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Lähmung

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Lähmung

Lähmung

lahm Adj. ‘bewegungsuntüchtig, behindert, matt, langweilig’, ahd. lam ‘lahm, gelähmt, abgestumpft’ (8. Jh.), asächs. mhd. mnd. mnl. nl. lam, aengl. lama, engl. lame, anord. lami ‘lahm, verkrüppelt’, schwed. lam. Das germ. (im Got. allerdings nicht bezeugte) Adj. führt zusammen mit einer baltoslaw. Wortgruppe aslaw. lomiti, russ. lomít’ (ломать) ‘brechen’, lit. lamìnti ‘zerknüllen, zerknittern, zureiten’, russ. lom (лом) ‘Bruch, Bruchstück’, lomóta (ломота) ‘Gliederreißen’ auf die Wurzel ie. *lem- ‘zerbrechen, zerbrochen’, an die vielleicht auch das Adverb griech. nōlemés (νωλεμές) ‘rastlos, unablässig, unaufhörlich, fest’ anzuschließen ist, falls es als eigentlich ‘nicht zusammenbrechend’, mit seltenem verneinendem n(e)-, ν(ε)- zu einem Substantiv *ólemos (ὄλεμος) gebildet, zu erklären ist. Im Ablautverhältnis zu lahm stehen innerhalb des Germ. mhd. (dehnstufig) lüemen ‘erschlaffen, ermatten’, nhd. (mundartlich) lumm ‘schlaff, matt’, wozu Lümmel (s. d.) gehört. Ausgangsbedeutung im Dt. ist ‘gliederschwach’; lahm wird vor allem auf funktionsschwache, kraftlose Füße und Beine, dann auf Menschen und Tiere mit entsprechenden Gliedmaßen bezogen, auch auf Äußerungen und Handlungen übertragen, vgl. lahme Ausrede, lahmer Protest, Vortrag. – lahmen Vb. ‘hinkend gehen, lahm sein’, mhd. (selten) lamen ‘lahm sein oder werden’, geläufig erst seit dem 18. Jh. lähmen Vb. ‘lahm machen, lahmlegen’, ahd. lemmen (9. Jh.), mhd. lemen, asächs. lemmian, aengl. lemian, anord. lemja ‘lahm schlagen’, Faktitivum (‘lahm machen’) zum oben genannten Adj. Lähmung f. (17. Jh.).
1573 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    LähmungDie

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Die Lähmung , Mz . u. 1) Die Handlung, da man lahmet; wie auch in weiterer Bedeutung, eine Art des Wallachens. S. Lähmen…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Lähmung

    Goethe-Wörterbuch

    Lähmung 1 Gelähmtsein, Bewegungs- (u Empfindungs)losigkeit; als körperliches Symptom; auch ‘in eine L. fallen’; einmal i…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Lähmung

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Lähmung ( Paralysis ), aufgehobene Leistungsfähigkeit muskulöser oder nervöser Organe; die nicht vollkommene L., also di…

  4. modern
    Dialekt
    Lähmungf.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Lähmung f. Lähmung, bes. der Schaflämmer Wa Rog ; vgl. das Syn. Lähm.

  5. Sprichwörter
    Lähmung

    Wander (Sprichwörter)

    Lähmung Eine Lähmung gehört für die andere. – Graf, 336, 305. Altdeutsches Wiedervergeltungsrecht. (S. Leib.) »Ein lem g…

  6. Spezial
    Lähmung

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Läh|mung f. (-,-en) paralisa (-ses) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit laehmung

2 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von laehmung

lahm + -ung

laehmung leitet sich vom Lemma lahm ab mit Suffix -ung, mit Umlaut-Wechsel.

laehmung‑ als Erstglied (1 von 1)

Ableitungen von laehmung (1 von 1)

verlähmung

DWB

verlähmung , f. lahm werden, lahm machen der glieder, membrorum luxatio Stieler 1061 .