Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
haarbeutel m.
haarbeutel , m. beutel in den die hinterhaare des kopfes gesteckt wurden; erst nach dem jahre 1720 als theil der männertoilette aufgekommen. der erste deutsche lexicograph der ihn kennt, ist Frisch (1, 388), welcher ihn (2, 140) auch haarsack, sacculus in cervice quo conduntur capilli longiores nennt: der galante Franzose half auch dér noth ab ( nämlich die flatternden hinterhaare unterzubringen ), aber sein auskunftsmittel wurde alsobald wieder eine zierde der eleganz: er steckte die überflüssigen haare in ein zierliches, flaches, seidenes säckchen, versah es mit schöner schleife und erfand s…