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Hämoglobīn

nhd. bis spez. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Hämoglobīn

Bd. 8, Sp. 705
Hämoglobīn (griech.-lat., Hämatoglobin, Hämatokristallin), der rote Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen und in manchen Warmblütermuskeln, kommt gelöst auch bei gewissen Würmern, Dipterenlarven, Stachelhäutern, verschiedenen Gastropoden, Manteltieren, parasitischen Kopepoden und verschiedenen Krustentieren vor. H. kann aus dem Blut in (meist rhombischen) Kristallen erhalten werden. Pferdeblut kristallisiert ohne weiteres unter dem Mikroskop, und besonders leicht kristallisiert Blut bei Beginn der Fäulnis. Die Kristalle besitzen bel den verschiedenen Tierarten und oft bei derselben Art verschiedene Formen und enthalten stets Kristallwasser. H. besteht aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel, Eisen, das der Tiere mit kernhaltigen Blutkörperchen, also der Vögel, Reptilien etc., enthält auch Phosphor; das Mindestmolekulargewicht ist zu 16,669 ermittelt und daraus die Formel C758H1203N195O218FeS3 berechnet worden. Vielleicht sind mehrere Hämoglobine zu unterscheiden, d. h. mehrere Eiweißkörper, die alle mit derselben eisenhaltigen färbenden Atomgruppe verbunden sind. H. bildet mit gewissen Gasen chemisch lockere Verbindungen. Am wichtigsten ist die Sauerstoffverbindung, das Oxyhämoglobin, das durch gewisse Absorptionsstreifen im Spektrum charakterisiert ist und den Sauerstoff an das Vakuum und an Reduktionsmittel leicht abgibt. Auf den Eigenschaften des Oxyhämoglobins beruht die Atmung der Wirbeltiere. Ferner verbindet sich H. mit Kohlensäure (Karbohämoglobin) und besonders mit Kohlenoxyd, das aus Oxyhämoglobin den Sauerstoff vollständig verdrängt. Auch das Kohlenoxydhämoglobin ist durch gewisse Absorptionsstreifen charakterisiert und aus seiner Lösung wird es durch Natronlauge hellrot gefällt. Die Losung von Oxyhämoglobin verwandelt sich an der Luft und durch oxydierende Substanzen leicht in Methämoglobin, in dem der Sauerstoff fester gebunden ist. Beim Erhitzen über 80°, durch Alkohol, Alkalien, Säuren, Metallsalze wird H. in Eiweiß und Hämatin (s. d.) gespalten. Im lebenden Körper wird H. auch in Gallenfarbstoff und schwarzes Pigment verwandelt.
2121 Zeichen · 27 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hämoglobinn.

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

    Hämoglobin n. Farbstoff der roten Blutkörperchen, gelehrte Bildung (Hoppe-Seyler, 1866) aus griech. há͞ima (αἷμα) ‘Blut’…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hämoglobīn

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Hämoglobīn (griech.-lat., Hämatoglobin, Hämatokristallin ), der rote Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen und in ma…

  3. Spezial
    Hämoglobin

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Hä|mo|glo|bin n. (-s) ‹biol› emoglobina (-nes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit haemoglobin

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

haemoglobin‑ als Erstglied (2 von 2)

Hämoglobinämīe

Meyers

Hämoglobinämīe (griech.-lat.) der Pferde und Rinder ( Kreuzlähmung, Nierenschlag ), eine akute Erkrankung der Kruppenmuskeln, bei der sich M…

Hämoglobinurīe

Meyers

Hämoglobinurīe (griech.-lat.), Ausscheidung von gelöstem Blutfarbstoff ohne Blutkörperchen durch den Harn. Der gelöste Farbstoff ist Methämo…