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Hevel

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Hevel

Bd. 9, Sp. 297
Hevel (eigentlich Höwelcke), Johannes, Astronom, geb. 28. Jan. 1611 in Danzig, gest. daselbst 28. Jan. 1687, studierte in Leiden Rechtswissenschaft und machte größere Reisen ins Ausland, übernahm dann die Brauerei seines Vaters, widmete sich aber gleichzeitig und später ausschließlich astronomischen Beobachtungen. 1641 richtete er sich eine eigne Sternwarte ein und fertigte selbst vorzügliche Quadranten und Sextanten an, an denen er jedoch keine Fernrohre anbrachte (s. Tafel »Alte astronomische Instrumente«, Fig. 6 u. 7). Er beobachtete nur mit bloßem Auge und Dioptern und erreichte trotzdem eine Genauigkeit, die von den mit Fernrohren versehenen Instrumen len der damaligen Zeit nicht wesentlich übertroffen wurde, wie sich dies aus den gleichzeitigen Beobachtungen Halleys ergab, als dieser 1679 im Auftrag der Royal Society in London nach Danzig kam, um die Genauigkeit der Hevelschen Beobachtungen zu prüfen. H. fertigte auch selbst Fernrohre von 10–140 Fuß Brennweite, die er jedoch nur zur topographischen Untersuchung der Sonne, der Planeten und namentlich des Mondes benutzte. Seine »Selenographia« (Danz. 1647) enthält Abbildungen des Mondes für jeden Tag seines Alters, von H. selbst in Kupfer gestochen, die lange Zeit die Grundlage der selenographischen Topographie gebildet haben. Außerdem beobachtete er auch eingehend die Kometen und fand, daß sie sich in Parabeln bewegen, während die Entdeckung, daß im Brennpunkt der Parabeln die Sonne steht, von Hevels Schüler Dörfel (s. d.) herrührt. Er veröffentlichte noch: »De natura Saturni« (Danz. 1656); »Prodromus cometicus« (das. 1665); »Cometographia« (das. 1668); »Machina coelestis« (das. 1673 und 1679, 2 Bde.). Nach seinem Tod erschien: »Prodromus astronomiae« (Danz. 1690); seinen Briefwechsel gab Olhof heraus (das. 1683). Vgl. Westphal, Leben des Astronomen Hevelius (Königsb. 1820); Seidemann, Johannes H. (Zittau 1864).
1915 Zeichen · 33 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    hevelst. M.

    Köbler Mhd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    hevel , st. M. Vw.: s. hebel (1)

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hevel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Hevel (eigentlich Höwelcke ), Johannes , Astronom, geb. 28. Jan. 1611 in Danzig, gest. daselbst 28. Jan. 1687, studierte…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hevel

18 Bildungen · 13 Erstglied · 5 Zweitglied · 0 Ableitungen

hevel‑ als Erstglied (13 von 13)

hevelen

KöblerMhd

heve·len

hevelen , sw. V. nhd. säuern E.: s. heve, hevel W.: nhd. DW- L.: Hennig (heveln)

hēvelgārn

MNWB

hevel·garn

* hēvelgārn „licium” (Chytraeus), vgl. auch hēvel Fadenöse am Webstuhl zum Durchziehen des Kettfadens (im hd. Text Hamb. ZR. 225), hēvelrēke…

hēvelĩk

MNWB

heve·lik

° hēvelĩk , adj. , einkünftig, nutzbar, h. gôt nutzbarer Besitz (Belege nur aus Westfalen) .

Hevelius

Herder

hevel·ius

Hevelius (Hewel), Joh., berühmter Astronom, geb. 1611 zu Danzig, verfertigte seine Instrumente selbst u. richtete sich in seinem Hause eine …

Hevelke

Wander

Hevelke Herr Hevelke, nu gohne se mött emm. ( Königsberg. ) – Frsichbier, 220; Frischbier 2 , 1157. Zwar schon oben unter »Gehen« 94 aufgefü…

Heveller

Meyers

hevel·ler

Heveller , eine zum Stamm der Wilzen gehörige slawische Völkerschaft an der Havel und untern Spree. König Heinrich I. eroberte im Winter von…

hēvelrēke

MNWB

hevel·reke

°( hēvelrēke ), hāvel- (s. d.) in den Webstuhl eingespanntes Tuchstück von bestimmter Größe.

hēvelte

MNWB

hev·elte

hēvelte , n. , Gerät am Webstuhl durch dessen Ösen die Kettfäden gezogen werden, vgl. hēvelgārn; hierher übertr. die Stelle bei SL?

hevelīn

KöblerMhd

heve·līn

hevelīn , st. N. nhd. „Häfelein“, kleiner Hafen (M.) (2), Töpfchen, kleines Gefäß Q.: Ot (hefenlīn) (FB hevelīn), BairFärb, Berth (um 1275) …

hevel als Zweitglied (5 von 5)

rēhevel

KöblerMnd

rēhevel , N. Vw.: s. rēvel (2) L.: MndHwb 2, 1998 (rêvel)

Schevel

Campe

sche·vel

† Der Schevel , — s, Mz . gl. oder der Schevelstein, — es, Mz. — e , im N. D. der Schiefer, Schieferstein.

uphēvel

MNWB

° uphēvel , subst. : Korb um etw. aufzuheben , „ 2 upheuel edder brotkorue ” (SL 5, 111: Wism. Inv. v. 1575).

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „hevel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/hevel/meyers?formid=H04425
MLA
Cotta, Marcel. „hevel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/hevel/meyers?formid=H04425. Abgerufen 17. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „hevel". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/hevel/meyers?formid=H04425.
BibTeX
@misc{lautwandel_hevel_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„hevel"},
  year         = {2026},
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  urldate      = {2026-05-17},
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