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Klink

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
5 in 5 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Klink f.

Bd. 4, Sp. 353
Wossidia MeckWBNKlink f. Klinke 1. Sperrvorrichtung a. als Türverschluß sowohl der hinter einen Haken fallende Riegel und dessen Hebel, der Drücker, wie der auch als Klinkhaken bezeichnete Haken: Mi 42b; de Klink an de Gorenpurt Reut. 3, 234; dunn smet sei de Husdör achter sick in Klink un Slott Bri. 3, 52; de ... Buerdiern ... maakt de Dönskendör vörsichtig achter sick in de Klink 5, 170; im Rätsel von der Kirsche: Dat smet ick in dei Klink Wo. V. 1, 59 a; bei scharfem Frost stellt man fest: hüt backen de Finger uppe Klink fast Wa; im Volksreim: Fat an de Kamerdör, fat an de Klink Wi; im Verwunderungslied: Lüning up de Klink, Ach, wo schri't dat arme Ding Wo. V. 2, 1636; im Rätsel von der Häcksellade: Höltern Hus, isern Klink, isern Dör, Fif binnen un fif buten vör 1, 270; sehr beliebt in abweisenden Antworten auf die Frage wat sall dat warden? Ne Klink an 'n Heisternest Wi Wismar@FährdorfFährd; ... vört Höhnernest StaStargard@GrammertinGramm; ... vör dei Häuhnerluk RoRostock@KörkwitzKörkw; ... vör den Busch, dat dei Has' nich rutkümmt SchwSchwerin@NeuendorfNeu; Klinken putzen betteln Ro; Wi; ebenso ... kloppen Wa; a. Spr. ... slahn: 'also bringet ... de bOese ... Rotte der Leddichgenger de gude Tydt ... tho mit Leddichgange unde Klinckenslande' Gry. Lb. 2, V 3a; Wolf 2716 vermutet ursprüngliches Klingen putzen, kloppen im Sinne von fechten. b. Sperriegel an Zahnrädern, laufenden Ketten und dgl. Behr. Mühl. 226. c. in a. Spr. Schlagbaum; daher wohl noch der Name Hölten Klink für Ausbauten MaMalchin@GielowGiel; Gülz; für eine frühere Schifferkneipe in der Faulen Straße in Ro. 2. Riegel an Kleidungsstücken, Falte oder Saum, bes. zur Verkürzung: 'n Hemd mit ne Klink RoRostock@Groß BölkowGBölk. 3. Einschnitt, Kerbe; so als Merkzeichen im Ohr der Schafe HaHagenow@DreilützowDreil; zur Kennzeichnung der zum Kaweln (Losen) dienenden Holzstäbchen, die mit einer, zwei, drei und mehr Klinken je nach Bedarf versehen wurden ebda; der Einschnitt am hinteren Ende der Brettschüffel (des Brotschiebers), in den der Stiel eingelassen ist Vell; hierzu ferner das Klink, auch Kliw, Klis', Kliesterbuck oder Kanis genannte Knabenspiel, bei dem mit einem größeren Stock ein kleiner in die Luft geschlagen wird, der selber auch Klink heißt und in den Einschnitt eines in die Erde gesteckten Pfahls eingehakt ist; der die Klink fangende Spieler schlägt das nächste Mal Ha; HaHagenow@GülzeGülze. 4. Zss.: Dönßen-, Dören-, Kamer-, Stubenklink; Hüppeklink; Ogenklink. — Mnd. klinke, klenke. — Br. Wb. 2, 804; Dä. 235b; Kü. 2, 137; Me. 3, 158; Teu. 1, 129.
2439 Zeichen · 70 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    klink

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    klink , s. kling 4.

  2. modern
    Dialekt
    Klinkf.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Klink f. Klinke 1. Sperrvorrichtung a. als Türverschluß sowohl der hinter einen Haken fallende Riegel und dessen Hebel, …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit klink

131 Bildungen · 124 Erstglied · 1 Zweitglied · 6 Ableitungen

klink‑ als Erstglied (30 von 124)

Klinkglocke

SHW

Klink-glocke Band 3, Spalte 1423-1424

Klinkohr

SHW

Klink-ohr Band 3, Spalte 1423-1424

klinkachtig

RhWB

klink·achtig

klink-achtig -ətiχ Köln-Stdt , Dür-Stdt , Eup , Aach Adj.: klinkend, in dem Spruch der Gerber: Stenketich Fellche git kl. Geldche.

Klinkbestabend

RhWB

klink·bestabend

Klink-bestabend Heinsb-Effeld Karken m.: im Rummelspottld. zu Fastnacht: Fosteloəvend, Kl., klopp wall op die Bösse usf.

Klinkbolt

MeckWB

klink·bolt

Klinkbolt m. beiderseits mit Ringen vernieteter Bolzen Bri. 6, 197; seem.

klinkbolzen

DWB

klink·bolzen

klinkbolzen , m. im schiffswesen, bolzen dessen ende ' geklunken ', umgeschlagen ist, dasz er nicht zurückgehen kann. s. klinken 2. engl. cl…

klinkdürr

RhWB

klink·duerr

klink-dürr -eŋkəndø·r.  MülhRh-Heiligenhs , Sol-Leichl Adj.: sehr mager.

klinke · 1+ Belege

KöblerAfries

klinke 1 und häufiger , F. nhd. Schlagbaum ne. barrier Hw.: vgl. mnd. klinke I.: Lw. mnd. klinke? E.: s. mnd. klinke?, F., Schlagbaum; vgl. …

klinke, klenke

LW

klinke·klenke

klinke, klenke, f. Klinke, einfallender Thürriegel, clatrum; Schlagbaum. -klinken slân wird von Herumtreibern gesagt, die von Haus zu Haus g…

Klinkel

Wander

klin·kel

Klinkel Will einer zu schnell mit dem Klinkel ins Schloss, so kann er das Loch nicht finden. – Eiselein, 433; Simrock, 6573.

klinkeln

DWB

klin·keln

klinkeln , ein dunkles oberd. wort: wie ein unbendigs .. hartnägkigs kind nit wol wirt zogen durch seins vaters klinkelen und verhengen. S. …

klinken

DWB

klin·ken

klinken , md. nd. 1 1) gleich klingen, s. dort. 2) zu klinke, thürklinke. 1@a a) auf die klinke, an der klinke drücken ( Stieler 983 ), md. …

Klinkenbutzer

RhWB

klinken·butzer

Klinken-butzer -o- Kobl-Kärlich , Rheinb-Neuk , Sieg-ODollend , MGladb-Rheind , Kemp-Amern SAnton Dornbusch , Mörs-Pelden , Mülh-Ruhr , Rees…

Klinkendräger

MeckWB

Klinkendräger m. im Spottreim Schosteinfäger, Klinkendräger Wo. V. 3, S. 329.

Klinkendrücker

PfWB

klinken·druecker

Klinken-drücker m. : 'wandernder Handwerksbursche', scherzh., Klinkedrickeʳ [ KU-Erdb ZW-Bechhf RO-Finkb/Gersw ]; vgl. Klinkenputzer , Schli…

Klinkenfeister

RhWB

klinken·feister

Klinken-feister -ī- (-furzer) Elbf , Barm , Mettm , Lennep m.: Horcher, Schnüffler (der an den Türklinken horcht); der an allem mäkelt; klei…

klinkenfeistern

RhWB

klinken·feistern

klinken-feistern -ī- ebd. u. Gummb-Bergneustdt ; -fīstən Gummb-Berghsn Lantenb ; -fīsən u. -stən Elbf schw.: 1. an den Haustüren herumlaufen…

klinken II

RhWB

klinken II -e- nur Rip, SNfrk, Klevld [ -ǫ- Schleid , Ahr, Prüm-Steffeln ; -ę- Sieg-ODollend , Eup ] schw. [doch Prät. -oŋk, Part. jəkloŋkə …

klink als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von klink (6 von 6)

beklinken

DWB

beklinken , coaptare, bei zimmerleuten und tischlern, holz in einander fügen.

Beklinkung

Campe

Die Beklinkung , Mz. die — en. 1) Die Handlung des Beklinkens; ohne Mehrzahl. 2) Die auf solche Art geschehene Verbindung zweier Stücke und …

geklink

DWB

geklink , n. tinnitus. Henisch 1450 mit verweisung auf klingen ( s. d. I, a ).

Geklinke

Campe

Х Das Geklinke , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).

klinke

DWB

klinke , f. obex, pessulus ( am schlusse einige andere bed. ). I I. Bedeutung und gebrauch. I@1 1) jetzt denkt man bei klinke an den ' drück…

verklinken

DWB

verklinken , verb. die durch das holz gedrungenen spitzen der spiker und enden der bolzen umschlagen, so dasz sie einen kopf bekommen, welch…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „klink". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/klink/meckwb
MLA
Cotta, Marcel. „klink". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/klink/meckwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „klink". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/klink/meckwb.
BibTeX
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