Wossidia
Kaben (kabm), -w-
m., Kaw
m., zuweilen
f. Koben 1. Hütte, Häuschen: up 'n Kaben (im Altenteil) wahnen Wa; SchöSchönberg@CordshagenCordsh;
'n oll Kaben HaHagenow@BelschBelsch; meist Verschlag für Kleinvieh, besonders Schweine: 'vortmer scal Daem beteren in deme hove to der Stevine alle thune ... unde de køvene scal he bewaren, wat daran schelet' (1398) UB. 23, 386; eine wismarsche Pol.-Ord. bestimmt um 1550: 'de (Schweine) schölen se dryven vor den Stadtherden edder leggen se up den Kaven in ere beslatene höve'; 1681 verfügt der dortige Rat die Abschaffung der Schweine mit dem Zusatz: 'wo jemand noch etliche beibehalten wollte, derselbe schuldig sein soll, bei denen für den Thören gebauten Häusern seine Caven zu verfertigen'; den Müllern wird befohlen, daß sie 'außerhalb der Mühle die zu dem Vieh benöthigte Ställe und Kaven bauen ... sollen' (1687) Bär. Ges. 2, 1, 632; eine Pestord. von 1680 bestimmt, daß 'die jetzt noch auf den Kofen liegende magere Schweine, biß sie feist geworden, geduldet werden sollen'. Mda. Belege: Kaven das Verwahrsam derer Mastschweine Mantz. Ruh. 25, 67;
Kaben Mi 38
a; Jac. 1, 110; Blume 21; de Koabens för de Bieren (Eber) Lehm. Ith. 97; In Dönsk, Schün, Kamer, Kaw un Stall Bri. 1, 176; he hett sin Swin nich all' in sinen Kawen er ist verrückt Wo. Sa.; De Swin dee sünd ut 'n Kaben braken, De Kunhahn hett sick 't Gnick afschaten im Tanzreim; hei hett sick hüt ... an 'n Kaben schüert (der Gewinner im Kartenspiel) H. Schrö
d. Buerh. 3, 53; weil der Kaben nicht zu ebener Erde, sondern etwas erhöht lag, häufig mit up verbunden: de annern liggen up 'n Kaben (... sünd de Swin) zurechtweisend, wenn jem. von den andern spricht; Dat Farken, dat was meist verklamt Un tillföt't uppe Kaw Bri. 1, 64; dei Swin ..., dei up dei Kaw ... faudert würden Stend. Bill. 38; aus Furcht vor dem bösen Blick hebben de Lüd' nich jeden œwern Kaben kiken laten Wi. Syn. Swiensbucht. Zss.: Fett-, Gaus'-, Huk-, Küter-,
Swienskaben. 2. eingefriedeter Raum, in welchen die Schweine während der Mast des Nachts getrieben wurden: 'werden die Pächter verpflichtet die Kofen, welche aus einem eingezäunten Platz bestehen, in welchen die Schweine des Nachts gejagt werden, auf ihre Kosten machen zu lassen' Gem. Aufs. 1798, S. 67. Die Erinnerung an solche Plätze bewahren die FN.: Angst-, Asch-, Holt-, Mast-, Nasch-, Swienskaben; Kabenbrauk, -brügg', -dik, -kraug, -slagg, -soll. Im SW gilt für Kaben die Bezeichnung Swiensweid', im Sta@ überwiegend Swinbucht W. Neumann in Festschr. Wo. 68 und Karte S. 71. Kabens künstliche Laichstellen, die früher auf dem Ostorfer See bei Schw angelegt waren. 3. Pflanzgehege im Forst: 'Zu jährlicher Anziehung der Pflanzen hat der Forstverwalter in der Heide kleine Koben von 100 Quadratruten anzuziehen' Regul. betr. Verw.
d. Rost. Heide von 1774. 4. die Futtervorrichtung für die Schweine WaWaren@BuchholzBuchh; Kaben im S von Sta@ ursprünglich ein Trog mit einer Klappe, die nach außen führte, später mit einer dem Gang zugewandten Klappe Blume 21; Unheil abwehrende Dinge
z. B. Hufeisen würden unner 'n Kaben stäken, wo de Swin ut fräten deden WaWaren@LapitzLap. 5. Vorrichtung am Netz zum Fischfang: 'und weil auch zu Schwerin die großen ... Sehe auf gewisse Gelt ausgethan, so sollen die Ambtleute daruf Acht haben, das ... die Innehaber keine enge Kawen, sondern gewönliche weite Maschen gebrauchen' (1603) Zastrow 58. Mnd. kove(n), kave(n)
m. Br. Wb. 2, 755; Dä. 222
b; Kü. 2, 58; Me. 3, 8; Schu. 21; Teu. 1, 134.