Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Köcher
Köcher
1Koch m. ‘wer Speisen zubereitet bzw. sich berufsmäßig damit befaßt’, ahd. kohho (9. Jh.), koh (11. Jh.), mhd. koch, asächs. mnd. kok, mnl. coc, nl. kok werden im Zusammenhang mit der verfeinerten römischen Kochkunst aus lat. cocus (Nebenform von lat. coquus) ‘Koch’ ins Germ. entlehnt. Aengl. cōc, engl. cook setzt dagegen sekundäre Dehnung des Vokals voraus (ähnliche Entwicklungen zeigen die unter Brief, Schule, s. d., behandelten Entlehnungen). Abgeleitet Köchin f., spätmhd. köchinne (14. Jh.) neben dem zum Verb gebildeten kocherīn. – kochen Vb. ‘sieden, wallen, brodeln, Speisen zubereiten’, ahd. kohhōn (10. Jh.), mhd. kochen, mnd. kōken, mnl. cōcen, nl. koken, afries. koka sind (parallel zum Substantiv) frühe Entlehnungen aus lat. cocere (Nebenform von lat. coquere) ‘kochen, sieden’. Ahd. kohhōn stellt sich neben einheimisches ahd. siodan (nhd. sieden, s. d.), das noch heute im Süden des dt. Sprachgebietes für ‘den Siedepunkt erreichen, gar kochen’ gilt. Abgeleitet vom Verb 2Koch n. obd. öst. ‘Gekochtes, Brei’, mhd. koch. Kocher m. ‘Gerät zum Kochen’ (18. Jh.).