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Haufe

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Haufe Der

Bd. 2, Sp. 563a
Der Haufe, des — ns, Mz. die — n, oder der Haufen, des — s, d. Mz. w. d. Ez; Verkleinungsw. das Häufchen, O. D. Häuflein, des — s, d. Mz. w. d. Ez. eine Sammlung oder ein Beisammenbefinden vieler Dinge neben und besonders auf einander. Ein Haufe oder Haufen Erde, Sand, Steine, Mist, oder ein Erd=, Sand=, Stein=, Misthaufen  Ein Haufen Geld, vieles Geld über einander, auch überhaupt viel Geld. Es kostet einen Haufen Geld. Einen Haufen von etwas machen. Das Getreide in Haufen schütten. Das Heu in Haufen setzen. Die Steine in Haufen legen, schichten. I manchen Gegenden, ein Haufen Holz, eine gewisse Menge Klafterholz. Alles auf einen Haufen legen, werfen, schütten. Es liegt alles über einem Haufen, d. h. in Haufen, es bildet einen Haufen. Auch, es liegt ohne Ordnung unter und über einander. Auf einem Haufen sitzen, in Menge oder ganz dicht auf und neben einander sitzen. Etwas über den Haufen stoßen, werfen, es umstoßen, so daß es einfällt und einen Haufen bildet; auch uneigentlich, zu Grunde richten, vernichten, unnütz machen  »Sie stoßen alle Philosophie über den Haufen.« Gellert. »Aber mein Herz und mein Gefühl warf auf einmahl das mühsame Gebäude von Schlüssen über den Haufen.« Lessing. Über den Haufen schießen, niederschießen, schießen, daß es zusammenfällt, niederfällt. Über den Haufen fallen, umfallen, zusammenfallen, einfallen. Zu Haufe bringen, in Menge zusammenbringen, versammeln. So auch, zu Haufe tragen. — trägt eilends Schof zu Hauf' Und altes Moos. — — Wieland. I der Pflanzenlehre werden die kleinen Haufen von Samenkapseln auf dem Laube derjenigen Farnkräuter, welche ihre Früchte auf dem Laube tragen, Häufchen (Sorus) genannt. Uneigentlich, die Versammlung, das dichte Beisammensein mehrerer Dinge bei einander. Ein Haufe Volkes, Soldaten. Er stürzte in die dicksten Haufen des Feindes. Sich durch den Haufen drängen. Die Soldaten in Haufen abtheilen. ○ I den Kriegsschulen, ein Haufe oder Häuflein, eine gewisse Anzahl von Kriegszöglingen die einer der Lehrer unter seiner besondern Aufsicht hat (Brigade). Es war ein Haufen Leute herbeigeeilt, eine Menge Leute. — Wie stürzt nicht der bethörte Haufe Im zu. — — Thümmel. Die Leute haben ein ansehnliches Häufchen Kinder, d. h. sie haben viele Kinder. Der helle Haufe, der ganze Haufe. I hellen Haufen, in großer Menge. Die Noth kömmt mit Haufen, d. h. in Menge und in hohem Grade. Reißt Schuld und Üppigkeit mit hellem Haufen ein. Opiz. Der große, der gemeine Haufe, auch bloß, der Haufe, die Menge, der größte Theil der Menschen, der Pöbel. Mit dem Haufen gehen, sich von der Menge fortreißen lassen. Das kleine Häuflein der Gerechten. Das Häuflein der Gläubigen. Ein Haufen Vieh, Vögel, Fische, Ameisen, eine Menge Vieh  Auch von leblosen Dingen. Ein Haufen Bäume, Felsen  »Die Isel schien mir bloß ein Haufen von spitzigen Bergen zu sein.« Ebeling. ≠ »Ein Haufen wird in N. S. häufig (umstandswörtlich) für sehr gebraucht. Er ist ein Haufen wunderlich. »Der Knabe ist ein Haufen weitläuftig, d. h. wild und ungezogen.« Heynatz. Х Ein Häufchen, auch, ein wenig, von einer Zeit, wofür man auch eine Husche sagt. Inen noch traut zulauschend ein Häufchen mit launigem Liebreiz. Sonnenberg.
3202 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Haufe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Haufe , des -ns, plur. die -n, Diminut. das Häufchen, Oberd. Häuflein. 1) Eigentlich, eine Versammlung mehrerer Ding…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit haufe

27 Bildungen · 23 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

haufe‑ als Erstglied (23 von 23)

haufechtig

DWB

hauf·echtig

haufechtig , adj. und adv. erweiterte form für hauficht, haufenweise: haufächtig, beim haufen, beim totzet, beim tausend, cumulate, cumulati…

haufen

FWB

1. ›Menge übereinandergeschichteter Gegenstände; hügelähnliche Anhäufung von etw.; Stapel‹; gelegentlich ütr.; 2. ›etw. Zusammengefallenes, …

haufendick

SHW

haufen-dick Band 3, Spalte 169-170

haufenförmig

GWB

haufen·foermig

haufenförmig Der Cumulus .. zeichnet sich .. stets durch seine untere horizontale Begrenzung, durch die über derselben befindlichen h-en Auf…

haufenmacherin

DWB

haufen·macherin

haufenmacherin , f. die die leute zusammenbringt, kupplerin ( vergl. zu haufen machen sp. 588): das du verprent werdest, du alte kuplerin un…

haufensdick

PfWB

haufen·s·dick

haufens-dick Adv. : ' in Massen '. Do hot's haufesdick Kraut vun denne Hexebese dringhabt, un Kroddeaache ... un Eidechseschwänz [Feierowend…

haufenthal

DWB

haufen·thal

haufenthal , n. übersetzung von πολυάνδριον der septuag.: weil man daselbst ( in einem thale ) Gog mit seiner menge begraben hat, und sol he…

Haufen (Verb.)

Wander

haufen·verb

Haufen (Verb.) Haufen (Verb.). G'haufet ist auch gefahren. ( Rottenburg. ) Haufen = den Wagen durch das Gespann zurückschieben.

haufenvoll

RhWB

haufen·voll

haufen-voll houpə- Düss-Benr ; -øy- Sol-Vockert ; hpəs- Mettm-Langenbg ; hpən(d)ə- Rees-Elten  Adj.: bis oben angefüllt.

haufenweise

DWB

haufen·weise

haufenweise , adv. in haufen, in schaaren, in menge: haufenweis, gregatim, catervatim, agminatim Stieler 2483 ; nl. hoopwijse gregatim, cate…

Haufenwolke

GWB

haufen·wolke

Haufenwolke Kumulus; einmal metaspr da man ohnehin weiß daß .. dießmal nur von Wolken die Rede sei, so klingt es nicht gut H. etc. zu sagen …

Hauferde

RhWB

hauf·erde

Hauf-erde hōfE·ə.t Sieg-ODollend f.: lockere E., beim Setzen von Reben gebraucht.

hauferlei

DWB

hauf·er·lei

hauferlei , f. grosze anzahl: es hat Simplicius ein hauferlei anstösz, sie scheinen seltzamlich, und so bedünklich bösz, doch sind sie für i…

haufern

RhWB

hauf·ern

haufern -ǫuf-, –au- Siegld-Grund Kromb Unglinghsn schw.: die Erde um Pflanzen im Garten lockern u. anhäufen.

haufe als Zweitglied (4 von 4)

Bauernhaufe

Wander

bauern·haufe

Bauernhaufe Wenn's wohl ergeht dem Bauernhauf', so bäumt er sich gewaltig auf.

Diethaufe

Adelung

diet·haufe

Der Diethaufe , des -n, plur. die -n, ein in Oberdeutschland, besonders in Nürnberg, übliches Getreidemaß, deren vier eine Metze, zwey und d…

Steckhaufe

DRW

steck·haufe

Steckhaufe, m. ein Flächenmaß für Weinberge vgl. Haufe (III) A.A. vnd H.A. II lib. vß vier steckhuffen reben am Klotzberg 1406 FreibDiözArch…

tohaufe

KöblerMnd

tohaufe , Adv. Vw.: s. tōhōpe