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Kaulquappe

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Kaulquappe

Kaulquappe

Kaulbarsch m. im Süßwasser Nord-, Mittel- und Osteuropas lebender kleinerer Barsch, mnd. kūl(e)bārs, frühnhd. kulperske (um 1400), dann (mit schwankender Schreibung) Kaulbersch, Kaulepers, Kaulperschk, Kaulparsch, daneben bis ins 18. Jh. nach nd. Vorbild Kuhlbarsch. Das erste Glied dieser Zusammensetzung mit Barsch (s. d.), zuvor schon als Bestandteil eines anderen Fischnamens bezeugt (ahd. kūlhoubit, Hs. 13. Jh., vgl. nhd. Kaulhaupt, auch Kaulkopf ‘Groppe’, ein ebenfalls barschartiger Fisch mit auffällig dickem, kugelförmigem Kopf), ist identisch mit mnd. kūle ‘runder, knotenförmiger oder verdickter Gegenstand’, auch ‘Vertiefung, Grube’ (s. Kuhle), mhd. (md.) kūle, nhd. (md.) Kaule ‘Kugel, Grube, Loch’ (dieses noch lebendig im Deminutivum omd. Keulchen, Käulchen ‘in der Pfanne gebackenes flaches Klößchen’). Das besonders auf md. Gebiet vorkommende mhd. kūle kann in der Bedeutung ‘Kugel’ kontrahierte Form von mhd. kugel(e) (s. Kugel) sein, im Sinne von ‘Grube, Loch’ ist es jedoch wie mnd. kūle, das nach außen gewölbte Gegenstände und auch nach innen gewölbte Höhlungen bezeichnet (mnd. kugel tritt daneben erst im 16. Jh. auf, wohl als Entlehnung aus dem Hd.), eine Bildung mit l-Suffix zu der für Kugel (dieses eine Erweiterung mit Guttural) ebenfalls vorauszusetzenden Wurzel ie. *geu-, *gū- ‘biegen, krümmen, wölben’. An diese sich anschließende vergleichbare Formen mit dem Element -l- sind anord. kūla ‘Bodenerhebung, Beule’ und (mit anderer Ablautstufe) ahd. kiol, mhd. kiel ‘großes Schiff’ (s. 2Kiel), mhd. kiule (s. Keule) sowie wahrscheinlich griech. gyliós (γυλιός) ‘Tasche, Tornister’, während die Zugehörigkeit von lat. vola ‘Höhlung der Hand oder des Fußes’, aind. gōlaḥ ‘Kugel, Ball, kugelförmiger Wasserkrug’ unsicher bleibt. Dasselbe Kaul- ‘Kugel-’ findet sich auch in Kaulquappe f., der vor allem im Nordd. und Md. üblichen Bezeichnung für ‘Froschlarve’ (so Kulquabbe im 18. Jh. als landschaftliche Variante neben Kulpatte, Kaulpadde, Kaulkröte u. ä.); in älterer Zeit ist Kaulquappe auch Fischname (meist synonym mit Kaulbarsch oder Kaulkopf, s. oben), vgl. mnd. kūlequappe ‘capotenus, piscis’ (15. Jh.). Zum Grundwort s. Quappe.
2163 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    KaulquappeDie

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Die Kaulquappe , Mz. die — n , eine Art Groppfische oder Breitköpfe mit unförmlich großem und mit zwei Stacheln besetzte…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kaulquappe

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Kaulquappe , s. Batrachier .

  3. modern
    Dialekt
    Kaulquappef. m.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Kaul-quappe f. , Kaul-quappen m. : 'Froschlarve', Kaulquapp, Pl. -e [Pirmas (neben Mollekopp ) LU-Altr Limbghf BZ-Dierb]…

  4. Spezial
    Kaulquappe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kaul|quap|pe f. (-,-n) ‹zool› (Froschlarve) tlalt (-lc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kaulquappe

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von kaulquappe

kaulquappen + -e

kaulquappe leitet sich vom Lemma kaulquappen ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von kaulquappe 2 Komponenten

kaul+quappe

kaulquappe setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — kaulquappe kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „kaulquappe". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kaulquappe/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „kaulquappe". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kaulquappe/pfeifer_etym. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „kaulquappe". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kaulquappe/pfeifer_etym.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„kaulquappe"},
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