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knöbel

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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4 in 4 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

knöbel m.

Bd. 11, Sp. 1448
knöbel, knobel, m. knoten, knöchel u. a.; s. auch knübel, knöber, vom stamme s. knopf, vgl. knögerlein. 11) knöchel. 1@aa) knöbel am finger, nodus. Kirsch corn., Frisch 1, 528c, M. Kramer 1768. 1787 (hier auch vom fuszknöchel). es ist sowol oberd. (bair. Schm. 2, 368), als mitteld. (s. b) und nd., knöwel Schamb. 107a, Danneil 109b, sodasz man sich wundern musz, dasz es in die schriftsprache keine aufnahme gefunden hat. 1@bb) im pl. als kraftwort für die finger oder hand, besonders für die geballte faust ( Adelung), sofern da die knöchel als das wesentliche in betracht kommen (s. ebenso knübel, knebel 11, knöchel 1, knoten 1, schon mhd.): lasz mich nur zuvor in die hände speien, dasz mir die arbeit hübsch von (d. i. von'n) knöbeln geht. Chr. Weise niederl. bauer 14, wie von den händen gehn, von statten gehn. auch nd. de knäöwln, finger Danneil 109b. daher bei den bäckern den teig durchknöbeln, vom letzten kneten, mit den fäusten durchstoszen ( Adelung), im ungr. berglande knobeln vom durchkneten des gehobelten krauts Schröer 71b (s. dazu knojen unter kneten I, e). 1@cc) es heiszt nämlich auch knobel internodium Dief. 304c (mrh. 15. jh.), s. auch u. 2, a. b; mnd. knovel articulus Tobler 111a, internodium Dief. 304c, wol auch mnl. knovel nodus (gleich knevel bei Kilian 249a). auch md. knoffel Dief. 304c, internodium, nodulus, nodus wb. von 1470 sp. 159. 188 könnte zugleich hier in frage kommen (s. schon unter knauf), da knübel auch als knüfel erscheint. 1@dd) altes knobel, knöchel zum würfeln gebraucht verrät sich in mundartl. knobeln knöcheln Frommann 4, 9. 22) die bed. knoten, knorren überhaupt, die grundlage auch der ersten bed., ergibt sich aus folg. (vgl. knöbelein, knöbelkraut). 2@aa) bair. knöbel verhärteter auswuchs, knorren. und wieder auch knobel nach knobelechtig (s. auch knoble). nl. heiszt diesz knobbel m., das sich zu dem nahverwandten knobbe stellt, vgl. fläm. knoebelen mit knöcheln schlagen Schuermans 265a, das näher zu knöbel, knübel rückt. 2@bb) schweiz. bei Tobler 110b knobel grobian, d. i. knorren, knoten in bildlichem sinn, vgl. knebel 12. 2@cc) knöbel am weinstock, knoten, zapfen, die absätze wo sich die augen ansetzen. Nemnich wb. 312. 33) knöbel, eine sorte bernstein die den dritten rang nach den gröszten stücken hat. Frisch 1, 528c. Nemnich 4, 1398. 44) knöbel früher auch für knebel 5, wie umgekehrt diesz für knöbel 1 sich findet, s. knebel 11, c. 55) unklar, aber merkwürdig ist ein niederrh. knobel, knebel schnupfen aus dem 15. jh.: das uszwendig floʒ, das da heiszet der knebel, knobel ... vor den knobel und das naseboʒ und das floʒ. Mones anz. 8, 407b.
2687 Zeichen · 91 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Knöbel

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Knöbel , des -s, plur. ut nom. sing. 1) In den gemeinen Sprecharten, die äußere Erhöhung an den Fingern, welche das …

  2. modern
    Dialekt
    Knœbel

    Mecklenburgisches Wb.

    Knœbel s. Knœwel .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit knoebel

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

knoebel‑ als Erstglied (2 von 2)

knöbelein

DWB

knoebel·ein

knöbelein , n. : und zeuch ein stricklin von einem härin sail dardurch, und mach an ein jedes ort ( ende ) des sails ein knöbelin, damit ( w…

knöbelkraut

DWB

knoebel·kraut

knöbelkraut , n. scleranthus perennis. Nemnich ( s. knauel sp. 1364), nach seinen zahlreichen knoten benannt, s. knöbel 2.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „knoebel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/knoebel/dwb?formid=K09053
MLA
Cotta, Marcel. „knoebel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/knoebel/dwb?formid=K09053. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „knoebel". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/knoebel/dwb?formid=K09053.
BibTeX
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