Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
hâcko
8. Jh. in Gl.:
‚Haken, gebogene zweizinkige〈Var.: -uo-, -ou-, -au-, -ai-; -cch-, -cc-,
Gabel; furca, raster, rastrum, uncinus, un-
cus‘
-ch-, -c-, -cg-〉. Die Länge des -a- bereits in
ahd. Zeit ist durch mehrfache Schreibungen
mit -â- gesichert (Schützeichel, Glossen-
wortschatz 4, 119 f.); daher ist die Annahme,
daß der Langvokal das Resultat der mhd.
Dehnung in offener Tonsilbe sei (Darms
1978: 507), abzulehnen. Die vielfältigen
Schreibungen des Inlautskonsonantismus
lassen sich auf vorausgehendes *gg zurück-
führen (Lühr 1988: 286; Braune-Reiffenstein
2004: § 148 f.); folglich braucht kein Einfluß
des Verbs nhd. hacken angenommen werden
(so Darms 1978: 508 Anm. 204). – Mhd.
hâke(n) sw./st. m.
‚Haken‘, nhd. Haken m.
‚ganz oder an der Spitze gebogenes und da-.
her zum Festhalten, Aufhängen, Ziehen die-
nendes Gerät‘