Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Komma n.
Komma n.
Komma n. ‘Trennungszeichen, Satzglieder und Teilsätze voneinander trennendes Interpunktionszeichen’, Übernahme von lat. comma, griech. kómma (κόμμα) ‘Einschnitt, Abschnitt (einer Periode), Teil eines Verses’, eigentlich ‘Ein-, Abgeschnittenes, das Gehauene, Geschlagene’, zu griech. kóptein (κόπτειν) ‘stoßen, schlagen, hauen, hämmern’. Der griech.-lat. Fachausdruck erscheint in dt. Texten für das einen Text in Abschnitte gliedernde Satzzeichen (2. Hälfte 15. Jh.), dann auch in der alten Bedeutung ‘Abschnitt eines Textes’ (1. Hälfte 16. Jh.); dafür ahd. untarskeid, -skeit (8. Jh.), untarskeitunga (10. Jh.), -skeidunga (Hs. 12. Jh.). Als dt. Bezeichnung für das Interpunktionszeichen begegnen Strichlein, Beistrychlein (17. Jh.).