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Landung

mnd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
11 in 11 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Landung

Bd. 12, Sp. 129
Landung, das Anlandsetzen bewaffneter Macht durch Kriegsschiffe. Die gelandete Truppe, das Landungskorps, wird beim einzelnen Schiff vom ersten Offizier befehligt. Zum Erfolg bei der L. ist Schnelligkeit notwendig, denn ein achtsamer Gegner ist mit geringen Kräften imstande, die L. zahlreicher Truppen zu gefährden. Haben die landenden Kriegsschiffe keine größern Truppentransporte im Gefolge, für die sie die L. vorbereiten, so besteht der Zweck der L. nur in Repressalien, Beunruhigung der Küsten, Zerstörung von Bahn- und Telegraphenlinien, Hafenanlagen u. dgl. (s. Küstenkrieg). 1798 landete Bonaparte mit 38,000 Mann und 1230 Pferden in Ägypten. Größere Landungen wurden in neuerer Zeit gemacht: von den Alliierten 79,000 Mann 1854 in der Krim; von den Franzosen 36,000 Mann 1830 in Algier; 1861 landeten 38,500 Franzosen in Mexiko; 1882 landeten die Engländer 15,783 Mann und 5329 Pferde aus England und 16,067 Mann aus Indien in Ägypten; 1900 landete das Deutsche Reich eine Seebrigade von 2529 Mann und ein ostasiatisches Expeditionskorps von 29,093 Mann, 861 Geschützen und 5631 Pferden und Maultieren auf der Taku-Reede, 12,352 Seemeilen von der Heimat entfernt. Um mit Erfolg größere Landungen auf feindlichem Gebiete durchzuführen, muß der Landende für die Dauer seiner Unternehmung die Seeherrschaft in den Küstengewässern, wo gelandet werden soll, besitzen. Die L. des japanischen Heeres, die staffelweise in Divisionen stattfand, in Korea im Frühjahr 1904 war nur möglich, weil die japanische Flotte die Seeherrschaft besaß. Aus demselben Grunde ist eine L. in England für französische oder andre Streitkräfte erst denkbar, wenn die englische Flotte größtenteils vernichtet wäre, also das Unternehmen nicht mehr stören könnte. Um etwa 100,000 Mann ungefähr gleichzeitig in England zu landen, sind etwa 150–200 große Seedampfer nebst einer etwa gleichgroßen Zahl von Seeleichtern erforderlich. Solche große Unternehmung läßt sich aber nicht überraschend ausführen, die Vorbereitungen werden dem Gegner bekannt, und auch die Ausschiffung fordert sogar in einem günstig gelegenen Hafen so viel Zeit (etwa 3–6 Tage), daß Störungen der Unternehmung mit Seestreitkräften leicht durchführbar sind. Der vorzüglich vorbereitete Landungsplan Napoleons I., wonach 1805150,000 Mann von Boulogne und Umgegend über den Englischen Kanal gesetzt werden sollten, scheiterte daran, daß Admiral Villeneuve bei Trafalgar geschlagen wurde. Vgl. Nauticus, Überseeische Expeditionen, im »Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen«, Bd. 6, S. 71 (Berl. 1901).
2553 Zeichen · 27 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    landungF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    landung , F. nhd. Treppengeländer Q.: Techen Ribnitz 181 E.: s. landen? L.: MndHwb 2, 729 (landung) Son.: jünger, örtlic…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Landung

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Landung , S. Adelung Landen .

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Landung

    Goethe-Wörterbuch

    Landung 1 das Anlegen, die Ankunft am Ufer Endlich stiegen wir in Trarbach glücklich an’s Land .. Ein angesehener Kaufma…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Landung

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Landung , das Anlandsetzen bewaffneter Macht durch Kriegsschiffe. Die gelandete Truppe, das Landungskorps , wird beim ei…

  5. modern
    Dialekt
    Landungf.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Landung f. a. Spr. Geländer: 'die nie landung auff beiden siden der treppen' Slagg. 181.

  6. Spezial
    Landung

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Lan|dung f. (-,-en) 1 arsida (-des) f. , ateraje (-ji) m. 2 (Schiff) sbarcada (-des) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit landung

7 Bildungen · 5 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von landung

land + -ung

landung leitet sich vom Lemma land ab mit Suffix -ung.

landung‑ als Erstglied (5 von 5)

Landungsgeschütze

Meyers

landung·s·geschuetze

Landungsgeschütze , leichte Feldgeschütze, die bei einer Landung (s. d.) von Matrosen der Kriegsschiffe bedient und auch bespannt werden.

landungsplatz

DWB

landung·s·platz

landungsplatz , m. platz, wo ein schiff landet: hier sollte ein landungsplatz angebracht, unter den bäumen ein architektonischer ruhesitz au…

landung als Zweitglied (1 von 1)

anlandung

DWB

anlandung , f. appulsio navis.

Ableitungen von landung (1 von 1)

verlandung

DWB

verlandung , f. verschlemmung mit sand, umformung zu land: diese verlandung des dammes wird auch den wirksamsten schutz gegen eisgang gewähr…