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kurbeln

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
3 in 3 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

kurbeln

kurbeln

Kurbel f. ‘Hebel an einer Welle, Krummzapfen’, allgemeinsprachlich vor allem ‘mit einem Handgriff versehener einarmiger Hebel zum Erzeugen einer Drehbewegung’. Die zuerst als frühnhd. Körbel (16. Jh., vielleicht schon korbel, körbel ‘hamula’, 15. Jh.), vom 18. Jh. an in der heutigen Form bezeugte und seit dem 19. Jh. auf Grund der industriellen Entwicklung in vielfachen technischen Verwendungen gebräuchliche Bezeichnung ist mit dem bei Gerätenamen häufigen l-Suffix (s. auch Schaufel, Spindel) von einem noch bis ins 19. Jh. üblichen gleichbed. Kurbe f. (ahd. kurba, 9. Jh., mhd. kurbe ‘Winde am Ziehbrunnen’, frühnhd. korbe, kurbe ‘gebogener Handgriff, Kurbel’) abgeleitet. Dieses Substantiv beruht auf früher Entlehnung aus dem Galloroman. und setzt ein Femininum mit der Bedeutung ‘gebogener Gegenstand’ (vgl. afrz. corbe ‘krummer Ast’, 12. Jh., ‘Felge’, Anfang 14. Jh., frz. courbe ‘Kurve, Krummholz, Ableger des Weinstocks’) voraus, das seinerseits Substantivierung des in afrz. corp, corbe, frz. courbe ‘krumm, gebogen’ vorliegenden, auf vlat. *curbus, lat. curvus ‘krumm, gebogen, gewölbt’ (s. Kurve) zurückgehenden roman. Adjektivs ist. – kurbeln Vb. ‘durch Drehen einer Kurbel bewegen’ (19. Jh.), um 1930 speziell ‘Filmaufnahmen machen’. ankurbeln Vb. ‘durch Kurbeln in Gang setzen, zu drehen anfangen’ (Anfang 20. Jh.), besonders ‘den Motor eines Autos mit der Handkurbel starten’, wovon Übertragungen wie die Wirtschaft ankurbeln (um 1925). Kurbelwelle f. gekröpfte Welle, die die Bewegungen einer Kolbenmaschine in eine Kreisbewegung umwandelt (19. Jh.).
1570 Zeichen · 49 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    kurbeln

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    kurbeln , mittelst einer kurbel drehen, bewegen.

  2. modern
    Dialekt
    kurbeln

    Rheinisches Wb.

    kurbeln schw.: 1. a. -uərw- den Schwengel drehen Siegld . — b. u·r.w-, –o-, –ǫ-, sich k., sich überschlagen, wälzen; ich…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kurbeln

5 Bildungen · 1 Erstglied · 2 Zweitglied · 2 Ableitungen

kurbeln‑ als Erstglied (1 von 1)

Kurbelnbrot

RhWB

kurbeln·brot

Kurbeln-brot ko·r.wələbrū:t Trier-Stdt (fast nur in dieser Zs.) n.: rundes Brot, bes. aus Roggenmehl.

kurbeln als Zweitglied (2 von 2)

ankurbeln

Pfeifer_etym

Kurbel f. ‘Hebel an einer Welle, Krummzapfen’, allgemeinsprachlich vor allem ‘mit einem Handgriff versehener einarmiger Hebel zum Erzeugen e…

Ableitungen von kurbeln (2 von 2)

bekurbeln

RhWB

be-kurbeln: sich b., sich kopfüber überschlagen; ich haue dich, dats de dich bekorwelst; do han ich mich bal bekorwelt fir Lache Kobl-Bend .

verkurbeln

LothWB

ver-kurbeln D. Si. (-kurwle Ri. Hom. Ha. ) 1. tr. a) aus dem Konzept bringen. b) verirren, verlieren (frz. égarer qch.) Ri. — 2. intr. aus d…