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kermes

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Kêrmes

Bd. 2, Sp. 1552
Der Kêrmes, plur. car. ein Nahme, welchen die unechte Cochenille oder die rothen an den Früchten und Wurzeln mancher Gewächse befindlichen Schildläuse führen, welche in der Färbekunst und Mahlerey gebraucht werden. Pohlnischer Kermes, diejenigen Schildläuse dieser Art, welche in Pohlen von den Wurzeln des Knauels, Scleranthus perennis L. gesammelt werden. In engerer Bedeutung sind diejenigen Schildläuse unter dem Nahmen Kermes bekannt, welche sich in kleinen runden rothen Beeren oder Nestern, welche daher Scharlachbeeren, Kermesbeeren, Carmesinbeeren heißen, an einer Art Eichen in den warmen Ländern, Quercus coccifera L. Kermesbaum, Kermeseiche, Scharlachbaum, befinden, und welche so wohl zur Färbung des Franzscharlaches, Kermesscharlaches, oder Venetianischen Scharlaches, als auch in den Apotheken zu dem Kermes-Zucker und andern Zubereitungen gebraucht werden. Der Nahme ist das Arabische Kermes, oder mit dem Artikel Alkermes, welchen dieses Insect, besonders dasjenige, welches unter dem Nahmen der echten Cochenille (S. dieses Wort,) bekannt ist, in den Morgenländern führet. Astruc macht es in seinen Méin. sur l'hist. de Languedoc, S. 472 wahrscheinlich, daß die Araber das Wort mit der Sache selbst aus dem südlichen Gallien bekommen, und daß ersteres von dem Gall. Quer, Eiche, und Mes, Eichel, zusammen gesetzt sey. Die ausländischen Wörter Carmin, Carmesin u. s. f. stammen gleichfalls daher. S. auch Johannis-Blut. Das mineralische Kermes führet diesen Nahmen wegen der Ähnlichkeit. Es ist ein rothes Pulver, welches sich niederschlägt, wenn man Spießglas mit Alcahest oder Wasser kocht. Es wird auch das Carthäuser-Pulver genannt, weil ein Apotheker der Carthäuser, Nahmens Simon, es ehedem sehr stark bereitete; ungeachtet Glauber es erfunden hat.
1773 Zeichen · 23 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kêrmes

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Kêrmes , plur. car. ein Nahme, welchen die unechte Cochenille oder die rothen an den Früchten und Wurzeln mancher Ge…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kermes

    Goethe-Wörterbuch

    Kermes aus den Kermesschildläusen gewonnener karminroter Farbstoff; neben ‘Cochenille’ Da die beiden Materialien, deren …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kermes

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Kermes , eine Art Schildlaus (Coccus ilicis) , die Weibchen von der Größe einer Erbse, ungeflügelt, leben auf einer Stei…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kermes

13 Bildungen · 12 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von kermes 2 Komponenten

ker+mes

kermes setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

kermes‑ als Erstglied (12 von 12)

Kermesbeere

Campe

kermes·beere

Die Kermesbeere , Mz. die — n . 1) Die einen scharlachrothen Saft enthaltende Beere eines Amerikanischen Gewächses, und dieses Gewächs selbs…

Kermes minerale

Meyers

Kermes minerale , Mineralkermes, s. Antimonsulfide .

kermesrot

GWB

kermes·rot

kermesrot -th zu Kermes [ in Wiedergabe der — von Goethe abgelehnten — Parallelisierung optischer u akustischer Phänomene bei JLHoffmann ] R…

kermes als Zweitglied (1 von 1)