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knubbe

mnd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
5 in 5 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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11

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

knubbe m.

Bd. 11, Sp. 1513
knubbe, m. knorre, knospe, ein nd. wort, vielleicht auch in md. mundarten, wie es am Mittelrhein sich findet (Kehrein 237). eine nebenform ist knobbe, s. d. (mnd. cnobbe nodus Dief. nov. gl. 265a), sie sind stammverwandt mit knopf, s. d. I, c. e; auchn. knub, schwed. norw. knubb. 11) knorren: ich lobe mir dafür einen fruchtbaum, wenn er auch knorren und knubben hat. Wielands deutscher merkur 1803 2, 77, der stabreim zog das nd. wort nach sich. 22) knorriges stück (nd., brem. wb. u. a.), knorriger klotz (so mrh.) oder stamm; so bei Lessing 2, 249: nur musz der knorr den knubben hübsch vertragen. Nathan 2, 5 (1779 s. 98), das genauere s. sp. 1489 mitte. 33) knospe, wofür eben knubbe (knuppe) das nd. wort ist (wie hd. knopf): die halberöfneten knubben oder knöpfe. Zesen des hd. helikonischen näglein-tahles .. vorbericht. Hamb. 1687 s. 11 (das md. knospe war da noch nicht schriftdeutsch, so nahm er, um sicher zu gehen, den nd. und hd. ausdruck zusammen); die fünfzahl der blätter und knubbenspitzlein. das.; länglichtgrühne knubben (der näglichen-blumen, nelken), wan sie sich erst zu eröfnen beginnen, also dasz die eingeschlossene bluhmenblätter durch das knubben-kröhnlein über sich zu steigen anfangen, seind .. den gewürznäglichen sehr gleich. 12; knubben- oder kelchkrohne. 15, knubbe für calyx. 44) das nd. wort bed. auch knotige geschwulst Brem. wb. 2, 828, von menschen grobian Stürenburg 349b, vgl.knobbe 4. 55) dazu ein altes dem. knubbel, knobbel m., knorre, derbes stück, geschwulst Hennig preusz. wb. 127, ostfries. knubbel (auch knospe) Stür. 116b, auch nrh. Aachener mundart 118, märkisch auch von einem kleinen dicken kerl Danneil 110b. ebenso nl. knobbel, engl. dial. knubble a small knob Halliw. 499a, schwed. knybbel (auch knyffel, knyppel, vgl. unter knübel 2), s. Rietz 339a. hochd. entspricht knüppel (5. 6).
1881 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    knubbeM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    knubbe , M. Vw.: s. knobbe L.: MndHwb 2, 602 (knubbe)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    knubbem.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    knubbe , m. knorre, knospe, ein nd. wort, vielleicht auch in md. mundarten, wie es am Mittelrhein sich findet ( Kehrein …

  3. modern
    Dialekt
    Knubbem.

    Westfälisches Wb.

    Knubbe m. [Münsterl Min Lippe Ravensbg Pad Bch Dor Sos Bür] 1. (größeres, dickes) Stück, Brocken (von Holz, Brot, Kohl, …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit knubbe

59 Bildungen · 59 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von knubbe

knubbeln + -e

knubbe leitet sich vom Lemma knubbeln ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

knubbe‑ als Erstglied (30 von 59)

Knubbeīsern

WWB

knubbe·isern

Knubbe-īsern n. Art Pinzette zum Entfernen von Unebenheiten des Leinens (Ravensbg SchonL ).

Knubbelarsch

RhWB

knubbel·arsch

Knubbel-arsch -āš Schleid-Hellenth m.: verächtl. unförmlicher, kleiner, dicker Mensch.

Knubbelbäkker

WWB

Knubbel-bäkker m. Bäcker, der sein Brot nicht ordentlich knetet ( Bri Ah).

Knubbelbohnen

RhWB

knubbel·bohnen

Knubbel-bohnen (s. S.) -əl- Sieg , Neuss ; -əlts- Köln-Niehl , Neuss-Büderich , Düss , Grevbr , MGladb , Kref , Kemp ; -øwəlχəs- Altk-Horhsn…

Knubbelbrei

RhWB

knubbel·brei

Knubbel-brei -ələ- Grevbr m.: Milchsuppe mit angerührtem Mehl, auch Kloppbr.

knubbeldick

RhWB

knubbel·dick

knubbel-dick -e-  Allg. Adj.: faustdick; kn. schmeren; de hät et kn. henger (hinter) de Uhre Rip, Allg.

knubbeldikke

WWB

knubbel-dikke Adj. [ Lst KSauerl Isl] außerordentlich, übermäßig; unerwartet heftig. Et kam knuwweldicke ( KkWb ).

Knubbeldures

RhWB

Knubbel-dures (-theodor) -ələndū:rəs Sieg-Ägid ; -ō:- Köln-Stdt m.: verächtl. kleine, gedrungene Person.

Knubbeldutz

RhWB

knubbel·dutz

Knubbel-dutz -ələnduts, –o-, –ǫ- Köln-Stdt , Düss-Stdt , Remschd; -əl- Sol-Leichl m.: dass., bes. kleines, dickes Kind. Kn. va Oche ( Aachen…

Knubbeleiche

RhWB

knubbe·leiche

Knubbel-eiche -ēkə Gummb , Lennep-Hückeswg , Elbf f.: verkrüppelte E., schräg, niedrig gewachsen; Knotenstock aus Eiche.

knubbelen

WWB

knubbe·len

knubbelen V. [verstr.] 1. an etwas herumfingern, -fühlen, -tasten ( Bri Ah ). — 2. unordentlich zusammenlegen, -drücken; knittern, faltig ma…

Knubbelfaust

RhWB

knubbel·faust

Knubbel-faust -ələfūs Ess-Dellwig ; -obələndən- Wippf (o. O.); -ubələ- Aach-Stdt f.: die geballte F.; met de Kn. hauen.

Knubbelfönes

RhWB

Knubbel-fönes -ələf:nes Bo-Stdt m.: ein mit Auswüchsen ( Dötz ) behafteter Mensch. Wohin gehst du? Antw.: Nom Kn. en de Brödergass.

Knubbelfurz

RhWB

knubbel·furz

Knubbel-furz -ələfūəts, –futs Schleid-Reifferschd , Ahrw-Remag OWinter , Eusk-Lechenich , Rheinb-Meckenh , Köln , Bergh , Dür , Sieg , MülhR…

Knubbelhälm

RhWB

Knubbel-hälm -owəl- Saarl-Ensd Pl. t.: Kn. ziehe Knotenhalme zum Losen ziehen.

Knubbelhalfen

RhWBN

Knubbel-halfen m.: s. Wb, auch Rheinb-Loch Queckenbg .

knubbelhauf

RhWBN

knubbel·hauf

knubbel-hauf -ələ- Eusk-Schwerfen Adv.: zuhauf, in Menge; de Äppel fele kn. eraf.

knubbelich

LothWB

knubbe·lich

knubbelich [knubəleχ D. Si. ] adj. uneben, holperig: e knubbeliche Wê ein holperiger Weg. — lux. 234 ebenso; els. 1, 506 knupplig. s. Knuppe…

knubbelig

SHW

knubbelig Band 3, Spalte 1551-1552