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Küppe

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Küppe

Bd. 4, Sp. 1747
Kuppe III, Küppe dieses auf lat. cûpa, cuppa ‘Bottich’ zurückgehende Wort ist rip., nfrk., je nach Geb. u. Bed. in der Form (-u-, –y-) verschieden; vielfach deckt es sich in übertr. Bed. mit dem rhfrk., mosfrk. Worte Kuppe II; kup, –y-, Pl. -pə(n) (u. Düss, Sol -bə(n)), Demin. kypχə, -kə f.: 1. Bottich, u. zwar a. -u- schüsselartiges irdenes Gefäss mit breitem, runden Boden u. fast ebensogrosser Öffnung u. kleiner, flacher Ausbiegung zum Ausgiessen, worin die Milch zum Rahmen steht; Milchsatte; en K. Melk (auch Worschbröhd, Knabbeldanz, Pannas), en Melkkupp; de K.ə biəhne (bähen) Eup, Aach-Kohlschd, MGladb, Grevbr, Erk, Kref, Klev, Düss, Sol; abseits gebχən Trier-Wasserliesch. — b. -y- Kübel, Bottich, z. B. Wasch-, Pökelfass, Badewanne Geld, Klev, Rees; s. kȳpən n. NWErk, Kemp; Bett en Bölt, Kest en Kast, Pott en Pann, K. en Ketel (Kessel) die gesamte Hauseinrichtung Klev. RA.: Se häbbe gefiert (gefeiert), dat et Küppke de Bojem ütging Geld-Straelen. — c. -y- grosser, gusseiserner Kessel, der einen besondern engern Unterteil hat, mit dem er auf die Herdflamme gesetzt wird und in das Ofenloch hineinragt (dieser Teil wird im bes. auch K. genannt, ene Kessel met er K. dran; diese Bed. auch Aach-Stdt); in der K. wird Viehfutter in kleineren Mengen (bes. Kartoffeln für die Schweine), Essen in grösserer Menge für die Menschen, Wäsche gekocht; en ganze K. voll Erdäppel hät se gekoch; häste de Wäsch at en de K. geschlohn (hineingetan)? Sieg, uAhr, Rheinb, Eusk, Bo, Köln; Futterkessel Jül-Hamb. — d. -u- Kessel für die Indigoblaufärberei Eup; -y- Eusk-Stdt, Aach-Stdt (u. -u-); -y- Bottich des Brauhauses Aach-Stdt; kipχə ganz kleines Kaffeekesselchen Malm-Hinterhsn. — e. kybχə bauchige Obertasse Siegld-Seelb. — f. -y- das kupferne Gehäuse auf der Kaffeemühle, der Trichter auf der Mahlmühle Klev, Mörs. — g. -ū- eine fertige hölzerne Wandung, in einen Brunnen eingesenkt (in der Form eines grossen Fasses ohne Boden) Mörs; -ūə- MGladb; -y-, de Pött hät en K. en das Brunnenmauerwerk ist auf Felsgestein gestossen unten im Wasser; um nun einen genügend tiefen Wasserstand zu erreichen, werden unten engere Rohre eingesetzt, welche an dem Hindernis vorbeigehen Heinsb-Erpen. — h. -u- die Kastengrube des Gerbers Eup. — i. -y- Holzverkleidung (Mantel) um den ganzen Mahlgang der Mühle Bergh-Kirchherten, Heinsb-Erpen, Geld, Klev; -u- Mörs, Rees-Brünen. — k. -u- Rumpf, Kasten des Wagens Mörs-Sonsbeck. — l. -y- Vertiefung im Teller Aach-Eschw; -u- Erdmulde Gummb-Berghsn. — 2. mehr übertr. a. -ø- α. Käfig, Vogelbauer Ahrw-Gelsd. — β. verächtl. en elenneg K. elendes, kleines Haus ebd. — b. -u- Lampenschirm Mörs-Vennikel. — c. -y- Sperrung des Wasserabzugsgrabens an der Ortsstrasse, mit kleinen Pfählen und Brettern, in der Nähe der Häuser; aus dieser K., der kleinen Wasserstauung, entnehmen die Leute Wasser fürs Vieh u. zum Putzen Monsch-Rötgen; Küppche kleiner Teich Aach-Würselen; -u- der unter dem tiefsten Füllorte ausgehauene Raum der Schächte u. Bremsberge, welcher als Sumpf u. zum Ansammeln des Schlammes dient Wurmgeb.; op der Köpp unterhalb der Mühle, ehe das Wasser der Mühle sich mit dem Bache wieder vereinigt Aden-Hümmel. — d. kupə Pl. verächtl. plumpe Schuhe Rees-Wesel; -y- Mülh-Ruhr. — e. -y- Gipfel, rundliche Spitze Malm-Weywertz, MGladb, Erk (Bed. 1 a -u-), uWupp, Düss (1 a -u-); K. werpe Kindersp., auf einen Haufen Ziegelsteine wird oben ein Stein als Spitze gesetzt, welche im Spiel heruntergeworfen werden muss MGladb; K. op! MGladb-Rheydt; Küppke pecke Klickersp., wobei auf drei Klicker ein vierter aufgesetzt wird Heinsb-Ophv, — scheite (schiessen) Kref-Fischeln Stdt, Mörs-Budbg (schiete); Küppche opsetze Dür, Jül; Küppche afhaue Aach-Stdt; Küppke precke MGladb-Giesenk; Köppche pr. Grevbr-Kelzenbg; Küppche schesse Neuss-Hackenbr; Küppke werpe Grevbr-Hochneuk, Aach-Brand (Köppche); Köppke w. Heinsb-Waldenr; Kipche (-ī-) hot geschiss! ruft das Kind, das ein verknotetes Taschentuch, das K., versteckt hat und damit den Sucher herbeiruft (abseits) Bernk-Wolf, Zell-Trarb. — Bes op de K. übervoll, bei einer Bütte Ahrw-Heimersh, Eusk; schött en Küpp drop! fülle gut an Bergh-Habbelr, Jül-Stetternich, Grevbr-Aldenhv; et ös noch en K. drop der Eimer ist übervoll Bergh, Dür. — Derbe Schnitte Brot Gummb-Wiehl, Sol-Ohligs; de K. vam Pottkoken Sol. — Im bes. α. -y-, de K. vam Ei die Eispitze Malm-Vith, Prüm-Stadtkyll, Erk, MGladb, Neuss, Kref-Fischeln, Düss, Mettm, Sol. — β. kypə, Pl. -pən die Spitze vorn am Holzschuh, die etwas aufwärts gekehrt ist Gummb-Berghsn. — γ. kyp die Spitze der Zigarre Sol. — δ. kyp Haufen Steine, auf dem Felde zusammengelesen Köln-Flittard Hücheln. — ε. -y-, meist kypχə Fingerspitze, et Küppche vam Fenger MüEif, Sol-Wald. — ζ. -y- die obere Kopfhälfte, Hinterkopf Malm-Amel Hünning Mürring, Monsch-Hargard Rohren. RA.: He hat et huh en de K. ist stolz. — η. -y- der den Kopf bedeckende Teil des (steifen) Hutes u. verächtl. (alter) Hut Neuw-Hammerst, Schleid-Hellenth, Rheinb, Eusk, Sieg, Bo, Köln, Mühl-Rh, Berg, Dür, Aach, MGladb, Erk, Grevbr; ale Kupp Kemp-Kaldenk; -y- der auf einen Heuhaufen gesetzte Strohhut, Schaubhut uWupp 1870; Kindermütze Mettm-Cronenbg, Sol; Hut ohne Rand Eusk-Lechenich. RA.: Wie de Kopp, so de K. wie der Herr, so das Geschirr Barm. K. op hiəm (heim)! so drängt ein kleiner Junge die Mutter, mit ihm nach Hause zu gehen Remschd. Em jet op de K. gevve einen Schlag auf den Kopf Düss. Lüpp, l., l., bes owen an de K.! Spottruf zu dem, der alle Klicker verloren hat Lennep. — θ. kyp (χə, –kə) Haube, Schopf eines Huhnes u. eines andern Vogels (Lerche) Berg, Bergh-Hüchelhv, Dür-Birkesd, Jül, Erk, MGladb, Grevbr, Neuss, Kref, Kemp-SHubert, Mörs,; -ø- Gummb-Hesselb; Küppken Huhn mit Haube Mörs-Binsh [Mörs hat für andere Bed. -u-, für diese aber -y-]. — f. übertr. persönl. en Küpp van en Frommess (Fraumensch) Klatschweib Klev; e klen Küppche kleines Kind Erk-Immend. — Abgesehen vom OBerg u. dem rip. Teil südl. der Ahr bietet jedes Geb. des Rip u. Nfrk eine Vertretung des Wortes, wenn auch die Grundbedeutung nicht mehr überall belegt ist.
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  1. modern
    Dialekt
    Küppe

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

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kueppe‑ als Erstglied (12 von 12)

küppelig

RhWB

küppelig -ø- Bitb-Niedersgegen Adj.: mager; en k. Där.

küppen I

RhWB

küppen I = aufhäufen s. bei Kupp V;

küppen II

RhWB

küppen II = Fässer machen, Eier kippen s. bei Kuppe III.

Küpperamboss

RhWBN

kuepper·amboss

Küpper-amboss -a˙m.əlt Wuppergeb. m.: Ergänzung zur Küppe 1 k (s. o.): gewölbter A. mit abgeschrägten Kanten, auf dem die Kanten der Pfanne …

küpperig

PfWB

kueppe·rig

küpperig Adj. : ' viele kleine Knötchen, Noppen oder Vertiefungen habend ', von Oberflächen, Haut usw., kipprig [ LU-Opp ]. Südhess. IV 49/5…

Küpperlüsch

RhWB

kuepper·luesch

Küpper-lüsch -lȳš Heinsb , Geld , Kref-Willich m.: die Blätter des Kolbenrohres, typha latifolia; sie dienen dem Küpper zum Fassdichten.

küppern

RhWB

kupp·ern

küppern -yp- schw.: 1. Fassbinderarbeit machen uWupp 1870; -ȳ- Selfk. — 2. übertr. a. allerlei machen Sol . — b. hämmern, schlagen mit einem…

Küppert

RhWB

kuep·pert

Küppert -bərt, Pl. -də(n) m.: 1. -i- steifer Hut Neuw-NBieber . — 2. -ī- Huhn mit Schopf Daun-Üdersd .