Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
kumftîg
(11. Jh., alem.) und wohl Gl. 2,466,21 (ver-
schrieben cufting, Hs. 11./12. Jh., Zeit des
Gl.eintrags unbekannt, bair.), MH, O, NBo,
NCat, NMC, Ni, Nps, Npg, Npw, WH, in
S867unkumftîg – kumftigî 868
GP, FP, WK, Prs A, KnG, GGB III, BaGB,
WeGB, BGB III, GGB II, WeGB II, MGB
und AGB:
‚künftig, zukünftig, kommend;, kumftîg sîn / wesan
eventurus, (facturus), futurus, (habiturus),
venturus‘
‚kommen wer-, hinafuri kumftîg
den, bevorstehen, sich ereignen werden, zu-
kommen werden; eventum habēre, futurum
esse, instare, nasci, provenire, superesse,
venturus‘
‚zukünftig; futu-, in subst. Verbindungen und substan-
rus‘
tiviert diu kumftîgen ding, kumftîgiu ding,
daz kumftîga ding, kumftîgaz ding
‚zu-, kumftîgiu, kumftîgaz
künftige Dinge, Zukünftiges; futurum, res
futurae‘
‚was gesche-, in der
hen wird / soll; eveniendum, futurum‘
Verbindung diu noh danne kumftîg sint
‚das(mhd. künftic, kümftic,
Künftige, das noch geschehen wird; ea fu-
tura quae proveniunt‘
nhd. künftig; mndd. kümpstich, kümstich,
künstich; mndl. comstich, comstech). De-
subst. Bildung. S. kumft, -îg. – Ahd. Wb. 5,
462 ff.; Splett, Ahd. Wb. 1, 718; Köbler, Wb.
d. ahd. Spr. 685f.; Schützeichel7 185; Starck-
Wells 351; Schützeichel, Glossenwortschatz
5, 371.