Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
ímbîʒ stm.
1. das mahl: zu welcher zeit dieses gehalten wird, kann durch ein vorgesetztes wort bestimmt werden. eine spätere form ist immeʒ, imbʒ, niederd. imt. außer der imbîʒ findet sich auch daʒ imbîʒ. sîn imbiʒ, daʒ er wânde hân Reinh. 175. vgl. Grimm, nach dem daʒ imbiʒ stück bedeutet. umb einen swachen imbîʒ das. 212. 291. — si hieʒ in machen bereiten sînem vater einen imbîʒ Genes. fdgr. 2,38,5. einen turneischen imbîʒ (: vlîʒ) Lanz. 3099. früegem imbîʒe (: vlîʒe) begund eʒ harte nâhen Lanz. 5744. imbîʒ was vil schiere getân: ringiu spîse was im bereit Wigal. 4433. und wie von Abacug ein imbîʒ wart ze Babylône brâht MS. 2,138. a. imbîʒ und nahtselde nemen Gudr. 554,1. dâ was der kinde imbîʒ (: wîʒ) bereit aller tegelich Flore 766. sô giengens nâch imbîʒe ze schuole Flore 808. er bitet iuch mit flîʒe daʒ ir ze sîme imbîʒe ze sîne geruochet Flore 4809. nâch dem imbîʒe (: flîʒe) wîset in Darjes ze wege Flore 4897. nâch imbîʒe (: itewîʒe) Flore 5193. vgl. 7607. guoten wîn und spîse linde getempert mit vlîʒe gap man zem imbîʒe den âbent und den morgen Kolocz. 162.
2. dise wirtschaft heiʒet ein eʒʒen, niht ein inbîʒ: wane zuo gelîcher wîs als nach dem imbîʒe kumt daʒ man sol eʒʒen Leyser pred. 149.