krasen das Wort reicht von Monsch-Kesternich Witzerath, Schleid-Kirchseiffen Dollend, Daun-Boxbg OEhe (
-:-), Aden-Kempenich, Ahrw-NZissen, Neuw-Hönning, Altk-Horhsn Bachenbg zur Sieg bis Waldbr-Dattenbg u. dann der alten berg. Grenze folgend über das Rip, Berg, die Ruhr, das SNfrk bis lrhn. Geld-Aldekerk, Mörs (im Kr. allg.), rrhn. über die Ruhr bis Dinsl, Rees-Wesel Haldern [südl. der Süd-Grenze noch in Kobl-Kapellen Stdt, Goar-NGondershsn, Kreuzn-Stdt, Bitb-Rittersd;
n. der NGrenze noch in Klev-Stdt], u. zwar
-:- im Geb. der Schärfung;
-·ə.- SNfrk;
-- im Geb. der Nichtschärfung [
-·ā.- Mülh-Ruhr-Styrum;
-ȳ·a.- Stdt]
schw.: 1. von jeglicher Art des Arbeitens, je nach der Gemütsstimmung der Sprechenden lobend oder ärgerlich. a. geschäftig, mit aller Gewalt, angestrengt, eifrig, sehr viel arbeiten, sozusagen in der Arbeit wühlen;
mer moss de ganze Dag kr., — sech am kr. hale; erömkr.;
em Hus (sech) erömkr.; die hät vill ze kr.; die hät och ühr Kr., dat se durchküt; wat hat ühr do ze kr.?
Ühr doht jo grad, wie wann ühr an enem Dag rich werde wöllt; de krost sech dut; kr. on krabbele (brassele) Rip, Allg.;
kr. on roəse (rasen) Aach;
he kroəst on werkt on sorgt on spart von morges fröh bis oəves lat (spät) MGladb. — b. basteln, noch etwas arbeiten, still für sich a., bes. von alten Leuten u. Kranken;
mi Vadder kann net völl miəh dohn, de kroəst mar jet (eröm); ene kr. loəte ohne ihm Hilfe aufzudrängen MGladb, Allg. — In etwas kr., etwa in der Kiste die Flicklappen heraussuchen u. sie liebevoll besehen, ohne etwas Bestimmtes dabei zu suchen u. vorzuhaben Berg. — c. Kleinigkeiten erledigen, tiftelig arbeiten Allg. —
d. arbeiten, ohne viel Nützliches, Rechtes zu leisten, ohne Ordnung u. Eifer a., langsam, zur Unzeit a., mehr Unordnung stiftend;
dat Steng (Christine)
kros de ganze Dag do eröm on ovends sitt mer net, dat et jet gedohn hät Rheinb, Allg.;
de krost sek wat terechte (
binen beieinander) Ess, Allg. — e. spielen, im Drecke matschen, von Kindern;
de Kenger kr. em Drecke (eröm) NBerg, Ruhr; sich im Sande puddeln, von Hühnern Lennep-Hückeswg Remschd. —
f. sich unruhig im Bette herumwälzen, nicht schlafen können;
du häs ävvel, dis Nät (Nacht)
och wiər gekrost MGladb, Erk. — g. i
n Geburtsnöten sein;
de Frau es am (eröm)kr. Düss-Stdt. — h. sich kr., sich in die Höhe arbeiten, sich emporarbeiten,
sech eropkr.; sich herauskr., sich aus dem Zimmer machen;
sech en der kaulen (kalten)
Neit (Nacht)
herutkr. nach aussen gehen;
ut dem Gedöhns (Getue, Schwierigkeit, heikle Geschichte)
herutkr.; se kann sech nit herutkr. trotz guter Meinung ihre Arbeit nicht bewältigen;
he hät sech doch widder herutgekrost vom langen Krankenlager sich erholt;
kros dich nit herut! nur keine Winkelzüge, Umschweife, rede dich nicht heraus;
sech hemlech erafkr. herabsteigen;
he wet (weiss)
sek ömmer derdörchtekr. durchzuschlagen;
he krost sich widder derdörch erholt sich von langem Krankenlager;
loff vi (lasst uns)
us op de angere Sitt kr.; jeder krosten sek op hem (heim)
tu Sol, Mettm, Elbf, Barm, u. Wupp, Wippf (nfrk.). — i.
de Wagen krost fährt langsam Düss-Hubbelr;
et kröəset do in dem Eimpeltehoup (Ameisenhaufen) es wimmelt darin MülhRuhr-Styrum. — 2. herumwühlen, durchstöbern, alles durcheinander werfen u. Unordnung schaffen; suchend aufräumen, Ordnung schaffend;
wat häs de do ze kr., du brängs mer alles durchənen; die krost sech jet zesamme kramt;
en de Kes (
em Schoss Schublade)
am kr. sen; en jet erömkr.; alles durchənenkr. — enənenkr., — ongerenkr.; et ganze Schoss (Schublade)
es durchənengekros; dran erömkr. herumstochern, im Finstern dran herumtasten;
jet eruskr. aufstöbern Rip, Allg.;
Gar utrenkr. entwirren Elbf.;
jet fort-, wegkr. durch Kramen verstellen, dass man es nicht wiederfindet Allg.;
he hät vill zesamengekrost zusammengespart Waldbr-Wildbg;
me hatte Husbotz gehale, on bes ich all Schränk on Schösser gekros (aufgeräumt)
hatt, kom ech net zo andere Arbet Dür, Allg. — Abl.:
die Kroserei, dat Gekros, –ö-, sech zerkr. (Rip.).