Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
hellebrant stM.
2 übertr. auf Pers. als Bezeichnung für einen Bösewicht/ Sünder
1 allg.: dis bitterkait und daz geschre, / nim war, die helle brende / han ewenclich an ende SHort 891; wie senftmutig ditz schaf si / im wonet doch ein zorn na bi, / [...] sin biz zubizet den hellebrant Brun 3125. – ‘Fegefeuer’ wol ieme, wer shone erwerbin kan als duͦ von minne werndin pris. / der nach Paulo minnin kan, der ruͦre nummir hellebrant Marner (W) Ml 1:13,20 2 übertr. auf Pers. als Bezeichnung für einen Bösewicht/ Sünder: sô gîstû almuosen in die helle, sô dû einen hellebrant ûz der hellen gezogen hest mit stiure dînre guoten werken PrNvStr 278,39. 278,32; also denne kummet die stunde des todes, [...], so muͤssent sú mit den groben súndern in das vegefúr; aber ist des nút, so súllent sú ein ewig hellebrant sin Tauler 402,22. 198,6. 108,16
MWB 2 1330,1; Bearbeiterin: Herbers