lægel
stFN.
aus mlat. lagella (EWA 5,968ff.).
–
‘kleines Gefäß’
lagena: lagilla, kruͦg
SummHeinr
1:342,418.
2:92,133.
2:350,102;
VocOpt
10.131;
du lagil undi du hantvaz, / di viole undi du lichtvaz, /
[...] daz roti golt was iz al
LobSal
127;
daz holz, da vone man machit legiln, kvphin vnd bodiche vnd allirleige holwerc
UrkCorp (WMU)
1161AB,31,27;
dar umb macht man lägel auz derlai
holz [
Myrtenholz] , dâ setzt man wein ein über nacht,
den trinkt dann der siech pei dem tag
BdN
332,31;
mit wîn ein lægel wol beslagen / het ich mit mir dar getragen
Helbl
7,491;
dem kayser zehant / ward ain lagel gesant / des pesten weines
der do was
HvNstAp
3682;
grosz legil vol met
Dalimil (B)
14,13;
ein lægel, da was twalm [
betäubendes
Getränk] innen
EnikWchr
12738;
wen das her czuhit eyn langen wek kegin den vyndin, so vuren sy nichtisnicht
mit yn wen eyn hutte vor den reyn und czwey legil mit mylche
MarcoPolo
18,4;
ein menschen, der dreit lageln eine / mit
waszer [
laguenam aquae baiulans Mc
14,13]
EvStPaul
4878;
EvBerl
55,11;
EvAug
114,7;
lagena: legelle
EvAlem
51 (Mc 14,13);
mit waszer eine lageln [
amphoram Lc
22,10] hat / zu dragene er
EvStPaul
10047;
dit ist von der vure des kornis vnd der legiln: vurit ein man ein vaz vffe
sime waine [
Wagen] , daz he vulle wolle mit biere, mit
sime korne, vnd koufit he daz bier mit deme selbin korne, da vone en sal he nicht
slegescatzin. jst abir me kornis dar vber, da vone sal he gebin slegeschatz
UrkCorp (WMU)
1161AB,12,9;
sîn legelne wol berâden / wârn mit spîse ind der genôch, / die men vur den
koninc drôch
Crane
792.
– als Maßeinheit:
vnd sol man den von hern C. Fledelin ain lægel winez gen an sant Iohannez
babestisten tag
UrkCorp (WMU)
214,26,27,28;
her Rvͦdolf [...]
[
git
] ein legellvn roͤtes wines,
Lvͤpolt [...] ein legellvn rotes wines,
Cvͦnrat Rotermelli [...] ein legellvn wisses wines,
[...] Rvͦdolf Bellehein v vierteil wines,
Nicolaus [...] ein legellvn wisses wines
ebd.
607,19,20,21;
UrbBayÄ
1066.
1126.
1129
u.ö.;
Perhah vnde Pohperc geltint [...] aine lageln oles
ebd.
1039;
bringet ein gast oel her, daz sol er samptkaufes verkaufen
unde niht minner danne bi der laegelun
StRAugsb
40,2.
201,19;
der schol sein guet verchawffen in seiner herberge, mit dem viertail balge
oder vel, oder bey der lagel öles, oder pey dem viertail alles chawfschaczes
UrkSteiermSt
1,175
(a. 1307);
Wilhartingen git man aine lageln nvsse
UrbBayÄ
987
MWB 3,2 829,27; Bearbeiter: Tao