Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
keusche f.
keusche , f. keuschheit, ahd. chûskî, mhd. kiusche, findet sich noch im 15. jh.: pudicicia, pudor, kuscheit, kusch, schamhaftikeit. Melber var. t 4 a ; ich han mein keusch got gelobt. heiligenleben Augsb. 1472 76 b ; man ficht uns ( mädchen ) all gar zeitlich an. welche dan nit wol versagen kan, der treuft ir keusch wol halp in die aschen. fastn. sp. 387, 19 . In diesem keusch kann übrigens auch ein masc. der keusch enthalten sein, da neben die unkeusche auch der unkeusch bestand ( Schmeller 2, 338 ). Ein n. das keusch bei Logau, der das neutrum des adj. so als subst. zu brauchen liebte: tiefe…