kuter
stswF.
Form kulter häufig belegt seit
Rol
2498;
Iw
1373;
mit -o- z.B.
En
7991
u.ö.;
NibB
1825,1;
JTit
2508,1;
Herb
7233;
auch g- (z.B.
StRAugsb
41,31.34.
151,11;
StrKD
1,21;
NibB (B)
1825,1(La.);
RvEWh
6062.
13305
);
überw. stMN.; stM.:
En
7991;
Iw
1373;
App. zu
Parz
24,4.
353,5;
stN.:
SM:Had
35: 3,6.
41: 2,5;
stF.:
Boner
48,27;
UrkWorms
2:112,38
(a. 1321);
swF.:
Parz
549,29;
WeistGr
6,400
(a. 1338);
Mechth
6: 2,25;
swMF.:
Parz
565,19.
627,30.
760,13;
Wh
132,16(La.).
132,29.
248,16(La.).
– Form kulte, kolte
(vgl. mnd. kolte F. MNDWB 2,617;
Nellmann, Erec-Roman S. 65-71):
Wh 35
248,16;
Wig
3332(La.);
StatDtOrd
39,14.
108,26;
RbGörlitz
458.
– Form kuter (auch g-, -tt-, -d-; s.a. SchmidtWB S.
212),
stF.:
Boner
48,27(Laa.);
ParzRapp
295,46.
341,10.
374,21;
swF.:
ebd.
565,33.
679,1;
KgvOdenw
13,51;
stswF.:
UrkStraßb
3:69,9
(a. 1288);
WeistGr
5,374
(a. 1344).
–
die verschiedenen Formen beruhen auf mehrfacher Entlehnung aus dem Afrz., viell.
auch Mlat.;
zugrunde liegt lat. culcit(r)a, woraus afrz. coute, coutre
F. mit (Schreib-)Varianten co(u)lte, co(u)ltre u.a.
(vgl. Tobler/ Lommatzsch 2,967f.;
Germ. Rom. 2,205f. 544;
Vorderstemann, Fremdw. S. 163 mit Lit.);
wegen -l- vgl. auch me. quilt (MED Q,88f.), mlat.
cultra (MlatWB 2,2080;
StatDtOrd
39,14.
108,26
);
wegen des Genus mlat. culcit(r)us, -um (MlatWB 2,2069).
– eine Weiterbildung mit dem Suffix -âte (Mhd. Gr. (KSW) 3 § S
57)
scheinen die sw. Akk. goltraten, -roten
Pass III
440,44.
515,19
zu belegen, s. DWB 4,1,5,879.
–
‘gefütterte Steppdecke über dem Bett, Polster’
(s. Schultz, Höf. Leben 1,87-89;
Nellmann, Erec-Roman S. 66f.;
Belegsammlungen:
Suolahti 1,136;
Rosenqvist 1,142. 2,334):
zu den bettecleideren an eime sacke, einem carpitele, eime
lîlachen, einer kolten von lînenem tûche oder von buckerame unde ab eime kussene
lâze im igelich brûder genûgen
StatDtOrd
39,14
(entspr. lat. cultra, afrz. coute);
ein colter von zendâle / lach underm bette ûf dem strô
En
1284;
daz spanbette [...]. / ein kulter
was dar ûf gespreit / von samît grüene als ein gras. / diu bettewât vil linde was, /
der pfülwe und ouch daz küssîn: / diu zieche guot sîdîn: / wîz unde reine, / niwe
und cleine / was daz lîlachen
UvZLanz
4154;
durch den kulter, der dâ [
auf dem
Bett] lac, / gie manec stich unde slac
Iw
1373;
ein kulter wart des bettes dach
[...] / mit einem pfellel
[...] / gesteppet ûf palmât
Parz
552,13;
dar nâch bettet man in / under daz gezelt hin / beidiu ûf
loube und ûf gras; / vil manic guot kulter was / ûf daz loup gedecket; / dar ûf
wâren gestrecket / vil wîziu lîlachen
Wig
3478;
von rîchen pfellen kulter breit / wâren drûf
[
Betten] gestrecket
ebd.
10394;
er hêt sich hövischlîche / ûf einen kulter rîche / in sîner
âmîen schôz geleit
ebd.
2762;
der des gezeltes herre was, / dem was dar under ûf ein gras /
gebettet hövischlîche / mit einem kulter rîche / von zweier hande pfellen
ebd.
3332;
kulter und lîlachen, / purper unde plîât, / küniclîcher
bettewât / wart über daz bette vil geleit
Tr
18148;
[
diu vlô
] was komen / ûz der gulter an den lîp
Boner
48,27;
Er
378;
NibB
1825,1;
HvFreibTr
2803;
Ottok
16851.
34968.
– zum Sitzen:
[
si sâzen
] in diu venster wît / ûf ein kultr
gesteppet samît, / dar undr ein weichez pette lac
Parz
24,4;
mit senften plûmîten / manec gesiz dâ wart geleit, / dar ûf
man tiure kultern treit
ebd.
627,30;
kultern maneger künne / von palmât niht ze dünne / wurden dô
der matraze dach. / tiwer pfell man drûf gesteppet sach, / beidiu lanc unde breit
ebd.
760,13;
manec kulter rîche / gestrecket vlîzeclîche, / derfür manec
teppech breit
ebd.
82,27;
mit mengem rilichem gulter was / gestuͤlet uf dem
palas / und tepit vil da fúr gesprait
RvEWh
13305.
6062;
pflumîte und kulter rîche / ûf einen teppich hiez der wirt /
legen; daz doch der gast verbirt, / daz er sô sanfte iht sæze
Wh
132,16.
132,29.
244,14;
Herb
7233.
– zum Zudecken:
mit dem gulter in [
einen Toten] niemen dachte
Warnung
2975;
diu kint het er gedecket wider / mit einem dünnen kulter
KvWEngelh
6293;
dû maht dich vor armuot niht bedeken, / wan dîn gulter ist von
alten seken
SM:St
11: 4,8;
sie leite in ûf ein bette heimlîch zetal / under einen golter sîdîn
WolfdD (J)
8:274,4;
ander warbe setzin ich [...] ein koltere, die
uͦber mir lieget mit zuͦ decken
UrkWorms
2:112,38
(a. 1321);
KvWPart
1199.
7842.
– Beschaffenheit (s.a. vorangehende Belege):
ein kultr gesteppet samît
Parz
24,4;
und waren die
cooperturen [
Pferdedecken] mit baumwollen gesteppet
als ein kolter
Lanc
465,25;
ein culter / mit golde beslagen
Rol
2498;
die kuter hettent moren genot, / durch ein dyapel [
=
dîasper, s. Rosenqvist 1,98] wis
daz golt rot
ParzRapp
295,46;
uf eine kutere mit bluomen guldin / sattent sü in
ebd.
374,21;
daz [
bette
] wolde ich von
bluomen machen [...]; / die wanger müesten sîn von bluot, /
daz culter von bendichten guot, / diu lînlachen clâr von rôsen
SM:
Had
35: 3,6;
golter [...] / gestickelt wol mit sîden
Wigam
(B)
4402;
einen wiszen bracken [...] uf einer siden koltern
WeistGr
6,400
(a. 1338);
StRAugsb
41,31;
ûf dem kolter rôten / lach der edele tôte, / Pallas
En
7993;
tegumentum, dictum ein gruͤne kuter
UrkStraßb
3:69,9
(a. 1288)
MWB 3,2 672,42; Bearbeiter: Bohnert