Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
klepfen
(11. Jh., bair.) chlaphda:
‚dröhnen; intona-(mhd. klepfen
re‘
‚knallen‘, nhd. mdartl.
schweiz. chlepfen
‚knallen, krachen, schal-[Schweiz. Id. 3, 671 ff.], els. klepfen
len‘
‚knallen, mit der Glocke ein Zeichen geben‘
[Martin-Lienhart, Wb. d. els. Mdaa. 1, 495],
bad.
‚knallen, krachen, schallen‘[Ochs, Bad.
Wb. 3, 163], kärnt.
‚schnalzen, knallen‘
[Lexer, Kärnt. Wb. 160], tirol.
‚leicht knal-[Schatz, Wb. d. tirol. Mdaa. 1, 339],
len‘
daneben unverschobenes nassau., westf.
kleppen
‚die Glocke anschlagen‘[Kehrein,
Volksspr. u. Wb. von Nassau 228; Woeste,
Wb. d. westf. Mda. 130], ndsächs.
‚klappen,[Jungandreas,
schallen [von der Glocke]‘
595 klêoblat* – klîbaS596
Ndsächs. Wb. 7, 356f.], meckl.
‚klappernd[Wossidlo-Teuchert, Meckl. Wb. 4,
fahren‘
343]; mndd. kleppen
‚kurze helle Geräusche;
durch Schlagen hervorbringen, knallen‘
mndl. cleppen
‚dss.‘). Das Simplex ist nur
bei Splett, Ahd. Wb. 1, 461 notiert. Das Ahd.
Wb. 5, 211, Starck-Wells 333 und Schütz-
eichel 5, 232 ordnen den Beleg 3.sg.prät.
chlaphda unter klaffôn ein. Da aber bei den
ōn-Verben im Prät. der Bindevokal nicht
schwindet, ist mit Splett ein sw. Verb I
anzusetzen. Es handelt sich wohl um eine
Ableitung von einem nicht belegten m. a-St.
*klapf
‚helles Geräusch‘(s. anaklapf), klep-
fen bedeutet also eigtl.
‚*klapf machen‘. –
biklepfenAWB nur NMC:
‚überwältigen, bedrän-(mhd. beklepfen
gen; opprimere‘
‚einen). – Ahd. Wb. 5,
klapf, Schlag beibringen‘
248; Splett, Ahd. Wb. 1, 461; Köbler, Wb. d.
ahd. Spr. 94; Schützeichel7 178.