Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Hermelin n.
Hermelin n.
Hermelin n. Wiesel mit weißem Fell im Winter und rötlichbraunem im Sommer, als Mask. auch Bezeichnung für den Pelz des sibirischen Wiesels, ahd. harmilo (11. Jh.), harmilī(n) (Hs. 12. Jh.), hermel (Hs. 13. Jh.) ‘Wiesel, Hermelin’, mhd. mnd. hermelīn ‘Hermelin(pelz)’, nhd. (als fremdes Wort empfunden und daher endbetont) Hermelin ist Deminutivum zu einem in ahd. harmo ‘Wiesel, Hermelin’ (9. Jh.), harm (11. Jh.), mhd. harm(e), asächs. harmo, mnd. harm, aengl. hearma ‘Maus?, Wiesel?’ belegten Substantiv. Außergerm. verwandt sind lit. šarmuõ ‘wilde Katze, Hermelin, Wiesel’, (ablautend) šermuõ ‘Hermelin, Wiesel’, šar̃mas ‘Reif, gefrorener Tau’, šir̃mas ‘(blau)grau, grauschimmelig’, lett. sermulis ‘Hermelin’, rätoroman. carmún ‘Wiesel’. Zu erschließen ist ie. *k̑ormen- ‘Hermelin, Wiesel’, eine Bildung zur Farbwurzel ie. *ker-, *k̑er- für dunkle, schmutzige und graue Farbtöne.