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Knirk

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
3 in 3 Wb.
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1

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Knirk m.

Bd. 4, Sp. 461
Wossidia Knirk zuweilen Knirr m. Wacholder, juniperus communis: Knirrk Niem. Idiot. 14; Knirk N. Monschr. 4, 148b; Schmidt Gad. 3, 212; E. Boll Flora 32; Schill. Kr. 1, 19a; Langm. Flora 217; Mi 44a; Lübst. 143; Lübbe 92; Blume 21; Knirr E. Krüg. 47; GüGüstrow@Hohenfelde bei LalendorfHohenfL; RoRostock@LambrechtshagenLambr; See (die Ehrenpforte) was mit luter Knirck uht unser Haid besteecken Babst Int. 4. Knirk war und ist vielfach noch sehr beliebt als Räuchermittel, sei es zur Luftverbesserung im Zimmer, sei es zur Geschmacksverbesserung der als Spickgaus hergerichteten Gänsebrüste oder gegen den Keuchhusten der Kinder und den Krupp der Pferde; vgl. u. a. Nds. 4, 181b; mit Nadeln oder getrockneten Beeren des Knirk mischten die Hirtenjungen ihren Kauhschittabak Ro Rostock@LieblingshofLiebl; im Frühjahr machten die Jungen aus den entrindeten jungen Zweigen Quirle für ihre Mutter GPotr; auch Peitschenstiele stellten sie sich aus Knirkzweigen her, indem sie diese ein Ende lang vierfach aufspalteten und dann wieder zusammendrehten E. Krüg. 47; mit Vorliebe wurden die Knütthœkel aus Knirk verfertigt RoRostock@RövershagenRöv; StaStargard@KratzeburgKratz; bis über die Mitte des 19. Jahrh. hinaus legte man zum Fischfang in der Müritz künstliche Inseln aus zusammengehäuftem Knirk mit darumgesetzten Pfählen an, wo alsdann der Plötz laichte, den man in ausgestellten Bungen fing WaWaren@VipperowVipp. Der Volksglaube rät, man solle sich, wenn man einen weiten Weg zurückzulegen hat, ein Stück Knirk in die Tasche stecken, um sich vor vorzeitiger Ermüdung zu schützen RoRostock@DierhagenDierh; um das Vieh vor Behexung zu bewahren, soll man in einer dunklen Stallecke, wohin weder Sonne noch Mond scheint, Knirk aufhängen WaWaren@VollrathsruheVollr. Knirk ist nach D. WA. 2. Bd. das herrschende Wort in Mecklenburg und Vorpommern, daneben erscheint seltener Machandel, Macholler, Wacholler; Einbeer ist fachsprachlich. FN.: Knirkbarg, -brok, -horst, -kul, -soll. — Dä. 243b.
1840 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    KnirkDer

    Campe (1807–1813)

    ≠ Der Knirk , des — es, Mz. die — e , ein Name des gemeinen Wachholders.

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Knirk

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Knirk , s. Wacholder .

  3. modern
    Dialekt
    Knirkm.

    Mecklenburgisches Wb.

    Knirk zuweilen Knirr m. Wacholder, juniperus communis: Knirrk Niem. Idiot. 14; Knirk N. Monschr. 4, 148 b ; Schmidt Gad.…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit knirk

14 Bildungen · 13 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

knirk‑ als Erstglied (13 von 13)

Knirkbeer

MeckWB

knirk·beer

Knirkbeer f. der Beerenzapfen des Wacholders, Krammetsbeere; bes. gern zum Räuchern benutzt; so von den Schulkindern zum Ausräuchern der Sch…

Knirkbusch

MeckWB

knirk·busch

Knirkbusch m. Wacholderstrauch Beck. Bäume 22; Siemss. Nat. 2, 293; Wred. Übers. 256.

Knirkel

MeckWB

Knirkel m. wie Knicker 1 c Gü Eick .

knirkern

MeckWB

knirk·ern

knirkern Adj. aus Wacholderholz: 'n knirkern Post Sta Usad ; vom Handstock: Jehann ... Swung sinen knirkern Stock herüm Reut. 5, 267; 274; a…

Knirkholt

MeckWB

knirk·holt

Knirkholt n. Wacholderholz: Sahlen ünner de Wichsschoh ..., dee knarren deden un wur to dat Enn' Knirkholt von den Schoster inleggt wir Bri.…

knir knei

Lexer

knirk·nei

knir knei lautmalend: sus lût der worfil knir knei (: zwei) Ab. 1. 65,80 ;

knirksen

RhWB

knirk·sen

knirksen -irəks- vereinzelt Saarl-Überherrn , Trier ( -gs- ), Kobl-Stdt , Sieg-Ägid , Köln , Mörs-Büderich , Duisb-Hamborn schw.: ein wenig …

Knirkul

MeckWB

Knirkul f. 'Wacholdereule': dei (der Schielende) kickt as ne Knirkul Ha Gall ; übertr. wie -förster Sta Gramm .

Ableitungen von knirk (1 von 1)

knirke

DWB

knirk , knirke , der gemeine wachholder. Nemnich. vergl. knickel 3, Schiller zum mekl. thier- u. kräuterb. 1, 19 .