Hauptquelle · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Habitus m.
Habitus m. ‘Erscheinungsbild nach Aussehen und Verhalten’, seit dem 18. Jh. in der Medizin und bald darauf allgemein üblich, entsprechend lat. habitus ‘äußere Erscheinung, Aussehen, Gestalt, Kleidung, Zustand, Lage, Eigentümlichkeit’, das von lat. habēre (habitum) ‘haben, halten’, auch ‘an sich tragen’, abgeleitet ist. Vorher (16. Jh. bis 19. Jh.), dem Sprachgebrauch der scholastischen Philosophie folgend, im mlat. Sinne ‘Gewohnheit’, anfangs meist in lat. Flexion. Aus kirchenlat. habitus ‘Ordenstracht’ entlehnt spätmhd. abīt, habīt, das in nhd. Habit n. ‘Kleidung, Tracht’ erhalten ist.