Wossidia
Knubben -pp-
m. 1. kugelige Verdickung, Schwellung auf der Körperoberfläche: Knubben 'exanthema' Niem. Idiot. 14; hei hadd' 'n bannigen Knuppen an 'n Kopp krägen eine große Beule, nachdem er sich heftig gestoßen hatte Ha; die Brustwarze in der Zs.
Sug'knuppen (
s. d.); lütte Knuppens am kleinen Euter der Kuh RoRostock@RibnitzRibn; der Adamsapfel in der Rda. mi jœkt dei Knuppen ich habe Durst LuLudwigslust@LaupinLaup. 2. Knorren, Auswuchs, Aststumpf wie in den Zss. Bük-, Keinknuppen: Kumm bi mi, dor stäken se Knuppen in 'n Aben as min Kül dick un noch dicker (Sperling zum Storch im Tiergespräch) Wo.
V. 2, 103 a;
dei Bom hett so väl Knuppen Ha Hagenow@WittenburgWitt; dei Knuppen an dei Böm sünd dorvon, dei Düwel hett Nœgel in dei Böm slagen erklärt die Volkssage MaMalchin@GnoienGnoi; bildl. wird das Schnarchen als Geräusch der Säge aufgefaßt: Pielken (PN.) ..., de grad son' rechten dägten Knubben Ekenholt in Arbeit hadd' Müll.Friese 111;
s. auch das Syn. Knast 1; auch in Rdaa. wie grote
Knuppen stähnen Ro; dorsitten as 'n Knuppen Unglück RoRostock@RibnitzRibn; von einer bevorstehenden Geburt: dor is dei Knuppen bald apen slagen SchöSchönberg@SchlagsdorfSchlagsd. 3. übertr. a. von mannigfachen mehr oder weniger klobigen Dingen; so Knuppen eine Handvoll Flachs, der geschwungen werden soll Schö; 'n Knubben Brot ein tüchtiges Stück StaStargard@NeustrelitzNStrel; ebenso: 'n Knuppen (Brot)
afriten MaMalchin@GielowGiel; Wa; dor (von der Rolle Kautabak) würd' ornlich 'n Knuppen nahmen WaWaren@LexowLex; Knuppen auch eine ganz kurze Tabakspfeife PaParchim@DobbertinDobb; von Schiffen: dat is 'n richtigen Knuppen, seggen wi, wenn 'n Schipp so kort un breet bug't is Wo. Seem. 2, 107; von Wetterwolken:
bannige Knuppen RoRostock@LichtenhagenLicht. b. von Lebewesen: 'n ollen Knuppen ein altes Pferd SchöSchönberg@SchlagsdorfSchlagsd; HaHagenow@LankLank; ein alter wetterharter Seemann Wo. Seem. 1, 95; von einem in absonderlicher Weise Tanzenden:
den narrschen Knuppen Lange Franz. 14; plumpe Tänzerin: hest 'n schönen Knuppen fat't WaWaren@TressowTress; Scherzname der Bewohner von RoRostock@PapendorfPap: Papendörper Knuppen, angeblich wegen der von ihnen getragenen Halstücher; Zss.: Buer-, Land-, Gizknuppen. FN. Knubben. Mnd.
knobbe, -pp-, knuppe. Br. Wb. 2, 828; Dä. 244
a; Kü. 2, 169; Me. 3, 225; Teu. 1, 132.