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klachel

mhd. bis nhd. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

klachel m.

Bd. 11, Sp. 888
klachel, klächel, m. etwas baumelndes, ein hauptsächlich bair. östr. wort. 11) glockenschwengel, klöppel: der clachl siben centen wigt. Schmelzl lobspr. 77. noch östr. steir. kärnt. klachel Höfer 2, 136. Frommann 3, 116. Lexer 158 (glachl Castelli 140); schon im 15. jh. 'bapsillus, klachel in der glokken' bei Lexer. mit umlaut klächel bair. Schm. 2, 352, klechel Frisch 1, 521a, auch in den sog. cimbr. gemeinden klechel battaglio Schm. 136b (kechel 135a); klächl tintinnabulum voc. von 1419 bei Schm., Dief. 584c, schon bei Ottokar 575b chlächl (mhd. wb. 1, 832a), klechel Frauenlob spr. 164, 7 in B, im j. Tit. 412, 4 kleckel (wie klöckel). 22) vom mehlbeutel: taratantrum, mulklachel, mulchlächel (mühlkl.) in vocc. ex quo Dief. 573b. Fromm. 4, 304b, weil er einem schwengel gleich klappernd hin und her geht, wenn nicht der anschlag gemeint ist (vgl.mülkleffel unter kläffel 3). 33) bair. rotzklächel rotzkengel (s.kengel 6); Schmeller citiert aus dem selbstlobe eines Faunus in einer geistlichen komödie: i schneuz mi glei in dhand und wirf den klachel an dwand. 44) das scrotum gewisser thiere, die einzelne hode wie das ganze, z. b. widderklächeln pl. Schmeller. ebenso ist mnl. clippel glockenschwengel und hode Reinaert 1297 (wo im wortspiel beides in einander gemengt wird), ehstn. kel, finn. kello zugleich glocke und hode (J. Grimm Reinh. fuchs 448). 55) klächl an schnellwagen, die angeschmidt werden sollen? in der tirol. landsordnung v. 1603, gewichte nach Schöpf 318. 66) von menschen, bair. klächel, steir. kärnt. tir. klachel ein starker und plumper kerl, besonders ein zugleich träger (Fromm. 3, 116. Lexer 158), auch nordböhm. klachel, im Erzgebirge hans klachel Petters bei Fromm. 2, 31. östr. aber ist klachel ein nichtswürdiger mensch, auch ausdrücklich galgenklachel Höfer 2, 136 (glingglachl Castelli 140), das ist offenbar gemeint wie galgenschwengel, einer der schon am galgen gebaumelt hat oder baumeln sollte (vgl. galgenstrick). doch scheint es auch wie das neuere bummler gedacht, s. klächeln 2. 77) ist, was gut denkbar, alles vom glockenschwengel ausgegangen, so gehört das wort zu dem stamme klack klopfen (s.klacken 3 und klöckel klöppel in der glocke). ist aber das baumeln der grundbegriff, so fände es einen anhalt in dem stamme klank baumeln, schwanken, der auch ohne das n vorkommt, tir. glagglen baumeln.
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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    klachelstm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    klachel , klächel stm. s. kleckel;

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    klachelm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    klachel , klächel , m. etwas baumelndes, ein hauptsächlich bair. östr. wort. 1 1) glockenschwengel, klöppel: der clachl …

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Wortbildung

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Zerlegung von klachel 2 Komponenten

klac+hel

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APA
Cotta, M. (2026). „klachel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/klachel/dwb?formid=K06063
MLA
Cotta, Marcel. „klachel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/klachel/dwb?formid=K06063. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „klachel". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/klachel/dwb?formid=K06063.
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