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Knē¹

mhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Knē¹ n.m.

Bd. 3, Sp. 777
Knē¹ n.m.(f.) [allg.] 1.1. Knie am Körper des Menschen, des Tieres. ’n wai Knei (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@AmeckeAm). Ik häwwe mü ant Kn stott (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Se schütt inne Knee knickt bei jedem Schritt in den Knien zusammen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Sä häd öhr dat Been öwwerm Knei affgenommen (die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-Eickel@HeßlerHe). Up’t Knoi störten (Kr. HalleHal Kr. Halle@BorgholzhausenBo). Op de Kneu fallen (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@KirchveischedeKv); ... gaon (WmWb). De Fraulüe krupt bi’t Katuffelsöken up de Knaie (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). — Dimin. bei Spielen: Kneiken scheiten beim Murmel-, Knickerspiel: vom Knie aus werfen (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@BlankensteinBl). Kneekes bi’t Ball-spöllen beim Ballspiel an die Wand (WmWb). — Paarformel: Knai un Knükel (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh). — Ra.: Diäm is dat Knäi dür de Platten wossen er hat eine Glatze (Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@SchildescheSc || mehrf.). En Knai stellen ein Hindernis entgegenstellen (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BödefeldBö). De Knei krumm daun sich ausruhen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@ImmeckeIm). Bügen Se noch ’n Knāi! setzen Sie sich noch (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh). He häff ’t Knee dedöör hat ein Loch im Strumpf, eine Glatze (WmWb). Schuocken bis an de Knei afflopen viele vergebliche Wege machen (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@NiederstüterNs || (ähnl.) mehrf.). He lött sick för twe Pennink (en Lock) dör’t Knei bohren ist sehr geizig (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@WettringenWt || (ähnl.) mehrf.). Dat is good för de Knee, dann bruk Ji neet te kruppen (kriechen) Antwort, wenn ein Gast sagt, dass er jetzt gehen müsse (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BorkenBo). Dat häff em inne Knee bracht das hat ihn bezwungen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). In de Knai kriegen jmds. Widerstand brechen (Kr. MünsterMün Kr. Münster@SchmedehausenSh || mehrf.). Dai iß inn de Knai kummen es geht ihm schlecht (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). Üewer’t Knei briaken überstürzen, übereilt erledigen oder entscheiden (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs || mehrf.). Enn’n öäwer’t Knai leggen verprügeln (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl); ... trecken dass. (WmWb). Up de Knei brengen (wirtschaftlich) herunterbringen, demütigen (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). — Sprichw.: Spitze Knei giwt schöne Kinder (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@KirchhellenKh). Moders Knee is warm, bi rik un arm (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@RamsdorfRd || mehrf. WMünsterl). — Sagw.: Bis anne Knai es et mi ǟinerlai, sach de Dǟierne (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 1.2. Stelle des Knies in einem Hosenbein oder Strumpf. Hä hïet graine Knai inne witte Bückse (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 2. knieförmiger gebogener Gegenstand. — 2.1. rechtwinkliges Stück im Ofenrohr. ’n Knai an de Uowenpipe setten (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). — 2.2. Stelle, wo Getreidehalme geknickt sind (Kr. MeschedeMes Br). ⟨›Kn繋 [allg.], Knech [Bür]. — Pl.: ›Knē¹(e)‹ [verbr.], ›Knē¹ge‹ [Hfd], Knegge [Bür], ›Knē¹ne‹ (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). — Genus: n. [allg.], m. (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@KollerbeckKb, Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@HohenlimburgHl), f. (Lippe WWB-Source:219:OesterhOesterh; wohl Versehen: Belege deuten auf n. hin)⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 4,939: Knie; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 7,487: Knē. Zus.:→ Frūen~, Niᵉgen~, Oªwen-pīpen~.
2457 Zeichen · 80 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    knê

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    knê s. knie.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    knên.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    knê (knee) , kniͤ (knii , kny , knie) , n. , 1. das menschliche Knie, in de k. vallen, up de k. kōmen, in de k. sitten g…

  3. modern
    Dialekt
    Knē¹n.m.

    Westfälisches Wb.

    Knē¹ n.m. (f.) [allg.] 1.1. Knie am Körper des Menschen, des Tieres. ’n wai Knei ( Arn Am ). Ik häwwe mü ant Kn stott (…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kne

897 Bildungen · 891 Erstglied · 4 Zweitglied · 2 Ableitungen

kne‑ als Erstglied (30 von 891)

Kneªdebank

WWB

Kneªde-bank f. [verstr.] Bank zum Kneten (Backstube).

Kneªdebekken

WWB

Kneªde-bekken n. [verstr.] hölzernes Gefäß, in dem Butter ausgeknetet wird (Frbg.).

Kneªdedisk

WWB

Kneªde-disk m. [verstr.] Tisch zum Kneten (Bäckerei).

Kneªdefat

WWB

Kneªde-fat n. [verstr.] Fass, in dem Butter ausgeknetet wird (Frbg.).

Kneªdekaste

WWB

Kneªde-kaste m. Backtrog (Frbg.) ( Bür Wh).

Kneªdekiste

WWB

Kneªde-kiste f. Backtrog (Frbg.) ( Bie Um).

Kneªdekump

WWB

Kneªde-kump m. Backtrog (Frbg.) ( Wdf Wd).

Kneªdeliepel

WWB

Kneªde-liepel m. hölzerner Löffel zum Kneten der Butter ( Hal Bh).

Kneªdemaschīne

WWB

Kneªde-maschīne f. Teigknetmaschine des Bäckers ( WmWb ).

Kneªdemolde

WWB

Kneªde-molde f. hölzernes Gefäß, in dem Butter ausgeknetet wird (Frbg.) ( Min Lb).

Kneªdemüᵉlen

WWB

Kneªde-müᵉlen f. Knetmühle des Töpfers (liegender Tonschneider) ( WmWb ).

kneªden

WWB

kne·aden

kneªden V. [verbr.] 1.1. eine weiche Masse drückend bearbeiten. Bottern knäen ( Min He ). Däig knäen ( Min Ha ). Schwattbrooddeeg wodde met …

Kneªdenap

WWB

Kneªde-nap m. [ Kos Rek] hölzernes Gefäß zum Auskneten der Butter (Frbg.).

Kneªdepot

WWB

Kneªde-pot m. hölzernes Gefäß, in dem Butter ausgeknetet wird (Frbg.) ( Wal La).

Kneªdetrog

WWB

Kneªde-trog m. [verstr.] Backtrog (Frbg.).

Knē¹appel

WWB

kne·appel

Knē¹-appel m. [verstr.] harter, warzenähnlicher Auswuchs am Bein des Pferdes. ⟨ Knēappel ( Rek Er ), Knappel ( Det La) ⟩

Kneªrwes

WWB

Kneªrwes ‘Kerngehäuse’→ Knirwes .

kneªteren

WWB

kneªteren V. [nördl. OWestf Stf Tek Bek KSauerl Wal] knattern, knarren, knacken. De Treppen kneddert ( Lem Sw ). Dat ole Spinnrad knätert ol…

kneªterig

WWB

kneªterig Adj. [ Min Ravensbg] knarrende Geräusche von sich gebend.

Kneªterīs

WWB

Kneªter-īs n. Knetter - hohles Eis (Frbg.) ( Lem Sx).

Kneªtersel

WWB

Kneªtersel n. Scherzwort: Kinder sollen das nicht existierende Etwas, das Stiefeln zum→ kneªteren bringt, beim Krämer holen ( Min Ha).

Kneªwer

WWB

kne·awer

Kneªwer m. stämmiger, untersetzter, kräftiger junger Mann ( Dor Köppen ).

knêbant

MNWB

kne·bant

* knêbant , n. , 1. Strumpfband. 2. Eisenband zur Verbindung winkliger Holzstücke.

Knebbel

RhWB

Knebbel -eb- = Knüppel (s. d.);

knebbeln I

RhWB

knebbeln I -eb- = knüppeln (s. d.);

knebbeln II

RhWB

knebbeln II -eb- = knabbern, basteln s. knibbeln III;

knebben

RhWB

knebben -eb- = knüpfen s. knüppen;

knebbern

DWB

knebbern , s. knäbbern .

kne als Zweitglied (4 von 4)

hōrnknê

MNWB

horn·kne

° hōrnknê , n. , winkliges Holzstück zum Schiffbau (Hamb. KR. 1, 192), s. knê 3.

spōkne

KöblerMnd

spōkne , F.?, Pl.? nhd. Spuk Hw.: s. spōk E.: s. spōk L.: Lü 370a (spôkne)

trockne

DWB

troc·kne

trockne , f. , trockenheit, trockene stelle. dem ahd. adjectivabstractum truckni ( Graff 5, 512 ) entsprechende umlautsformen mit ü finden s…

trückne

KöblerMhd

trückne , st. F. Vw.: s. trückene

Ableitungen von kne (2 von 2)

beknêen

MNWB

+° beknêen (beknien) , swv. , das Knie, den Grad der Verwandtschaft rechnen und angeben .

knee

KöblerMnd

knee , N. Vw.: s. knē