Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
kuberturi
oder 3. Viertel des 11. Jh.s, frk.-obd.). 618,
37/38 (11. Jh., alem.). 623,47 (Hs. 1. Hälf-
te des 12. Jh.s, Zeit des Gl.eintrags unbe-
kannt, bair.); 4,206,38 (1. Drittel des 11. Jh.s,
mfrk.; zum Lautstand vgl. Katara 1912:
55. 279):
‚Decke; coopertorium, opitergium‘
〈Var.: ch-; -par-; verschrieben ohuperturi〉.
Das Wort ist aus mlat. coopertorium n.
‚De-entlehnt. – Mhd. kovertiure st.f.
cke‘
‚Pfer-stellt ebenso wie nhd. Kuvertüre f.
dedecke‘
‚Überzugsmasse aus Schokolade für Gebäck‘
(aus afrz. co[u]verture bzw. nfrz. couvertu-
re
‚Bedeckung‘< mlat. coopertura
‚De-) eine Neuentlehnung
cke, Dach, Rüstung‘
dar. Das vom Ahd. Wb. 5, 451 als Vergleich
angeführte frühnhd. kopert m.
‚Decke, Hül-(Dt. Wb. 11, 1743 f.) gehört nicht hierher,
le‘
da es aus mlat. coopertum
‚Bucheinband‘
stammt (eine spätere Entlehnung dazu aus
frz. couvert
‚was bedeckt ist, schützt‘ist nhd.
Kuvert n.
‚Briefumschlag‘).