Substantiv zu sehen; danach wäre Lebkuchen als ‘Brotkuchen’ zu deuten. Dafür auch Lebzelten, Lebzelter m., mhd. leb(e)zelte, s. Zelten, Zelte.