Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
kämmeln
kämmeln , die wolle fein kämmen, mit dem kämmelkamm: als rein gekemelt wullen. Würtz wundarznei 24 ; auch kammeln Bernd Posen 111 , schles. Weinh. 39 b , auch von flachs, s. DWB kamm 2, b. bei Schottel 568 aber pectere lanam überhaupt, bei Maaler 239 c kämlen, karten, wullstreichen, auch baumwol kämlen. Bildlich, wie hecheln u. ä.: dasz man die zu zeiten aus unbedachtem gemüt herfürkommende wort nicht also jämmerlich trillen, kämlen, zerfetzen, hächlen und zermartern, sondern vielmehr die innerliche auslegung beobachten soll. Abele gerichtsh. 2 , cas. 68. s. auch kämpeln 2.