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Kiss

Lex. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
4 in 3 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Kiss

Bd. 11, Sp. 75
Kiss (spr. kisch), 1) Ernst, Freiherr von Elemér und Ittebe, ungar. General, geb. 1800 zu Temesvár im Banat, gest. 6. Okt. 1849 in Arad, war bereits zum Obersten in einem österreichischen Husarenregiment avanciert, als er 1848 aus Patriotismus zu den Insurgenten übertrat. Kossuth ernannte ihn zum General, worauf er im Banat mit wechselndem Glück gegen die Serben focht; doch mußte er sich nach der Kapitulation von Világos an Paskewitsch ergeben und ward auf Befehl Haynaus in Arad erschossen. 2) (Ehedem Klein) Joseph, ungar. Dichter, geb. 8. Nov. 1843 in Mezö-Csát, verlor früh seine Eltern und erwarb sich auf autodidaktischem Weg eine umfassende Bildung. Nach mehreren Wanderjahren als Volkslehrer und Journalist kam er nach Temesvar, wo er geraume Zeit als Notar der dortigen jüdischen Gemeinde lebte. Seine ersten »Gedichte« (1868) vermochten nur geringen Eindruck hervorzurufen, um so größer war der Beifall, den zehn Jahre später seine »Gesammelten Dichtungen« (1878) fanden. Insbesondere machten seine Balladen, deren Stoff er mit Vorliebe der jüdischen Sage oder der jüdisch-magyarischen Gesellschaft entlehnt, seinen Namen allgemein bekannt und gefeiert. Seit 1882 lebt K. in Budapest. Deutsche Übersetzungen seiner Gedichte gaben Steinbach (Wien 1886) und L. Neugebauer (Leipz. 1887) heraus; letzterer übersetzte auch das episch moralische Gedicht »Lied von der Nähmaschine« (das. 1884). K. hat auch einen Band religiöser Dichtungen für Israeliten (1888) verfaßt. Seit 1890 redigiert er die belletristische Zeitung »A hét« (»Die Woche«). Seine Dichtungen haben zahlreiche Auflagen erlebt, eine illustrierte Prachtausgabe erschien 1901.
1654 Zeichen · 26 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kiss

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Kiss (spr. kisch), 1) Ernst, Freiherr von Elemér und Ittebe , ungar. General, geb. 1800 zu Temesvár im Banat, gest. 6. O…

  2. modern
    Dialekt
    Kiss

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Kiss [Khes Z. ] m. Geldbeutel, Tasche: Mejes im K. Geld im Beutel. — hebr. JB. XIII 176.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kiss

65 Bildungen · 62 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

kiss‑ als Erstglied (30 von 62)

Kissar

Meyers

kis·sar

Kissar , äthiopische Lyra, s. Harfeninstrumente .

kisschen

DWB

kiss·chen

kisschen , n. kleines kissen, nnl. kussentje: ein kisschen, das höchst nöthig war, um eine hüfte zu ergänzen. Merck briefs. 1 , lviii ; ach …

kissel

DWB

kis·sel

kissel , kisseln , s. kiesel, kieseln. nachträglich ein beleg für die form mit ss: da kam ein groszer regen und donnert und blitzt und kisse…

kisselein

DWB

kisse·lein

kisselein , küsselein , küsslein , n. kleines kissen, ahd. chussili, mhd. küssel, küsselîn. noch nhd. anfangs kussel voc. inc. t., küssele F…

Kisseletanz

ElsWB

kissel·e·tanz

Kisseletanz Dü. , Kisseltanz Hf. m. Kissenspielreigen. Knaben und Mädchen bilden einen Kreis, in der Mitte steht einer der Mitspieler mit ei…

Kisselew

Meyers

kisse·lew

Kisselew , 1) Paul, Graf , russ. Minister, geb. 1788 aus einer alten Bojarenfamilie in Moskau, gest. 26. Nov. 1872 in Paris, machte den Feld…

Kisselholzschuh

PfWB

kissel·holzschuh

Kissel-holzschuh m. : ' Holzschuh mit einem Kißchen unter dem Lederriemen ', Kißlholzschuh [ LA-Nußd ]. Die K. wurden aus dem Elsaß bezogen.

kisseln

RhWB

kiss·eln

kisseln -es- Prüm-Ihren schw.: mit dem Kissel arbeiten, bes. den Strassenschlamm zusammenkratzen.

kissen

DWB

kis·sen

kissen , mit dem kis scharren, die kohlen im backofen zusammen kissen, in der Wetterau. Weigand. s. kisse.

Kissenbezug

SHW

Kissen-bezug Band 3, Spalte 1345-1346

Kissenjoch

SHW

Kissen-joch Band 3, Spalte 1347-1348

Kissenkeil

SHW

Kissen-keil Band 3, Spalte 1347-1348

Kissentanz

SHW

Kissen-tanz Band 3, Spalte 1347-1348

Kissenaten

RhWB

kisse·naten

Kissenaten kisəntən, –nEtχər  Wittl-Cröv Pl. t.: Reste von Kuchen u. Brot; mänst de, eich soll dein K. fresse!

kissenbezug

DWB

kissen·bezug

kissenbezug , m. wie folg., im nordosten: küssenbezug. Mielke litt. wb. 2, 313 b .

Kissendecke

RhWB

kissen·decke

Kissen-decke ksdęk in MGladb , Kref , entstellt < -dē:k, –tē:k –zieche f.: -überzug.

kissen I

RhWB

kissen I -es- schw.: kisseln, Schlamm zusammenkratzen Siegld . — Abl.: die Kesserei, dat Gekess.

kissen II

RhWB

kissen II = hetzen s. kiss II.

kiss als Zweitglied (1 von 1)

Türkiß

Adelung

tuer·kiss

Der Türkiß , des -sses, plur. die -e, ein steinartiges Mineral, welches gemeiniglich unter die Edelsteine gerechnet wird, aber nach des la B…

Ableitungen von kiss (2 von 2)

kisse

DWB

kisse f. , kis m. n. krückenförmige scharre. 1 1) ahd. chissa tractula ( dem. altnd. kissel) Graff 4, 501 , auch altmd. kissa tractula Germ.…

verkissen

LothWB

ver-kisse n , sich refl. v. Fo. u. s. sich gegenseitig abküssen: was die zweï sich verkisst han! — schwäb. 2, 1206 verkusse tüchtig küssen.